RAID Technologien

RAID Technologien2018-01-02T21:29:08+00:00

RAID (Redundant Array of Independant Disks) beschreibt die Methode aus mehreren ungesicherten Festplatten einen Verbund aufzubauen. Ziel ist es, bestimmte Eigenschaften wie Datensicherheit oder Geschwindigkeit zu verbessern.

Einführung in die RAID-Technologie / Begriffsdefinition

TypBezeichnungFunktionsprinzipBemerkung
RAID 0Data-StripingDie Daten werden zur Erhöhung des Durchsatzes gleichmäßig auf mehrere Laufwerke verteilt.Keine Redundanz! Es wird jedoch in der Regel eine Leistungssteigerung erreicht.
RAID 1Data MirroringDie Daten werden voll gespiegelt, d. h. zu jedem Daten-Laufwerk gehört ein Spiegel-LaufwerkDer Durchsatz entspricht in der Regel dem eines einzelnen Laufwerkes
RAID 2In der Praxis nicht (mehr) verwendet
RAID 3Data-(Byte-)Striping mit Parity-Information
RAID 4Data-(Sector-)Striping mit Parity-InformationDie Daten werden (wie bei RAID 0) über mehrere Laufwerke verteilt
Zusätzlich wird eine Art Prüfsumme (= Parity) berechnet und auf dem Parity-Laufwerk gespeichert
Bei Ausfall eines Laufwerkes werden dessen Daten mit Hilfe der verbleibenden Laufwerke und des Parity-Laufwerkes wieder rekonstruiert
RAID 5Data-(Sector-)Striping mit Parity-InformationDie Daten werden (wie bei RAID 0) über mehrere Laufwerke verteilt
Zusätzlich wird eine Art Prüfsumme (=Parity) berechnet
Die Parity-Information wird über alle Laufwerke verteilt d. h. kein dediziertes Parity-Laufwerk
Bei Ausfall eines Laufwerkes werden dessen Daten mit Hilfe der verbleibenden Laufwerke wieder rekonstruiert
RAID 6Data-(Sector-)Striping mit doppelter Parity-InformationIm Prinzip wie RAID5 jedoch werden die errechneten Paritätsinformationen auf zwei dedizierten Festplatten abgelegt. RAID6 kommt immer stärker zum Einsatz, da die langen Rebuild Vorgänge im Gegensatz zu RAID 5 noch fehlertolerant ausgeführt werden könnenBei Ausfall einer oder zwei Laufwerke können die fehlenden Informationen mit Hilfe der verbleibenden Laufwerke wieder rekonstruiert werden.
RAID 7Data-(Block-)Striping mit Parity-Informationkomplett asynchrones System mit großem Cache
Die Daten werden (wie bei RAID 0) über mehrere Laufwerke verteilt
Zusätzlich wird eine Art Prüfsumme (=Parity) berechnet und auf dem Parity-Laufwerk gespeichert
Bei Ausfall eines Laufwerkes werden dessen Daten mit Hilfe der verbleibenden Laufwerke und des Parity-Laufwerkes wieder rekonstruiert.

Hinweis: Die genannten RAID-Level können miteinander verbunden werden. Sinnvolle Beispiele dafür sind RAID 10, eine Kombination aus RAID 1 und RAID 0, also ein gespiegeltes Stripeset. Oder auch RAID 60, ein Verbund (Stripset) zweier, oder mehrer RAID 6-Verbünde.