Schlagzeilen der Blick

Schlagzeilen der Schweizerischen Boulevardzeitung Blick.

Einsatzkräfte brechen Tor auf: Polizist in Reithalle eingesperrt

Sorgte für eine hitzige Debatte im Kantonsparlament: Die Berner Reitschule. (Archivbild)

Ein Grossaufgebot sorgte heute in Bern für Aufsehen. Polizisten mussten einen Kollegen aus der Reithalle befreien.

Polizisten wollten heute Dienstagnachmittag auf der Schützenmatte in Bern einen Mann kontrollieren. Doch dieser flüchtete in die Reithalle. Wie Polizeisprecherin Regina Aeberli der Nachrichtenseite «20min.ch» erklärt, hätten ihn die Beamten des Drogenhandels verdächtigt.

Einer der Polizisten sei dem Verdächtigen ins Innere der Reithalle gefolgt. Dann sei er kurzerhand eingeschlossen worden.

Ein Mitarbeiter der Reitschule habe sich geweigert, das Tor aufzuschliessen. Die Polizei forderte Verstärkung an.

Anschliessend habe man eine Scheibe eingeschlagen und das Haupttor aufgebrochen. Der Kollege konnte so unverletzt die Reitschule verlassen. Der Verdächtige sei festgenommen worden. Er habe Drogen auf sich getragen.

Wer genau den Polizisten eingesperrt habe und weshalb, werde derzeit abgeklärt.

Die Reitschule schreibt in einer Medienmitteilung, ein Zivilpolizist sei einer Person während einer Drogenrazzia bis in die Toilette des Restaurants Sous Le Pont gefolgt. Die Mitarbeiter hätten lediglich zwei Personen ? keine davon als Polizist gekennzeichnet ? stürmisch in die Reitschule rennen sehen und hätten darauf das Tor geschlossen.

Der Zivilpolizist im Innern der Reitschule habe seine Kollegen über die Einsatzzentrale informiert, dass bei ihm alles in Ordnung sei. Die Verantwortlichen der Reitschule haben auf Facebook ein Video mit Ausschnitten zum Polizeieinsatz gepostet. Sie kritisieren das Aufbrechen des Tors und das Einschlagen der Fensterscheibe durch die Polizei und bezeichnen den Einsatz als «unsinnig». (noo)

 

Anschlag in Manchester: Geheimdienst kannte Manchester-Attentäter

Nach dem Selbstmordanschlag von Manchester hat die Premierministerin von Grossbritannien, Theresa May, die Terror-Warnstufe für ihr Land erstmals seit 2007 angehoben.

Manchester/London ? Der Attentäter von Manchester war dem Geheimdienst bekannt. Das berichtete die britische Innenministerin Amber Rudd am Mittwoch dem Nachrichtensender Sky News.

«Er ist jemand, den sie gekannt haben», sagte Rudd. Die Ausführung des Anschlags sei «anspruchsvoller gewesen als einige der Anschläge, die wir davor erlebt haben».

Dies deute darauf hin, dass der 22-jährige Salman Abedi bei dem Attentat auf Konzertbesucher am Montagabend «wahrscheinlich nicht alleine gehandelt» habe. «Ich bin sicher, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen mehr Informationen über ihn bekommen werden», sagte die Innenministerin. Die Polizei hatte Abedi zuvor als Täter identifiziert.

Nach Medienberichten war der 22-jährige Abedi der Sohn libyscher Flüchtlinge. Er sei 1994 in Manchester geboren worden und habe an der Salford Universität in der nordenglischen Stadt studiert. Seine Familie soll sehr religiös gewesen sein und sich in einer Moschee der Stadt engagiert haben.

Einige Familienmitglieder sollen kürzlich nach Libyen zurückgekehrt sein. Salman Abedi selber sei erst kurz vor dem Terroranschlag zu Besuch in Libyen gewesen.

Am Montagabend war am Ende des Konzerts von Teenie-Star Ariana Grande in Manchester ein Sprengsatz detoniert. Der Attentäter hatte so mindestens 22 Menschen mit sich in den Tod gerissen. Der Anschlag traf viele Kinder und Jugendliche. Es war die schwerste Terrorattacke in Grossbritannien seit fast zwölf Jahren.

 

Monopolissimo: Flixbus schluckt «Hellö»

WIEN/MÜNCHEB - Der grösste Fernbus-Konzern Europas «Flixbus» übernimmt die Österreicher Konkurrentin «Hellö». Damit kommt niemand mehr am deutschen Unternehmen vorbei.

Flixbus ist nicht zu stoppen. Erst fusionierte das deutsche Bus-Unternehmen mit der Konkurrentin «Mein Fernbus» im Jahr 2015 ? und hatte damit einen Risenkonzern auf Rädern geschaffen.

ÖBB verkauft «Hellö» an Flixbus

Das Unternehmen ist mittlerweile Europas grösster Anbieter von Fernbusreisen. Schier wöchentlich kommen neue Destinationen hinzu. Auch in der Schweiz.

Jetzt wird das Quasi-Monopol von Flixbus noch einmal mehr gefestigt: Denn die nächste Flixbus-Konkurrentin kommt unter die Räder.

Nicht einmal ein Jahr nach dem Start ziehen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) nun bei ihrer Fernbus-Schiene die Notbremse. Das Fernbus-Start-up «Hellö» wird an den deutschen Konkurrenten Flixbus verkauft. Das teilten die ÖBB am Montagvormittag mit.

Stillschweigen über Kaufpreis

Der Vertrag zwischen ÖBB und Flixbus soll mit 1. Juni 2017 in Kraft treten, die gesamte Transaktion bis Ende Juli abgeschlossen sein. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte die ÖBB am Montag mit.

Die Arbeitsplätze der österreichischen Chauffeure seien gesichert, sie werden beim ÖBB-Postbus eingesetzt.

«Hellö» war im Juli 2016 mit Fernbusverbindungen zu Billigpreisen etwa nach Berlin, München, Zürich und Venedig gestartet und kämpfte laut Medienberichten mit grossen Verlusten. (grv/sda)

 

Irina Shayk zwei Monate nach der Geburt in Cannes: Wow, Mama!

Vom 17. bis zum 28. Mai verzaubern die Promis die 70. Internationalen Filmfestspiele in Cannes (F). BLICK zeigt Ihnen die Highlights.

 

Erziehungsdirektoren wollen den digitale Maturanden: Informatik-Pflicht für Gymeler

ZÜRICH - Bisher spielt Informatik an Schweizer Mittelschulen nur eine Nebenrolle. Das soll sich jetzt ändern. Eine Mehrheit der kantonalen Erziehungsdirektoren unterstützt die Umwandlung in ein Pflichtfach.

Die Schweiz hinkt bei der Digitalisierung in der Mittelschulen anderen Ländern hinterher. Informatik ist an Schweizer Gymis bisher nur Ergänzungsfach. Das führte in der Vergangenheit schon mehrfach zu Kritik. Unter den Kantonen zeichnet sich jetzt aber ein Meinungsumschwung ab.

So hat der Vorstand der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) ein Angebot lanciert, ein obligatorisches Fach Informatik in der Mittelschule zu starten. Der darin vermittelte Stoff soll weit über das heutige Ergänzungsfach hinausgehen.

So soll es Zugang zu relevante Grundlagen und zu einem fundierten Verständnis der Informationsgesellschaft vermitteln. Laut der «NZZ» lief die Anhörung bis Anfang Mai. Darin stand auch der entsprechende Rahmenlehrgang zur Diskussion. Der Zeitung sagte die EDK, dass das Anliegen in der Anhörung eine hohe Akzeptanz gefunden habe. 

Neue Matur-Regelen nötig

Somit stehen die Zeichen gut, dass die EDK-Plenarversammlung Ende Oktober den Rahmenlehrplan Informatik erlässt. Dieser würde dann die Grundlage für die kantonalen Lehrpläne liefern. Anschliessend müsste nur noch das Schweizerische Maturitätsanerkennungsreglement entsprechend angepasst werden.

Ein weiterer Grund für die Unterstützung von mehr Informatik am Gymi: Die Erziehungsdirektoren möchten die gymnasiale Ausbildung auch für Knaben wieder attraktiver machen. Genau das hatten die Konferenz der Gymnasialrektoren am Wochenende gefordert.

Auch ausserhalb von Klassenzimmern gibt es Bewegung. So bietet etwa die Initiative «digitalswitzerland» diesen Sommer Camps für Kinder und Jugendliche an, in denen diese Werkzeuge der digitalen Welt kennen- und Coden erlernen können. Die Initiative wurde von Marc Walder (51) ins Leben gerufen. Er ist CEO des Unternehmens Ringier, zu dem auch die Blick-Gruppe gehört. (hlm)

 

Flixbus mit neuen Linien ab Zürich: Per Nacht-Express direkt nach Rom

ZÜRICH - Der deutsche Fernbusriese Flixbus lanciert heute neue Linien ab Zürich. Flug-Reisende könne profitieren.

Flixbus ist in Fahrt: Diese Woche wurde bekannt, dass das der deutsche Fernbus-Marktführer den österreichischen Anbieter Hellö schluckt. Kurze Zeit später kündigt Flixbus heute an, die Verbindungen aus der Schweiz heraus weiter auszubauen.

Über Nacht nach Rom

Ab Juni ergänzen vier neue Verbindungen den Fahrplan ab Zürich. So kann man erstmals über Nacht in die italienische Hauptstadt Rom fahren. Und das jeden Tag. Mittags gibt es neu eine Verbindung nach Como.

Auch Deutschland wird stärker an Zürich angebunden: Neue Direktverbindungen gibt es etwa nach Mainz und Augsburg.

Zum Abflug nach Memmingen

Auch Vielflieger dürfen sich freuen. «Aufgrund grosser Nachfrage», werden die Fahrten nach Memmingen mit einer Zusatz-Fahrt auf bis zu zwei pro Tag aufgestockt, schreibt Flixbus. In Memmingen steht der Allgäu-Airport mit zahlreichen Billig-Fluglinien.

 

Myanmar: Neue Runde von Friedensgesprächen in Myanmar

Myanmars faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi am Mittwoch bei der Eröffnungsrede der Friedenskonferenz.

Naypyidaw ? Myanmars faktische Regierungschefin und Aussenministerin Aung San Suu Kyi hat einen neuen Anlauf gestartet, die seit Jahrzehnten andauernden Aufstände ethnischer Minderheiten in dem Vielvölkerstaat zu beenden.

In der Hauptstadt Naypyidaw kamen am Mittwoch mehrere hundert Vertreter von Rebellengruppen für Beratungen über einen Waffenstillstand zusammen. Unter Leitung der Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi sollen sie über eine Stärkung des Föderalismus in Myanmar beraten, um den Minderheiten mehr innere Autonomie zu gewähren.

Föderale Prinzipien für Myanmar

Zum ersten Mal wird es dabei auch um die Frage gehen, ob sich Myanmars Bundesstaaten eigene Verfassungen geben dürfen. Beobachter sehen darin einen symbolisch wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Beilegung der Konflikte, die vor allem Myanmars Grenzregionen zu China und Thailand betreffen.

«Wir haben nun den Punkt erreicht, an dem wir grundsätzliche föderale Prinzipien beraten können, die für unser Land so wichtig sind» sagte Suu Kyi zum Auftakt der Konferenz. Die 71-Jährige ist seit vergangenem Jahr als «Staatsrätin» de facto Regierungschefin des südostasiatischen Landes. Sie wies Kritik ihrer politischen Gegner zurück, die ihr einen Stillstand des Friedensprozesses vorhalten. «Unsere gemeinsamen Bemühungen fangen an, Früchte zu tragen», sagte sie.

Friedenskonferenz mit Rebellen

Für Suu Kyi ist die mehrtägige Konferenz von Naypyidaw der zweite Anlauf für einen Friedensprozess. Sie wirbt für eine Nationale Waffenstillstands-Vereinbarung, die bislang aber von wichtigen Rebellengruppen abgelehnt wird. Beobachter gingen nicht davon aus, dass es bei der Konferenz bereits zur Unterzeichnung der Vereinbarung kommen wird.

An der Konferenz nehmen wichtige Rebellengruppen teil - so etwa die Vereinigte Armee der Wa-Staaten, die Kachin-Unabhängigkeitsarmee und die Arakan-Armee. Sie vertreten ethnische Minderheiten, die zum Teil schon seit Myanmars Unabhängigkeit vor sieben Jahrzehnten gegen die Zentralregierung kämpfen.

Die anhaltende Gewalt in den Grenzregionen belastet Suu Kyis Regierung und hemmt die Entwicklung des verarmten Landes. Die EU-Mission in Myanmar rief die Konferenzteilnehmer zu Beginn der Beratungen auf, «den Konflikt zu beenden».

 

Trump trifft heute den Papst: Versöhnung im Vatikan?

ROM (I) - Sie mögen sich nicht. Und gifteten sich an. Zwischen Papst Franziskus (80) und US-Präsident Donald Trump (70) klafft seit dem US-Wahlkampf ein tiefer Graben. Die heutige Audienz soll nun die Wogen glätten. Ganz züchtig montierte First Lady Melania sogar das Kopftuch.

Donald Trump (70) wandelt weiter auf christlichen Pfaden. Nach seinem Besuch in Bethlehem, dem Geburtsort von Jesus Christus, besucht der US-Präsident heute den Heiligen Stuhl. 19 Stunden ist Trump in Rom, bevor er weiterfliegt zum Nato-Gipfel nach Brüssel.

Erster Programmpunkt in Italien: Die Audienz beim Papst. Um 8.15 Uhr empfängt ihn Franziskus (80). Doch die Begeisterung des Pontifex über seinen Gast aus Washington hält sich in Grenzen.

Im Februar 2016 hatte Donald Trump im Wahlkampf versprochen: «Wenn ich Präsident werde, dann baue ich eine Mauer entlang der Grenze Mexikos.» Der Papst war zu dieser Zeit dort und reagierte empört: «Wer Mauern zieht statt Brücken zu bauen, der ist kein Christ.»

Donald Trump giftete gegen den Papst auf Facebook

Trump giftete auf Facebook zurück. Schändlich sei die Kritik. Der Papst sei eine «politisierende Person», die sich von den Mexikanern vor den Karren spannen liesse. «Kein Führer, schon gar kein religiöser, sollte das Recht haben, den Glauben eines anderen in Frage zu stellen», so Trump damals stinksauer. Und: «Wenn der IS den Vatikan angreift, wird sich der Papst wünschen und dafür beten, dass Donald Trump Präsident ist.»

Präsident ist Trump nun. Ob der Pontifex sich das gewünscht hat, bleibt dahin gestellt. Denn auch in Sachen Einwanderung und Klimaschutz trennt die beiden mächtigen Männer ein tiefer Graben.

Die heutige Audienz soll nun die Wogen glätten. Ehemalige US-Botschafter des Vatikans warnen Donald Trump. «Prahlerei kommt beim Papst gar nicht gut an», mahnt Ken Hackett (70), Vatikanbotschafter unter Barack Obama, «ich würde Trump vorschlagen, Demut zu zeigen und gut zuzuhören.»

Ex-Botschafter des Vatikans: «Der Fehlstart brauche einige Reparaturen»

Kollege James Nicholson (79), Vatikanbotschafter der USA von 2001 bis 2005 meint bei diesem Fehlstart dieser Beziehung müssten dringend «einige Reparaturarbeiten» vorgenommen werden. 

Doch just zu Trumps Gang nach Canossa, werden die Eckpunkte des Haushaltsplanes 2018 bekannt, mit dem der US-Präsident die Finanzen in den kommenden zehn Jahren sanieren will. 3,6 Billionen US-Dollar sollen eingespart werden. Vor allem bei den Armen. Weniger medizinische Versorgung für sie. Weniger Mittel für Behinderte. Weniger Unterstützung für mittellose Studenten. Weniger Lebensmittelmarken für Arbeitslose. Dafür mehr Investitionen für Rüstung und umweltschädliche Ölförderung. Barmherzigkeit sieht anders aus. 

Dennoch gab sich Papst Franziskus im Vorfeld sanft. «Wir müssen Türen finden, die zumindest teilweise geöffnet sind», sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche in einem Interview in Portugal, «eintreten, über Gemeinsamkeiten sprechen und vorangehen, Schritt für Schritt.»

Noch ist nicht bekannt, über was der Papst und Trump genau geredet haben.

Melania züchtig mit Kopftuch

Sicher ist aber: Ehefrau Melania hat ihren Kopf bedeckt. Während sie ihre Fans vor ein paar Tagen noch feierten, dass sie bei den Saudis ohne Kopftuch herumlief, gibt sie sich beim Papst ganz züchtig. Auch frühere First Ladys wie Michelle Obama oder Nancy Reagan bedeckten beim Papst-Besuch ihr Haupt.

 

Brand von Luzerner Mehrfamilienhaus: Bewohner musste aus dem Fenster springen

Im Luzernern Quartier Reussbühl brach gestern Abend ein Feuer aus. Eine Person und vier Feuerwehrleute verletzten sich.

Bei einem Brand im Luzerner Stadtteil Reussbühl ist am Dienstagabend eine Person schwer verletzt worden, weil sie aus einem Obergeschoss aus dem Fenster gesprungen ist. Verletzt wurden beim Einsatz auch vier Feuerwehrleute.

Wie das Feuerwehrkommando der Stadt und die Luzerner Polizei mitteilten, war die Feuerwehr kurz vor 18 Uhr wegen des Brandes in dem Mehrfamilienhaus an der Obermättlistrasse alarmiert worden. Noch bevor die Löschkräfte am Brandort eintrafen, sprang eine Person von einem oberen Geschoss aus einem Fenster und verletzte sich schwer.

Eine weitere Person, der der Fluchtweg abgeschnitten war, konnte mit Hilfe einer Autodrehleiter unverletzt in Sicherheit gebracht werden. Weitere 17 Personen, darunter sechs Kinder, konnten sich selbständig in Sicherheit bringen. Sechs Personen wurden vom Rettungsdienst vor Ort betreut, wie die Polizei schreibt.

Vier Feuerwehrleute verletzt

Nach Angaben der Feuerwehr war der Brand bereits weit fortgeschritten, als sie an der Obermättlistrasse eintraf. Die Flammen hatten bereits auf den Dachstock übergegriffen. Der obere Teil des Hauses brannte total aus. Vier Feuerwehrleute wurden verletzt und mussten in ärztliche Pflege gebracht werden.

Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nacht hinein. Die Brandursache ist nicht bekannt. Sie wird von der Luzerner Polizei untersucht. Total standen hundert Feuerwehrleute und weitere dreissig Einsatzkräfte der Polizei und der Rettungsdienste im Einsatz. (SDA)

 

Augenzeugen des Manchester-Anschlags berichten: «Es sah aus wie im Krieg»

Das Konzert war gerade zu Ende gegangen. Da sprengte sich im Eingangsbereich der Manchester-Arena ein Selbstmordattentäter in die Luft. Augenzeugen berichten von der Panik, die augenblicklich ausbrach.

Das hysterische Gekreische der Fans nach dem Auftritt von Popsternchen Ariana Grande war gerade erst verklungen, da hörten die Konzertbesucher einen ohrenbetäubenden Knall, gefolgt von panischen Schreien aus Richtung des Foyers der Manchester-Arena. 

Erst habe sie nicht gewusst, ob lediglich einer der riesigen pinkfarbenen Ballone, die zum Abschluss der Show in die Höhe stiegen, geplatzt sei, erzählt Konzert-Besucherin Isabel Hodgins (23) dem Sender «Sky News». Die britische Soap-Darstellerin befand sich auf dem Weg aus der Halle, als es im Eingangsbereich zur Explosion kam.

 

Doch rasch wurde aus der Verwirrung Entsetzen. «Alle gerieten in Panik, es kam zu Gedränge auf der Treppe», berichtet sie. «Der Gang war voll, es roch nach Verbranntem, da war ziemlich viel Rauch, als wir herauskamen.»

«Ich packte meine Tochter und wir rannten»

Der Attentäter sprengte sich in die Luft, als sich die ersten Fans auf den Heimweg machten. «Als wir rausgingen, hörten wir einen mordsmässigen Knall. Ich dachte erst, wir haben etwas beim Konzert verpasst», erzählt eine Mutter, die ihre 14-jährigen Tochter an das Konzert begleitet hatte, «BBC Radio Manchester». Sie seien extra bereits vor Ende der Show gegangen, um beim Ausgang nicht anstehen zu müssen. «Als wir um die Ecke kamen, sahen wir, wie es auf der Treppe zu einer panischen Flucht kam, einige Menschen stürzten», erinnert sich die Mutter. «Ich packte meine Tochter und wir rannten einfach.»

Andere Augenzeugen berichten von einem weissen Blitz, der aus dem Eingangsbereich der Halle gekommen sei. Plötzlich seien seine Hände voller Blut gewesen, erzählt Chris Parker (33), der sich ausserhalb der Konzerthalle befand, der britischen «Sun». «Es sah aus wie in einem Kriegsgebiet, dort wo sich die Kassen befinden.»

Auch der 19-jährige Ryan Morrison bekam den Horror aus nächster Nähe mit. «Ich hörte, wie jemand ?Bombe? schrie, dann begannen alle zu rennen. Es war ein Blutbad. Menschen wurden verletzt, als andere über sie trampelten, um rauszukommen», zitiert ihn «Manchester Evening News».

Verzweifelte Suche nach Familienangehörigen

Durch die heftige Detonation wurden Menschen Augenzeugenberichten zufolge mehrere Meter durch die Luft geschleudert ? so auch Andy Holey, der vor der Halle auf Tochter und Ehefrau gewartet hatte. «Als ich wartete, kam es zur Explosion, die mich etwa zehn Meter weit von der einen Seite der Türen zur anderen schleuderte», sagt er «BBC». Als er aufstand, habe er Menschen auf dem Boden liegen sehen. «Mein erster Gedanke war, dass ich in die Arena kommen muss, um meine Familie zu finden.» 

Haleys Angehörige überlebten den mutmasslichen Anschlag. Andere Eltern warteten vor der Arena vergebens auf die Rückkehr ihrer Liebsten. Am Morgen stieg die Anzahl Todesopfer auf 22 ? darunter mehrere Kinder. (lha)

 

Das jüngste Opfer des Terrors: Saffie wurde nur 8 Jahre alt

MANCHESTER GB - 22 Menschen starben beim Anschlag. Viele sind noch vermisst. Für die Eltern von Georgina (18) und Saffie (8) gibt es traurige Gewissheit. Ihre Kinder werden nie mehr nach Hause kommen.

Charlotte Campbell ist verzweifelt. Ihre Tochter Olivia war am Konzert von Ariana Grande in Manchester, als es dort gestern Abend zum Selbstmordattentat kam. Kurz bevor die Show losging, telefonierte sie noch mit ihrer Tochter. «Sie hatte gerade den Support Act gesehen und sagte, sie habe eine super Zeit. Sie bedankte sich bei mir, dass sie gehen durfte», erzählt die Mutter gegenüber «BBC». Seither fehlt von der 15-Jährigen jede Spur. Auf Twitter sucht die Familie seit dem Attentat mit Hochdruck nach dem vermissten Mädchen. 

Die Eltern von Georgina Callander (18) haben derweil inzwischen traurige Gewissheit. Auch nach dem Teenager wurde via Twitter gesucht, nachdem es Freunden und Familien nicht gelungen war, Kontakt mit der Vermissten aufzunehmen. Stunden später dann die bittere Nachricht: Das Mädchen sei gefunden worden, schrieben mehrere User als Reaktion auf die Vermisstmeldung auf Twitter. «Aber unglücklicherweise nicht lebend.» Laut Informationen der «Daily Mail» soll das Mädchen im Spital gestorben sein. Georgina war ein riesiger Ariana-Grande-Fan, erst vorgestern hatte sie auf Twitter noch geschrieben, wie sehr sie sich auf das Konzert freut.

Bei einem weiteren Opfer handelt es sich laut «Guardian» um die erst achtjährige Saffie Rose Roussos. Sie soll mit ihrer Mutter Lisa und Schwester Ashlee am Konzert gewesen sein. Die beiden wurden beim Anschlag verletzt und in verschiedenen Spitälern behandelt, seien aber ausser Lebensgefahr, schreiben Freunde auf Social Media. Nur Saffie war unauffindbar ? erst später folgte mit der Bestätigung ihres Todes die traurige Gewissheit.

«Bitte lass uns wissen, dass du sicher bist»

Auch viele andere Familien und Freunde suchten und suchen teilweise noch immer via Twitter und Facebook nach ihren Liebsten. Im Verlauf der Nacht posteten sie unter dem Hashtag «#missinginmanchester» Fotos der Vermissten verbunden mit der Bitte um Hilfe bei der Suche. 

Gleichzeitig laufen die Telefone bei der Polizei, den umliegenden Spitälern und Hotels heiss. Das Hotel Holiday Inn teilte mit, über 60 Kinder vorübergehend bei sich aufgenommen zu haben. Viele von ihnen haben offenbar ihr Handy im Chaos verloren. Deshalb ? und weil das Netz zeitweise zusammengebrochen sein soll ? haben viele Eltern bis heute keine Gewissheit darüber, ob ihr Kind noch lebt.

 

Auch das Schicksal von Lucy-Hannah Cross war lange ungewiss. «Bitte komm nach Hause und lass uns wissen, dass du sicher bist», schrieb ihre beste Freundin auf Twitter. Stunden später dann die grosse Erleichterung: Lucy sei in Sicherheit, man stehe mit ihr in Kontakt.

 

Mutter Campbell gibt die Hoffnung nicht auf

Es sind Nachrichten, die Charlotte Campbell dazu bringen, die Hoffnung noch lange nicht aufzugeben. «Ich bin zu Hause, rufe jeden an: Spitäler, Polizei, Zentren, in die die Kinder gebracht wurden. Ihr Vater sucht sie in Manchester. Ich habe Freunde, die sie suchen. Sogar Menschen, die sie gar nicht kennen, suchen nach ihr, schreiben mir, sie hätten sie fotografiert oder würden uns kontaktieren, wenn sie sie sehen.» Social Media habe sich dabei als unglaublich wertvoll erwiesen. «Tausende Menschen wissen, dass sie vermisst wird und suchen nach ihr. Ich kann diesen Leuten gar nicht genug danken.»

Während Twitter und Facebook in den Stunden der Ungewissheit für viele zum Rettungsanker wird, nutzen einige die Verzweiflung der Angehörigen aus, um mit gefälschten Vermisstmeldungen die Aufmerksamkeit der besorgten Community auf sich zu ziehen. So wurden bereits mehrere Aufrufe identifiziert, die offensichtlich Fake sind. Ein Verhalten, das viele User fassungslos macht. Und die Emotionen im Netz damit noch stärker hochkochen lässt. (lha)

 

Ticker: Salman Abedi (?22) löschte 22 Menschenleben aus: Das ist der Manchester-Bomber

An einem Konzert der US-Popsängerin Ariana Grande (23) hat es in der Manchester Arena eine Explosion mit mehreren Todesopfern gegeben. Die Polizei, bei der um 22.35 Uhr die ersten Meldungen eingegangen sind, behandelt den Vorfall als «möglichen Terror-Akt».

Es gab 22 Todesopfer und 50 Verletzte, teilte die Polizei in der Nacht mit. Der Manchester Arena zufolge habe habe sich der Vorfall ausserhalb der Konzerthalle ereignet, auf «öffentlichem Raum».

Britische Ermittler gehen von einem Selbsmordattentäter aus. Dies hat der US-Sender «CNN» von drei unabhängigen Quellen erfahren, die über die Situation informiert wurden. Offenbar habe der Attentäter eine Bombe gezündet, als die Konzertgänger die Halle verlassen haben. Diese Informationen wurden von offizieller Seite nicht bestätigt.

«Ich sah blutüberströmte Menschen»

Augenzeugen zufolge gab es am Ende des Konzert einen lauten Knall. «Die Lichter waren bereits aus, also wussten wir, dass es nicht zur Show gehörte», sagt eine Zeugin zum «Guardian». «Wir dachten, es sei eine Bombe. Da war viel Rauch.»

Ein weiterer Konzertgänger sagt der Zeitung: «Ariana Grande ist gerade hinter der Bühne verschwunden, als es einen lauten Knall und eine grosse Rauchwolke gab. Ich habe fünf blutüberströmte Menschen gesehen.»

 

Die Sicherheitskräfte forderten die Bevölkerung auf, sich von dem Gebiet fern zu halten. Die Polizei reagiere mit einem Grosseinsatz ? es sind schwer bewaffnete Polizisten, Helikopter und Sprengstoff-Experten vor Ort.

Der Bahnhof Manchester Victoria wurde laut BBC gesperrt. Anwohner berichteten von einem Knall, der die ganze Nachbarschaft erschüttert habe.

Videos von Augenzeugen zeigen, wie die Konzertgänger aus der Halle stürmen. Die Manchester Arena fasst rund 21'000 Menschen.

  

 

Ariana Grande sei unversehrt, teilt ein Vertreter ihrer Plattenfirma mit. (rey/SDA/stj)

 

Sie brachte Dutzende Teenies in Sicherheit: Die Heldin von Manchester

Paula Robinson (48) wurde in der Nacht auf heute zur Retterin in der Not. Die Britin kümmerte sich um Dutzende Jugendliche, als diese in Panik aus der Konzerthalle in Manchester flohen.

Zigfach wurde ihre Telefonnummer geteilt, ihr Aufruf hat sich im Eiltempo im Netz verbreitet: Paula Robinson aus England wurde in der Nacht auf heute zum Engel von Manchester.

Die 48-Jährige hatte sich zusammen mit ihrem Mann an einem Bahnhof nahe der Manchester-Arena befunden, als es dort gestern Abend zum Attentat kam. Sie habe die Detonation gespürt, sagt sie zur Nachrichtenagentur Reuters. Dann habe sie Dutzende Teenies gesehen, wie sie schreiend von der Halle wegrannten. 

Sie brachte die Jugendlichen in ein Hotel

Robinson reagierte sofort. Sie rannte zu den Jugendlichen und führte sie zu einem Hotel in der Nähe. Dort kümmerte sie sich um die in Panik geratenen Überlebenden und verbreitete via Facebook-Profil die Info, wo sich die Kinder befinden. 

«Bombe ging in Manchester hoch, haben eine Menge Kinder bei uns, bitte sagt weiter, dass wir sie zum Premier Inn an der Victoria Station bringen», schrieb sie. «Wir passen auf sie auf und bleiben bei ihnen», ergänzte sie weniger später.

Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Netz. Unzählige Menschen meldeten sich bei Paula Robinson, die sich über mehrere Stunden hinweg um die Teenager kümmerte. Später teilte sie mit, inzwischen nicht mehr vor Ort zu sein. Suchende sollen sich bitte an die offizielle Hotline wenden, liess sie ausrichten.

Auf Twitter sowie in britischen Medien wird die Frau inzwischen als Heldin gefeiert. Robinson sei eine «unglaubliche Person», ein Leuchtturm in der Dunkelheit dieses Horrors», schreibt ein User. Ein anderer meint: «Es braucht mehr Leute wie Paula Robinson.» (lha)

 

Gericht entscheidet im Mietschulden-Prozess: Van der Vaart muss für Sabia blechen!

 

Als sie in ihre Villa in Hamburg zogen, sah die gemeinsame Zukunft von Sabia Boulahrouz und Rafael Van der Vaart rosig aus. Nach dem Liebes-Aus lebte sie weiterhin auf seine Kosten. Als er aufhörte, die Miete zu zahlen, übernahm sie die Zahlungen aber nicht. Jetzt schritt das Gericht ein.

Sabia Boulahrouz (39) muss wohl bald die Möbelpacker bestellen. Ein halbes Jahr lang zahlte sie keinen Rappen Miete für die Luxusvilla, die sie mit Ex-Freund und Fussballer Rafael Van der Vaart (34) bezog. Jetzt verurteilt das Gericht nicht nur sie, sondern auch den Fussballer.

Van der Vaart bezahlte nach der Trennung weiter ihre Miete

Vor vier Jahren zog das damals glücklich verliebte Paar mitsamt Sabias Kindern in die Villa. 2015 kam das Liebes-Aus und der Fussballer zog aus. Doch Sabia blieb ? und Van der Vaart zahlte weiterhin rund 7000 Euro Miete. Bis 2016. Da kündigte er den Mietvertrag, Sabia aber nicht. Das Problem: Weil beide den Mietvertrag unterschrieben haben, blieb die Kündigung laut deutschem Recht ohne Sabias Einverständnis wirkungslos.

Im vergangenen November platzte Van der Vaart der Kragen: Er stellte seine Zahlungen ein. Doch Sabia rührte keinen Finger und blieb in der Villa wohnen. Die Mietschulden häuften sich (BLICK berichtete). Vor Gericht forderte der Vermieter 60'000 Euro, doch Sabia hat laut «InTouch» nichts von alldem gewusst. «Ich wurde erst vor circa zwei Wochen das erste Mal aufgefordert, an der Kündigung des Mietvertrags mitzuwirken», behauptete sie Anfang Mai.

Er muss über 35'000 Euro zahlen ? sie nur 4000 Euro

Laut «Bild» muss nun Rafael Van der Vaart tief in die Tasche greifen. Das Hamburger Gericht verdonnerte ihn jetzt dazu, die ausstehende Miete von November bis Februar zu zahlen. Macht insgesamt 34'632 Euro!

Sabia kommt mit einem blauen Auge davon. Sie muss sich die Kosten für den Monat März mit ihrem Ex teilen. Wer ihre Miete ab April blechen muss, ist noch unklar. Schliesslich ist Sabia bisher noch nicht ausgezogen. Gut möglich, dass noch mehr Kosten auf die beiden zukommen.

Schon ihr Ex-Mann musste Mietschulden zahlen

Pikant: Sabia hatte bereits 2013 ähnliche Probleme mit ihrem Ex-Mann Khalid Boulahrouz (35) und wehrte sich schon damals dagegen, eine Abzockerin zu sein. «Damals hatte mein Ex-Mann nicht rechtzeitig an der Kündigung des Mietvertrags mitgewirkt. Daher hat er auch den dadurch entstandenen Schaden getragen», sagte sie zur «Bunte». Dieser Schaden belief sich auf 20'000 Euro. Sabia musste nichts zahlen. (kyn)

 

Sport-Tagesticker: Rappi-Teammanager erleidet Schlaganfall

 

Um Schulden abzubauen: Sunrise verkauft über 2200 Mobilfunkmasten

Sunrise verkauft zahlreiche Handyantennenmasten.

Um Schulden abzubauen verkauft die Mobilfunkanbieter Sunrise über 2200 Handyantennenmasten.

Sunrise verkauft einen Teil seiner Handyantennenmasten. 2239 Mobilfunkmasten gehen für eine halbe Milliarde Franken an ein Konsortium der spanischen Cellnex, der Swiss Life und der Deutschen Telekom. Das Geld will Sunrise für einen Schuldenabbau einsetzen.

Das Geld will Sunrise vor allem für einen Schuldenabbau einsetzen, wie der zweitgrösste Telekomanbieter der Schweiz am Mittwoch in einem Communiqué bekannt gab. Die Transaktion betrifft die passive Netzinfrastruktur, das heisst vorwiegend Stahl- und Betonkonstruktionen.

Die gesamte aktive Infrastruktur des Mobilfunknetzes verbleibe bei Sunrise, hiess es weiter. Insgesamt hat das Unternehmen 3600 Handyantennen.

Der Verkauf ist keine Überraschung. Sunrise hatte bereits im Januar bekannt gegeben, über eine Veräusserung nachzudenken.

Mit der Transktion betritt die Nummer zwei der hiesigen Branche Neuland in der Schweiz: Alle drei grossen Mobilfunkanbieter Swisscom, Sunrise und Salt besassen ihre Antennenmasten bislang selber. Bei Swisscom und Salt ist ein solcher Verkauf gemäss früheren Angaben kein Thema.

In anderen Ländern gibt es den Trend zum Verkauf und Zurückleasen schon seit einigen Jahren. So hat etwa der französische Mobilfunkanbieter Bouygues im vergangenen Sommer mehrere hundert Masten in ländlichen Gebieten an die spanische Mobilfunknetzfirma Cellnex Telecom veräussert.

Auch Telecom Italia, die spanische Telefonica, die niederländische KPN oder die in Moskau gegründete Vimpelcom haben einen Mastenverkauf evaluiert oder durchgeführt. (SDA)

 

 

App ermittelt echte Handy-Surf-Geschwindigkeit: Sunrise lässt die Konkurrenz hinter sich

Jugendliche surfen auf ihren Smartphones im Internet (Archiv)

Laut einem Report von «Open Signal» hat Sunrise das schnellste mobile Internet. Swisscom punktet dagegen mit schnellen Reaktionszeiten.

Sunrise ist am schnellsten wenn es ums mobile Surfen im Internet geht. Zu diesem Schluss kommt das britische Unternehmen «OpenSignal». Mit einer Downloadgeschwindigkeit von 25,71 Megabit pro Sekunde (Mbps) lässt Sunrise die Konkurrenz Salt (17,25 Mbps) und Swisscom (16,33 Mbps) hinter sich.

Das Ergebnis kommt zustande, weil rund drei Viertel der gemessenen Verbindungen bei Sunrise über 4G und nicht über das langsamere 3G stattfanden.

6000 Geräte gemessen

Gemessen hat OpenSignal zwischenanhand des Surfverhaltens von Usern, die die OpenSignal-App nutzen. Zwischen 1. Februar und 30. April 2017 untersuchte das britische Unternehmen die Surf-Geschwindigkeit von mehr als 6000 mobilen Geräten.

Neben der Download-Geschwindigkeit wurde auch die Latenzzeit der Netze gemessen ? also jene Zeit, die zwischen Eingabe eines Datensignals und einer Reaktion des Systems vergeht. Hier schlug die Swisscom die anderen beiden Konkurrenten deutlich.

Der Schweiz insgesamt bescheidet der Report den mobilen Netzwerken: «exzellent». (grv)

 

Philippinen: Duterte nutzt Methoden von Diktator Marcos

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte verhängt während seines Besuches in Russland das Kriegsrecht über ein Teil seines Heimatlandes.

Manila ? Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat im Kampf gegen Islamisten über die südliche Region Mindanao das Kriegsrecht verhängt. Das Kriegsrecht könnte ein Jahr lang gelten, sagte der Präsident am Mittwoch in einer Video-Botschaft an seine Landsleute.

Duterte hatte mehrfach die Verhängung des Kriegsrechts bei einer Bedrohung der Sicherheit des Landes angedroht. Verkündet wurde das Kriegsrecht zunächst durch Dutertes Sprecher Ernesto Abella von Moskau aus, wo sich Duterte am Dienstag zu einem Staatsbesuch aufhielt.

Süden unter Kriegsrecht

In der landesweit im philippinischen Fernsehen übertragen Erklärung sagte Abella, die gesamte Region Mindanao, die rund ein Drittel des Landes ausmacht und in der rund 20 Millionen Menschen leben, werde unter Kriegsrecht gestellt. Es gelte gemäss der Verfassung für 60 Tage.

Später machte der 72-jährige Duterte in dem von der Regierung veröffentlichten Video deutlich, dass das Kriegsrecht auch länger - ein Jahr - andauern könnte. «Wenn es in einem Monat vorüber ist, dann wäre ich glücklich», sagte der Präsident.

Die Verhängung des Kriegsrechts ist auf den Philippinen besonders heikel, weil diese Massnahme von Diktator Ferdinand Marcos genutzt worden war, um seine zwei Jahrzehnte bis 1986 andauernde Herrschaft zu festigen.

Kämpfe in Mindanao

Die Region Mindanao besteht aus der gleichnamigen grossen Insel und weiteren kleineren Inseln. Muslimische Extremisten verüben dort im Kampf für ihre Unabhängigkeit auf den mehrheitlich katholischen Philippinen immer wieder Anschläge.

Am Dienstag kämpften Soldaten und Polizisten in der 200'000-Einwohner-Stadt Marawi auf der Insel Mindanao gegen dutzende muslimische Kämpfer. Dabei wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums mindestens ein Polizist und zwei Soldaten getötet. Die Islamisten sollen zudem ein Spital und ein Gefängnis besetzt haben.

Auf Fotos von Einwohnern, die in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden, waren Bewaffnete in den Strassen von Marawi zu sehen, die IS-ähnliche schwarze Fahnen aufhängten.

Duterte trifft Putin

Duterte traf am Dienstagabend in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammen. Zuvor hatte sein Sprecher angekündigt, Duterte werde seinen Besuch in Russland verkürzen. Zur Begründung für seine rasche Abreise führte Duterte aus, dass Einheiten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) «eine Provinz besetzen und es gibt Zusammenstösse, eine Militäroperation läuft.

Leider muss ich dort jetzt hin». Duterte wird international wegen seines erbarmungslosen Kampfes gegen Drogenhändler kritisiert, in dem bereits tausende Menschen getötet wurden.

 

Rückendeckung für billigste Krankenkasse der Schweiz: Santésuisse will Zetteli-Kasse retten

TURBENTHAL ZH - Der BLICK-Artikel über Daniel Rüegg, der in Turbenthal ZH ohne Computer die billigste Krankenkasse der Schweiz führt, warf hohe Wellen. Jetzt setzt sich Santésuisse für die Krankenkasse Turbenthal ein.

Daniel Rüegg (63) führt in Turbenthal ZH die billigste Krankenkasse der Schweiz ? ohne Computer, sondern nur mit Karteikarten und Schreibmaschine. Das passt dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) nicht in den Kram: Es hat beim Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen den Bewilligungsentzug gegen Rüeggs Kasse beantragt (BLICK berichtete).

 

Der Bericht von Ende April schlug hohe Wellen. Jetzt schaltet sich Santésuisse, der Dachverband der Krankenkassen, ein. Laut Daniel Habegger (53), Leiter Ressort Politik bei Santésuisse, reagiert das Bundesamt kleinlich: «Was das BAG Herrn Rüegg aufzwingt, ist völlig unverhältnismässig. Seine Kasse hat 400 Mitglieder und ist für die statistische Erhebung, die das BAG durchführt, nicht relevant.»

Sie sei finanziell völlig gesund, nicht systemrelevant. Sollte sie in Schieflage geraten, könnte jeder Kunde problemlos die Kasse wechseln, ohne Schaden zu nehmen.

Das BAG könnte eine Auge zudrücken

Dennoch fordert das BAG, dass Rüegg die Daten elektronisch zur Verfügung stellt. Das ist in der Verordnung über die Krankenkassen (KVV) so festgeschrieben. Nur steht dort auch drin: Das BAG kann ein Auge zudrücken, wenn «die Lieferung mangels technischer Voraussetzungen nicht möglich ist».

Santésuisse-Mann Habegger verspricht der Zetteli-Kasse volle Rückendeckung: «Daniel Rüegg ist der Exot der Branche. Wir schätzen ihn sehr. Solange er so gut wirtschaftet wie bisher, stehen wir voll hinter ihm.»

Über das BAG verliert er kein gutes Wort: «Wenn das BAG weiterhin allen Kassen seine Ideen aufzwingt, dann können wir gleich eine Einheitskasse aufmachen.»

Unterstützung aus der Politik  

Schon Anfang Mai eilte der Zürcher SVPler Gregor Rutz (44) Rüegg zur Hilfe. Er reichte im Nationalrat eine Interpellation ein. Das bedeutet, dass der Bundesrat nun in dieser Frage Stellung beziehen muss.

BLICK machte Rutz? Vorstoss publik. Der Nationalrat sagte, es sei «bedenklich, dass die sturen Vorgaben des BAG vielleicht sogar die Liquidation der Kasse erzwingen könnten».

Das BAG wehrt sich: «Ziel der Aufsicht ist es ? gestützt auf das Gesetz ? die Versicherten zu schützen. Nur bei vielfältigen Gesetzesverstössen eines Versicherers wird, wie im vorliegenden Fall, der Bewilligungsentzug beantragt.» Aufgrund des laufenden Verfahrens könne man sich zum Fall nicht weiter äussern.

 

«Iceman» wieder Single: Liebes-Aus bei Carlo Janka und seiner Myriam

Nach sechs Jahren haben sich Ski-Star Carlo Janka (30) und Myriam Joos getrennt.

Nach sechs Jahren trennen sich die Wege von Carlo Janka und Myriam Joos. Das erste Kapitel ihrer Liebe hatte Hollywood-Potential: Kurz nach seiner Herz-Operation im Frühling 2011 hat der Ski-Star das Herz der einstigen Miss-Südostschweiz-Kandidatin erobert.

Es hat nicht allzu lange gedauert, bis die gelernte Bankkauffrau aus Ilanz mit dem «Iceman» in Obersaxen eine schmucke 4-Zimmerwohnung bezogen hat.

Doch seit ein paar Wochen ist der letzte Schweizer Gesamtweltcupsieger (Saison 2009/2010) wieder allein zu Hause. Über die Gründe will Carlo in der Öffentlichkeit nicht sprechen.

 

14 Walliser zum 14. Cupfinal: «Unser Zaubertrank heisst Fendant»

Sion steht zum 14. Mal im Schweizer Cup-Final. 14 prominente Walliser sagen, warum Sitten den Pokal zum 14. Mal nach Hause holen wird.

Dreizehn Cupfinals hat der FC Wallis gewonnen. 13 von 13! So viele, wie das Walliser Wappen Sterne hat, die für die 13 Bezirke stehen. Nun steht Sion zum 14. Mal im Final ? und will diese weltweit wohl einmalige Serie weiterführen. Obwohl die Sterne ausgegangen sind.

14 prominente Walliser sagen, was sie vom Mythos halten. Und warum die Serie hält. Stellvertretend Georges Bregy: «Wenn man als Walliser in einem Cupfinal steht, bringt man den Pokal auch heim!»

Jean-Michel Cina, SRG-Präsident, Bruder von Sion-Legende Dominique Cina
«Es ist ähnlich wie im gallischen Dorf bei Asterix: Die Walliser haben einen Zaubertrank namens Fendant. Und für die Nicht-Wein-Trinker halt einen individualisierten Trank. Das macht sie unbesiegbar. Zusammen mit dem ganzen Wallis, das sich dann zusammenschliesst, gibt das eine fast irrationale Kraft. Ich bin Zweckoptimist und sage: Das reicht auch am Donnerstag wieder zum Sieg.»

FC-Sion-Legende Jean-Paul Brigger, vierfacher Cupsieger
 «Uff! Der Cup-Mythos ... Ich denke, der Walliser kann sich sehr gut auf ein Duell einstellen. Auf den Tag genau bereit sein. Deshalb war Sion auch erst zweimal Meister. Der Cup aber vereint das Ober- und Unterwallis, allen Differenzen zum Trotz. Am Donnerstag spielt die mit Abstand beste Mannschaft des Landes gegen den absoluten Cup-Spezialisten. Basel ist über 30 Punkte besser als Sion. Ich sage: fifty-fifty.»

Gebirgslegende und Hotelier Art Furrer
«Die Kuhkämpfe sind ja irgendwie symbolisch für das Wallis. Genau so kämpfen die Sion-Spieler im Cupfinal. Nein, vielleicht sogar eher wie Löwen. Und mit CC haben sie einen unerbittlichen Vorkämpfer. Deshalb glaube ich, dass die das wieder packen. Zweifel sind keine erlaubt, sonst gewinnt man nicht.»

Diego Mathier, Schweizer Winzer des Jahrzehnts
«Für die Generation Brigger, Bregy, Bonvin, Cina und Pittier hiess das offizielle Walliser Doping Fendant oder Petite Arvine. Nun ist es CC, der immer wieder einen speziellen Hasen aus dem Hut zaubert. Und weil das gesamte Wallis im Cupfinal zusammensteht und das jeweilige Stadion zu einer Heim-Arena und für den Gegner zum Inferno macht, gewinnen sie auch diesmal.»

Abfahrts-Olympiasieger Didier Défago
«Wir Walliser sind Alles-oder-nichts-Typen. Darum können wir an Finaltagen besonders über uns hinauswachsen. Vielleicht habe ich auch deshalb als Skirennfahrer nie die Weltcup-Gesamtwertung gewonnen, sondern in einer Minute, 54 Sekunden und 31 Hundertstel die Olympia-Abfahrt 2010. Bei solchen Wettkämpfen nützt dir der Rechenschieber nichts. Da musst du bereit sein, etwas Aussergewöhnliches zu versuchen und zu  riskieren. Ich glaube fest daran, dass mein FC Sion den FCB mit 2:1 besiegt und zum 14. Mal den Cup gewinnt.»

Skiweltmeister Daniel Albrecht
«Ich bin ja im Normalfall kein  Fussball-Anhänger, die Meisterschaft läuft an mir vorbei. Aber bei einem Cup-Final mit dem FC Sitten avanciere sogar ich zum Fan, weil diese Veranstaltung weit über den Fussball hinausgeht. Das ist ein richtiges Walliser Volksfest! Darum: Hopp Sion, ich tippe auf ein 1:0 für uns.»

Weltcupsiegerin Fränzi Aufdenblatten
«Der Cup bedeutet für uns Walliser einfach alles. Deshalb wird auch der grösste Teil meiner Familie am Donnerstag in Genf im Stadion sitzen, meine Mutter ist ein besonders eingefleischter Sion-Fan. Ich war bei allen Sion-Cupfinals in der Neuzeit dabei. Das schönste Spiel war für mich 2011 Sions Sieg über Didier Cuches Xamax. Ob ich am Donnerstag erneut zum Final fahre, weiss ich noch nicht. Vielleicht werde ich das Spiel auch meinen Nerven zuliebe vor dem Fernseher verfolgen. Mein Tipp: Sion gewinnt 2:1.»

Christophe Darbellay, ehemaliger Nationalrat und CVP-Präsident, Staatsrat VS
«Den Cupfinal werde ich vor Ort im Stade de Genève schauen. (Er lacht) Das ist ein Muss! Ich gehe davon aus, dass die ganze Walliser Regierung vor Ort sein wird. Sions Cup-Mythos hin oder her, das wird sowieso ein historisches Ereignis. Aber klar, ich setze auf einen Sieg von Sion. Es wird sicher nicht einfach, aber das 2:2 vom letzten Donnerstag gegen Basel stimmt mich zuversichtlich. Ich bin guter Hoffnung.»

Ex-Fifa-Präsident Sepp Blatter
«Die Verbindung zwischen dem FC Sion bzw. dem ganzen Kanton Wallis und dem Schweizer Cup ist quasi in den Berg gemeisselt und eigentlich so unverrückbar wie das Matterhorn. Alles begann mit dem ersten Cupsieg 1965, einem 2:1 gegen Servette. Damals setzte sich eine richtiggehende Völkerwanderung vom Wallis nach Bern in Bewegung ? darunter eine rund 20-köpfige Delegation von Prominenten, die den Weg in die Bundesstadt zu Fuss zurücklegte, mit dem Versprechen, dass sie bei einem Sieg auch zu Fuss ins Wallis zurückkehren würde. Dieses Versprechen wurde eingelöst. Seither ist der Schweizer Cup ein Walliser Kulturgut. Daran ändert auch der Austragungsort des Finals nicht. Und Genf ist sowieso eine Walliser Stadt ? und die perfekte Bühne für den 14. Triumph im 14. Endspiel.»

Sina, Sängerin
«Es ist dieser Walliser Zaubertrank, die geheime Rezeptur aus Walliser Bodenschätzen, die der Mannschaft Flügel verleiht. 13 Sterne im Kantonswappen, 13 Cupsiege ? das hat psychologisch einen Einfluss. Am Schluss wird die körperlich und mental stärkere Mannschaft siegen. Ich tippe darauf, dass dies Sion sein wird.»

Snowboard-Olympiasiegerin Patrizia Kummer
«Noch keine Niederlage im Cupfinal ? das ist schon eine sehr spezielle Geschichte. Ich glaube, dass eine solche Serie einen Sportler zusätzlich beflügelt. Du willst unter keinen Umständen der Erste sein, der den Final verliert. Und: Constantin wird die Mannschaft schon richtig einstimmen. Tipp: Basel ? Sion: 2:3.»

Abfahrtslegende Roland Collombin
«Schwierig zu sagen, warum der FC Sion all seine Finals gewinnt. Vielleicht liegt es am Support der Fans, denn die verstehen sich zu mobilisieren wie sonst niemand. Auch in Genf werden die Basler da absolut keine Chance haben! Und weil es in der Meisterschaft meistens knorzt, muss sich Sion halt im Cup schadlos halten. Vor allem, wenn man in den Europacup will. Das wird auch diesmal klappen, denn Sion gewinnt. Ganz sicher!»

Georges Bregy, zweifacher Cupsieger mit Sion und Cupfinalverlierer mit YB gegen Sion
«Die Fans haben diesen Mythos begründet. Wenn Du als Spieler da einläufst, dann ist diese Walliser Wand elektrisierend. Es verpasst dir fast physisch einen Stromstoss! Und als Gegner kannst du nichts dagegen machen. Du bist richtiggehend verschossen! Wenn man als Walliser an einen Cupfinal geht, bringt man den Pott auch heim. Auch 2017.»

Lolita Morena, Moderatorin, Ex-Frau von Lothar Matthäus, wohnhaft in Crans-Montana
«Das ist doch irgendwie Schicksal, vorbestimmt, wie ein Wunder! Und gegen das Schicksal anzukämpfen, ist enorm schwierig. Diese Serie ist unglaublich! Sie soll unbedingt weitergehen. Ich drücke jedenfalls ganz fest die Daumen für den 14. Sieg! Zumal Sion nun auch einen Walliser Trainer hat.»

 

Quelle: blick.ch

 

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Quelle: http://www.trinler.net/de/news/boulevard/blick.html
Gedruckt am: 24.05.2017 10:05 GMT+0200 (2017-05-24T10:05:47+02:00)