Schlagzeilen der Blick

Schlagzeilen der Schweizerischen Boulevardzeitung Blick.

Sie stechen wieder zu: Schützen Sie sich vor lästigen Mücken

Die Mücke saugt Blut, weil sie Protein braucht, um Nachkommen zu produzieren.

Heisses Wetter und feuchte Temperaturen: der Traum aller Stechmücken. Im Juni laufen ihre Brutstätten zu Hochform auf und bald schwirren uns die Plagegeister zu Tausenden um den Kopf. Da man die lästigen Biester kaum losbringt und der Juckreiz ihrer Stiche sehr unangenehm ist, rüsten Sie jetzt Garten, Balkon und Innenbereich auf, damit Sie den Sommer in Ruhe geniessen können.

Mückensaison Juni bis September

Anfang Juni bis Ende September, das ist die Hauptsaison der Stechmücken. Wohl fühlen sich die Plagegeister vor allem in feuchten Gefilden und dort, wo es Grün ist und sie genügend Nahrungsquellen haben. Darum sieht man sie an Seen und Flüssen jeweils in ganzen Kolonien über dem Wasser tanzen. Wahrscheinlich besprechen sie dann die beste Strategie uns alle beissende Pusteln zu verpassen. Darum wappnen Sie sich am besten früh genug. Wir haben ein paar wichtige Utensilien gegen Mückenplagen für Sie ausgesucht.

Mückenarmband

Das ParaKito Armband gegen Mücken funktioniert wie ein Parfum. Mit ätherischen Ölen versehen, wirkt es als natürlicher Abwehrstoff gegen Mücken. In verschiedenen Farben erhältlich sehen die Armbänder zwar nicht super schick, aber auch nicht total daneben aus. Ein gutes Accessoire für die Ferien, wenn man keine Lampe oder Kerzen im Gepäck mitbringen kann.

 

Ultraschall Mückenstecker

Die Mückenstecker mit Ultraschall lassen sich bequem an jeder Steckdose anbringen und vertreiben Mücken, ohne den Menschen zu stören. Die Ultraschallwellen sind weder sicht- noch hörbar für Auge und Gehör.

 

 

 

Solar Mückenfalle

Jetzt wirds brenzlig für Mücken und andere Insekten. Diese Lampe für Garten oder Balkon lässt sich einfach installieren, ist wasserfest und braucht dank Solarenergie keinen Strom. Auch für Camper eine spannende Alternative zu Kerzen.

 

 

Elektrische UV-Lampe

Das bläuliche UV Licht wirkt wie ein Magnet auf Mücken. Kommen Sie dieser Lampe zu Nahe ist allerdings schnell Schluss mit lustig. Ideal für den Aussenbereich, im Garten oder auf dem Balkon. Die Geräuschkulisse kann je nachdem stören, wenn grössere Insekten der Lampe zu nahe kommen.

 

 

Zitronella Kerzen

Grosse und grelle Lichtquellen ziehen Mücken an, darum stellt man im Sommer meist Kerzen auf. Netter Nebeneffekt: das warme Licht der Flammen sorgt für gemütliche Stimmung. Mit dem frischen Duft von Zitronengras vertreiben sie gleichzeitig Mücken und Fliegen.

 

 

Insekten-Spiralen

Kein Favorit, aber ein effektives Mittel gegen Mücken. Die Spiralen werden im Aussenbereich angezündet und geben über mehrere Stunden ihren Duft ab, der allerdings nicht sehr angenehm riecht. Trotzdem eine gute Variante für Camper oder am Lagerfeuer, wo der Rauchgeruch nicht mehr auffällt.

 

Was passiert bei einem Mückenstich?

Der Stich einer Mücke bleibt weitgehend unbemerkt. Erst später, wenn die Haut sich rötet und juckt, nimmt man Kenntnis vom Angriff auf die Blutreserven. Anders als bei Insekten wie Biene oder Wespe, erfolgt der Stich schmerzlos, verfolgt aber auch ein anderes Ziel. Mit dem Stech- und Saugrüssel pumpt die Mücke erst eine Mischung aus Speichel und Gift unter die Haut, die als lokales Betäubungsmittel dient und die Blutgerinnung stoppt. Es erleichtert der Mücke das schmerzlose Eindringen in die Haut und das ungestörte Aussaugen Gleichzeitg übertragen Mücken so auch Krankheiten wie zum Beispiel Malaria auf den Mensch.

Bei unserem Immunsystem bleibt der Eingriff nicht unbemerkt. Die betroffene Stelle schwillt an, wird rot und beginnt zu jucken. Kratzen hilft nicht und machts nur noch schlimmer. Der Stich könnte sich entzünden und hässliche Narben hinterlassen. Bis die Schwellung abgeheilt ist, sollte man die betroffenen Stellen kühlen. Dafür gibt es entsprechende Salben und Gels, ab und an ein Eispack hilft auch.

 

 

Im April wurde noch verlängert: Aarau trennt sich per sofort von Trainer Schällibaum!

Aus die Maus im Rüebliland: Marco Schällibaum ist in der kommenden Saison nicht mehr für die 1. Mannschaft des FC Aarau verantwortlich.

Wumms! Dienstagmorgen und es kracht im Aargau.

Der FC Aarau teilt mit, dass man die neue Saison ohne Marco Schällibaum (55) an der Linie plant. Der Verwaltungsrat habe sich zu diesem Schritt entschieden. Über einen möglichen Nachfolger werde in den nächsten Tagen informiert.

«Nachdem sich die sportliche Entwicklung in der zu Ende gegangenen Saison nicht wunschgemäss eingestellt hat, hat der Verwaltungsrat der FC Aarau AG beschlossen, die neue Saison nicht mehr mit Marco Schällibaum als Cheftrainer zu planen», steht in der Medienmitteilung.

Der Entscheid sei Schällibaum und dem Team umgehend mitgeteilt worden.

Die Resultate seit der Vertragsverlängerung an Schällibaums Geburtstag (6. April) waren alarmierend: In den 10 Partien setzte es 8 (!) Pleiten und nur 2 Siege ab.

Als Schälli-Nachfolger geistern schon neue Namen durchs Brügglifeld. Der ehemalige Fussballprofi Thomas Brdaric und Kriens-Trainer Marinko Jurendic. (fan/mi.w.

 

Endlich wehren sich die Politiker: Aufstand gegen Ausverkauf an die Chinesen

Inland - Hans-Ueli Vogt

Jetzt befasst sich die Schweizer Politik mit der chinesischen Übernahme von Schweizer Traditionsfirmen. SVP-Nationalrat Hans-Ueli Vogt verlangt Antworten vom Bundesrat.

China ist im Einkaufswahn ? auch in der Schweiz. Letztes Jahr hat sich das Reich der Mitte an über 300 Firmen in Europa beteiligt. 86 Milliarden US-Dollar gaben chinesische Investoren für die gigantische Übernahmewelle aus. 46 Milliarden davon in der Schweiz ? also mehr als die Hälfte! Der Grund: Die staatliche Chemchina schluckte für 43 Milliarden den Agrochemikonzern Syngenta. Anfang Mai wurde der Deal besiegelt.

Jetzt beschäftigt sich auch Bundesbern mit dem Kaufrausch Chinas. Diese Woche reicht SVP-Nationalrat Hans-Ueli Vogt zwei Vorstösse ein. Der Professor für Wirtschaftsrecht ist besorgt ? aus volkswirtschaftlichen Gründen: Solche Übernahmen seien «eine Verstaatlichung von Teilen der Schweizer Wirtschaft und sie verstossen gegen Grundprinzipien der Marktwirtschaft».

«Die Schweiz macht sich zur Gehilfin chinesischer Machtpolitik»

Die Firmenkäufe seien «Teil eines von der chinesischen Führung beschlossenen Masterplans». Systematisch würden Know-how, Technologien und ganze Wertschöpfungsketten aufgekauft, die in der Schweiz dann fehlten. «Wir verkaufen unser Wissen an die Chinesen», sagt der Zürcher. Besonders problematisch seien Übernahmen von Firmen, die für die Schweiz wichtige Infrastrukturen etwa im Bereich Energie betreiben.

Auch aussenpolitisch ist der Ausverkauf laut dem SVP-Nationalrat kontraproduktiv: «Es geht um den globalen Machtanspruch Chinas. Die Schweiz, die der Übernahme ihrer Unternehmen durch chinesische Staatsfirmen neutral oder gleichgültig gegenübersteht, macht sich zur Gehilfin chinesischer Machtpolitik.»

Appell an die Firmenbosse

Vogt verlangt vom Bundesrat jetzt Antworten auf die Bedrohung der volkswirtschaftlichen und aussenpolitischen Interessen der Schweiz. Was aber schlägt er selbst vor? Neue Gesetze oder Verbote brächten wenig. «Mein Ziel ist ein breiter Appell an die Verwaltungsräte von Schweizer Firmen, bei Kaufangeboten chinesischer Staatsbetriebe auch an die Interessen der Schweiz zu denken.»

Politiker anderer Parteien teilen Vogts Sorgen.«Die Schweizer Wirtschaft muss sehr wachsam bleiben und auf Innovation setzen, damit sie nicht einem Ausverkauf ihres Wissens und ihrer Technologie unterliegt», sagt FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter.

Wie du mir, so ich dir

Die Wirtschafts- und Aussenpolitikerin kritisiert die Ungerechtigkeit, dass hiesige Firmen im Gegenzug in China kaum Firmen erwerben können. «Die Schweiz muss gleich lange Spiesse einfordern.» Der Freihandelsvertrag mit China biete eine gute Möglichkeit dazu. Ähnlich tönt es bei CVP-Chef Gerhard Pfister: Die Politik müsse sich dafür einsetzen, dass für Schweizer Unternehmen im Ausland ein guter Marktzugang möglich sei.

Die Präsidentin der parlamentarischen Gruppe Schweiz-China, Corina Eichenberger, will die chinesischen Firmenkäufe an einem der nächsten Treffen thematisieren. «Wir müssen zurückhaltend sein, schliesslich sind wir ein liberales Land», so die FDP-Nationalrätin.

Abwehrgesetz für sensible Branchen

Sollte es in Zukunft aber vermehrt chinesische Übernahmen geben, müsste sich die Schweiz Gedanken machen. «Denkbar ist, gewisse Branchen, die für die Schweizer Interessen bedeutend sind, vor Übernahmen zu schützen», so Eichenberger.

In die gleiche Richtung gehen Bestrebungen im EU-Parlament. Abgeordnete verlangen, dass «strategische Sektoren» wie Energie, Verkehr, Telekommunikation, Gesundheit und Wasserversorgung nicht mehr an China verkauft werden dürfen.

 

Sport-Tagesticker: Girl (8) von Frauen-Turnier ausgeschlossen, weil sie wie Bub aussieht

 

Timea, bestraf Mladenovic! Kiki klaute Stan die Geste

Finger an die Stirn. Soll heissen: Hier oben im Kopf beginnt der Weg zum Sieg. Zeigt Kämpferin Timea Bacsinszky morgen Kiki Mladenovic den Weg nach Hause?

Wenn Timea Bacsinszky den Court Central «Philippe Chatrier» besetzt, wird das Stadion kochen. Nicht unbedingt wegen ihr. Vor allem ihre Gegnerin Kristina Mladenovic macht die rund 15000 Fans heiss. «Kiki» ist nicht nur Französin ? was im chauvinistischsten aller Tennisländer eh ein grosser Vorteil ist. Die 24-jährige Weltnummer 14 reisst seit Beginn dieser «Quinzaine» mit ihrer Geschichte, ihren beherzten Auftritten, die mit dem Sieg über Titelverteidigerin Garbine Muguruza ihren Höhepunkt fand, von den Stühlen. 

Es beginnt mit einem Zwicken im Rücken, das Mladenovic einen Tag vor ihrem Auftaktmatch plagt. Sie hangelt sich dann zum Sieg über Jennifer Brady (USA) bis zum 9:7 im dritten Satz, und auch in der 3. Runde gegen Shelby Rogers (USA, 8:6-Sieg im Dritten) steht sie mehrmals mit dem steifen Rücken zur Wand. Ihre Aufschläge ? sonst eine Stärke der 1,83m-grossen Kiki ? sind desolat. Nur dank ihrer enormen Willenskraft und Kämpfernatur schafft sie es in die Viertelfinals.

Dank Stans Geste eben, die sie perfekt imitiert und die ihr ebenso wie dem Schweizer Dreifach-Grand-Slam-Sieger offensichtlich hilft. Auch er wird heute gegen Frankreichs Publikumsliebling Gaël Monfils alle Sinne beisammen behalten müssen. Konzentriert bleiben müssen, wenn die Menge ausser Rand und Band gerät, ihre Wellen schlägt, Fanfaren bläst und im Chor skandiert. 

Die «Kiki, Kiki, Kiki»-Rufe wollten im letzten Match gegen die spanische Vorjahressiegerin gar nicht mehr aufhören. Muguruza verliess den Court «Suzanne Lenglen» sichtlich zerschmettert, in der folgenden Medienkonferenz brach sie in Tränen aus. «Unfair?», fragte Mladenovic später unschuldig, «nein, ich denke nicht, dass sie die Grenze überschritten. So ist eben der Sport.»  

Als bekennende Liebhaberin des Teamsports will sie den Centre Court morgen in ein Fussballstadion verwandeln. «Ich liebe diese Atmosphäre und kann offenbar aus den Fans viel herausholen.» Wie mit der berühmten Wawrinka-Geste.

Timea Bacsinszky ist gewarnt. Aber auch sie kann sich von solch einer Stimmung tragen lassen. «Auf diesem Court passiert stets etwas spezielles mit mir», sagte sie vor und während dem Turnier. Sie werde sich an die Augen ihres Coaches Dimitri Zavialoff heften. «Das bringt mir in solchen Momenten enorm viel. Ich spiele nicht nur für die Fans, sondern auch für mein Team, meine Familie.» Und dann wird sie ihre Geste auspacken: die geballte Timi-Faust!

 

Timea nach Sieg über Williams an den French Open: «Dieser Platz in Paris löst etwas Besonderes in mir aus»

Obwohl sie Satz 1 nach 5:1-Führung verliert, gibt Timea Bacsinszky nicht auf. 6:2, 6:1 gewinnt sie die nächsten zwei Sätze gegen Venus Williams (WTA 11)!

Kontinuierlich hat sich Timea Bacsinszky (WTA 31) von den kleinen zu den grossen Plätzen vorgearbeitet. Begann sie in der ersten Runde noch auf einem abgelegenen, nach ihrem Geschmack zu unruhigen Nebenplatz, besetzte sie in den Runden 2 und 3 bereits Aussenplätze mit mittelgrossen Tribünen. Gegen die bald 37-jährige US-Legende Venus Williams darf sie nun an diesem Pfingstsonntag endlich auf den nicht minder legendären Court Central. 

Und was die Zuschauer dort sehen ist Frauen-Tennis von seiner unterhaltsamen Seite. Timea nimmt der 1,85m-grossen Venus gleich zum 2:1 den Aufschlag ab ? und vergrössert ihren Vorsprung noch auf 5:1. Doch was dann im prall gefüllten Stadion geschieht, ist für die vielen Timea-Fans kaum mit anzusehen. Die 27-jährige Lausannerin wird zunehmend nervös, streut vor allem mit der Vorhand Fehler ein. Die Williams spielt hingegen immer solider ? und gewinnt den Durchgang schliesslich nach zwei abgewehrten Satzbällen 7:5!

Doch eine Timea Bacsinszky gibt niemals auf. Einmal mehr nimmt die Kämpfernatur ihr Herz in die Hand. Wieder beginnt sie mit einem frühen Break. Doch obwohl die ältere Schwester der derzeit schwangeren Tennis-Dominatorin Serena sich auch diesen kleinen Vorsprung umgehend wieder zurückholt, behält die Schweizerin diesmal die Nerven und bringt den zweiten Satz 6:2 nach Hause.

«Dass ich nach einer so grossen Enttäuschung nach dem ersten Satz dann in den nächsten Sätzen so deutlich gewinne, ist schon speziell. Aber ich sagte ja bereits zuvor: Dieser Platz in Paris löst etwas Besonderes in mir aus», erklärt Timea ihr Comeback.

Auch das Publikum sei eine grosse Hilfe gewesen: «Meinen Namen iso oft und so laut zu hören, war grossartig. Solche Momente sind die schönsten in meinem Leben ? für sie arbeite ich so hart», sagt die Schweizerin.

Von diesem Hoch kann sie Venus nicht mehr runterziehen. Timea besiegelt das zweieinviertelstündige Match in Satz 3 gar mit 6:1! «Ich Favoritin gegen Venus? Das ist wohl ein Witz», sagte Bacsinsky, die in Paris letztes Jahr die Viertelfinals, 2015 gar die Halbfinals erreicht hat, vor dieser Partie. «Seht doch mal, wie viele Grand-Slam-Titel sie hat!»

Sieben an der Zahl, noch keinen aus Paris. Und dabei wird es vorerst auch bleiben. Exakt wie im Vorjahr scheidet die ältere Schwester von Serena Williams im Achtelfinal aus. Und ihre Schweizer Bezwingerin zieht in ihren insgesamt vierten Major-Viertelfinal ein.

Hier erwartet sie erneut eine mega-schwierige Aufgabe: Kiki Mladenovic und das parteiische französische Publikum auf dem Centre Court, der zum Hexenkessel werden wird.

«Mladenovic ist Französin und wird das Publikum auf ihrer Seite haben. Aber ich spiele ja nicht nur für die Fans hier, sondern auch für mich, mein Team und meine Familie. Wenn ich meine Leute auf der Tribüne ansehe, dann gibt mir das auch enorm viel Kraft», sagt Timea kampfbereit.

Kiki, die beste Freundin von Belinda Bencic, die sich derzeit von einer Handgelenk-OP erholt, eliminierte keine Geringere als die spanische Titelverteidigerin Garbine Muguruza. 

 

Murray locker in den Viertelfinals: Ylena In-Albon feiert ersten Sieg an einem Grand Slam

6:0, 6:1 eilt die letzte Schweizer Juniorin in Roland Garros in Runde 2. Eine Premiere für Ylena In-Albon!

Die 18-jährige Ylena In-Albon feiert eine Premiere in Paris. In ihrem vierten Versuch an einem Major-Juniorinnenturnier übersteht die Qualifikantin zum ersten Mal eine Runde im Hauptfeld. Aber wie!

Beim 6:0, 6:1 gegen Manon Leonard gönnt sie der Französin in 40 Minuten gerade mal 16 Punkte. Eine souveräne Leistung der Walliserin, mit der sie eine Gruppe Schweizer Zuschauer, unter denen auch Yves Allegro, Heinz Günthardt und Claudio Mezzadri staunten, beeindruckt. 

«Meine Gegnerin machte aber auch viele Fehler, sie war wohl etwas nervös», mag sich die hinter Rebeka Masarova zweitbeste Nachwuchsspielerin von Swiss Tennis nicht zu sehr loben.

Morgen trifft die derzeitige Nummer 596 der Welt ist, auf die Italienerin Tatiana Pieri (WTA 781). In-Albon: «Wir kennen uns sehr gut, unserer Matches sind immer sehr eng. Aber zweimal habe ich gewonnen!»

Murray problemlos

Die Weltnummer 1 Andy Murray macht im Achtefinal mit dem Russen Karen Chatschanow (21, ATP 53) kurzen Prozess: In gut zwei Stunden fertigt der Schotte den Überraschungsmann  mit 6:3, 6:4 und 6:4 ab. Murrays nächster Gegner ist der Japaner Kei Nishikori, der Fernando Verdasco ist vier Sätzen aus dem Turnier wirft.

Nach dem Spiel sind Murrays Gedanken nicht mehr beim Sport sondern bei den jüngsten Terror-Anschlägen. An die Fans gerichtet sagt er: «Vor zwei Tagen ereignete sich diese Tragödie in London. Und wir hatten schon die schrecklichen Ereignisse in Manchester. Auch Paris war schon betroffen von Anschlägen. Meine Gedanken und meine Gebete gelten allen Leidtragenden. Europa, ja die ganze Welt wurde dadurch sehr betroffen. Ich bin froh, dass ihr immer noch alle kommt, uns unterstützt und für eine fantastische Atmosphäre sorgt.»

Weitere Resultate:
Halep - Suarez Navarro 6:1, 6:1
Switolina - Martic 4:6, 6:3, 7:5
Caroline Garcia - Alizé Cornet 6:2, 6:4
Karolina Pliskova - Cepede Royg 2:6, 6:3, 6:4
Marin Cilic - Kevin Anderson 6:3, 3:0 (Aufgabe Anderson)

 

«Extrem viele Emotionen in so einem Spiel!»: Josi, Weber & Co. schaffen den Final-Ausgleich!

Auch das vierte Spiel des Stanley-Cup-Finals geht ans Heimteam. Dank einem 4:1-Sieg gleichen die Nashville Predators die Serie gegen die Pittsburgh Penguins auf 2:2 aus.

Mark Streit ist bei den Pittsburgh Penguins erneut nur überzähliger Zuschauer. Doch die Chancen des 39-Jährigen, im Final doch noch eingesetzt zu werden, sind zwar immer noch klein, aber wenigstens im Steigen begriffen. Denn der Titelverteidiger bekundet weiterhin grosse Mühe mit den Nashville Predators, bei denen die beiden anderen Berner Verteidiger Roman Josi (+1-Bilanz, 22:17 Min. Eiszeit) und Yannick Weber (+1, 12:20 Min.) zum Zug kommen, und bringt im Powerplay nichts Zählbares (im Final: 1 Tor in 16 Versuchen) zustande.

Die Penguins haben nun nach zwei eher glücklichen Heimsiegen zweimal in Nashville verloren. Die Predators wirken hungriger, entschlossener, leidenschaftlicher, frecher und schneller, auch wenn sie manchmal etwas übermütig werden.

Josi & Co. haben im Gegensatz zum ersten Finalspiel, als ihnen das 1:0 wegen eines umstrittenen Offsides annulliert wurde, diesmal auch Glück mit dem Situation Room in Toronto, wo die heissen Szenen auf Video überprüft werden. Denn Pittsburghs Mike Sullivan versucht es erneut mit einem Coach's Challenge. Doch in Toronto wird entschieden, dass Craig Smith Penguins-Goalie Matt Murray beim 1:0 des Schweden Calle Järnkrok nicht behindert habe.

Keine Diskussionen und Video-Interventionen braucht es bei Pittsburghs Ausgleich: Superstar Sidney Crosby entwischt der Abwehr und bezwingt Pekka Rinne souverän.

Pittsburgh hat danach Oberwasser. Doch im Gegensatz zu Crosby scheitert Chris Kunitz alleine vor dem starken Rinne. Und im Gegenzug geht Nashville wieder in Führung. Frédérik Gaudreau, der alle seine drei NHL-Tore in diesem Final erzielt hat, fast die ganze Saison in der AHL spielte und nur einen improvisierten Platz mit einem Stuhl und einem Kästchen in der Kabine hat, ist mit einem «Buebetrickli» erfolgreich. Dies merken die Schiedsrichter zunächst nicht. Doch in Toronto wird der Treffer in der Video-Wiederholung anerkannt.

Dieser Treffer gibt wiederum den «Preds» Schub. Doch es braucht noch einmal Grosstaten von Rinne, der nun nach den wackligen Auftritten in Pittsburgh wieder zu seiner Stärke gefunden hat, gegen den starken Crosby und seine Kollegen.

Und nach einem von Josi eingeleiteten Konter, bei dem Captain und Geburtstagsjubilar Mike Fisher (37, ex Zug) mit einem Hechtsprung Torschütze Viktor Arvidsson lanciert, steht es 3:1. Die Bridgestone-Arena wird zur Festhütte. Die Fans stehen fast permanent.

Mit einem Treffer quer übers Eis ins leere Tor macht Filip Forsberg dann alles klar. Er ist der dritte Schwede, der an diesem Abend trifft, und bereits der elfte Torschütze der Predators in dieser Finalserie. Der Matchwinner ist aber der Finne Rinne im Tor.

Die Predators haben nun in diesen Playoffs neun von zehn Heimspielen gewonnen. Doch um Meister zu werden, brauchen sie ein Break im Pittsburgh. Klappt es in der Nacht auf Freitag? Der Final wird nun zur Best-of-3-Serie.

 

Memorabilien: «Star Wars»-Memorabilien gestohlen

Blick ins «Star Wars»-Museum Rancho Obi-Wan. Ein Stammgast hat über längere Zeit bei Besuchen jeweils Stücke mitlaufen lassen - zusammen etwa 100 im Wert von 200'000 Dollar. Nun kommt er vor Gericht. (Archivbild)

Petaluma ? Mehr als 100 wertvolle «Star Wars»-Sammlerstücke sind nach Angaben des «Rancho Obi-Wan»-Museums im kalifornischen Petaluma entwendet worden. Der Gesamtwert der Stücke, darunter seltene Actionfiguren, wird auf 200'000 Dollar geschätzt.

Betreiber des Museums ist Steve Sansweet, der frühere Marketing-Chef von Lucasfilm. Er besitzt laut Guinness-Buch der Rekorde die weltgrösste Sammlung von «Star Wars»-Andenken.

Ein 45-jähriger Mann sei wegen Diebstahls angeklagt worden, berichtete die Zeitung «The Press Democrat». Ende Juni muss er vor Gericht erscheinen. Nach Sansweets Angaben soll der Tatverdächtige die Objekte seit 2015 bei mehreren Ausstellungs-Besuchen mitgenommen haben.

Er habe den Mann seit vielen Jahren gekannt und als Freund angesehen, erklärte der Museums-Betreiber. In Sammlerkreisen war der Diebstahl bekannt geworden, nachdem seltene Museumsstücke von dem Tatverdächtigen zum Verkauf angeboten wurden.

Die «Star Wars»-Schauspieler Mark Hamill und Peter Mayhew meldeten sich am Montag auf Twitter zu Wort. «Das ist abscheulich», sagte Mayhew über den Diebstahl. Hamill regte an, die gestohlenen Stücke aufzulisten und potentielle Käufer vor der «heissen Ware» zu warnen.

Nach Sansweets Schätzung hat er in seinen Sternenkrieger-Museum, eine gute Autostunde nördlich von San Francisco, mehr als 350'000 «Star Wars»-Stücke, darunter Actionfiguren, Filmrequisiten, Plakate, Kostüme und Spielzeuge aus aller Welt.

 

Deutsches Rockfestival «Rock am Ring» als Warnung: Greenfield-Festival verschärft Kontrollen

Über 100'000 Musikfans zählte das diesjährige Greenfield-Festival in Interlaken.

Die jüngsten Terror-Ereignisse gehen auch an den Festival-Wiesen der Schweiz nicht spurlos vorüber. Jetzt haben die Organisatoren des Greenfield-Festivals die Zutrittsregeln verschärft.

Ab Donnerstag krachen wieder die harten Gitarren-Klänge durchs Berner Oberland. Für drei Tage ist dann das Greenfield-Festival wieder das Mekka für alle Rock- und Metal-Fans. Doch selbst die härtesten Jungs und Mädchen werden sich vor dem Anlass eingehenden Sicherheitskontrollen unterziehen lassen müssen. Die Organisatoren haben heute eine Verschärfung der Zutrittsregeln beschlossen.

Neuerdings werden auf dem Konzert- und Partyareal jetzt keine Taschen, Koffer oder Rucksäcke mehr erlaubt sein, die grösser als A4-Format sind. Wie die «Berner Zeitung» schrieb, kündigten die Organisatoren in einem «Sicherheitsupdate» auf der Festival-Homepage zudem «intensive Körperkontrollen» bei den Eingängen an.

Die Verschärfung der Zugangskontrollen begründen die Festivalorganisatoren auf ihrer Facebook-Seite mit kürzlichen Ereignissen. Damit gemeint sein dürfte das Festival «Rock am Ring» in Deutschland, das am Samstag wegen einer Terrorwarnung unterbrochen worden war (BLICK berichtete).

Bereits vor eine Woche berichtete BLICK über die verschärften Massnahmen, mit denen diverse Schweizer Openairs in den diesjährigen Festival-Sommer gehen. Sogar von Scharfschützen, die auf umliegenden Dächern positioniert würden, ist die Rede. Bleibt zu hoffen, dass die grossen Sicherheitsvorkehrungen der ausgelassenen Stimmung keinen Abbruch tun. (cat)

 

Noch eine Knast-Sex-Affäre! Tollhaus Thorberg

KRAUCHTHAL BE - Das Berner Gefängnis kommt nicht zur Ruhe. Nun erschüttert ein neuer Skandal die Haftanstalt.

Als Martin Blindenbacher (52) am Pfingstwochenende die Zeitung aufschlägt, kommt bei ihm alles wieder hoch. Der ehemalige Angestellte der Berner Strafanstalt Thorberg liest im SonntagsBlick vom neuen Sex-Skandal an seiner alten Arbeitsstelle. Erfährt, dass eine Aufseherin sich auf eine Liaison mit einem wegen Vergewaltigung verurteilten Häftling eingelassen hatte ? und deshalb freigestellt wurde.

Thorberg-Direktor Thomas Egger (54) bestätigt: «Die Mitarbeiterin ist zurzeit nicht amtlich tätig.» Und: Es seien «disziplinar- und personenrechtliche Abklärungen» im Gange. Pikant: Die Liebesaffäre ist nicht der erste Skandal, der die Haftanstalt in die Schlagzeilen bringt. Erst 2014 musste der ehemalige Direktor Georges Caccivio (heute 54) sein Amt niederlegen.

Betreuer Blindenbacher war drei Jahre in Thorberg angestellt

«Der Knast war schon während meiner Zeit ein Tollhaus», sagt Martin Blindenbacher. Er war von 2013 bis 2016 als Betreuer in der Strafanstalt tätig, seinen Job hängte er dann an den Nagel. Er fühlte sich sexuell belästigt, gemobbt, schlicht missverstanden. «Es kam so weit, dass mir eine Kollegin an den Po fasste. Ich habe es nicht gross bemerkt, aber unter den Mitarbeitern wurde es zum Thema», so der Ex-Betreuer.

«Überhaupt war die Stimmung sehr vergiftet. Ich bin heute froh, dass ich mit dem ganzen Knast nichts mehr zu tun habe», so der Berner. Blindenbacher wird krankgeschrieben ? schliesslich trennen sich die Wege.

BLICK konfrontiert auch die Ex-Kollegin mit den Vorwürfen der sexuellen Belästigung ? sie widerspricht dem vermeintlichen Übergriff. «Ich wurde nie persönlich mit dem konkreten Vorwurf der sexuellen Belästigung konfrontiert. Nur einmal, in einem ganz gewöhnlichen Gespräch beim Kaffee.» Doch auch sie bestätigt den rauen Umgang im Thorberg.

Verunsicherung und Frust unter den Angestellten 

«Als Frau braucht man in dem Umfeld eine dicke Haut und viel Humor, um überhaupt dort arbeiten zu können. Nicht unbedingt wegen der Insassen, sondern wegen gewisser Arbeitskollegen», so die Ex-Kollegin von Blindenbacher. Die Verunsicherung unter dem Personal sei sehr gross ? auch sie hat den Thorberg mittlerweile verlassen. 

Laut BLICK-Informationen regiert unter den Häftlingen der Frust. So sollen Anträge nicht beantwortet werden. Sport ist praktisch abgeschafft. Momentan stehe nur ein Fitnessgerät für 80 Männer zur Verfügung ? die Insassen dürfen es nur einmal pro Woche benutzen.  

Die Gefängnisleitung liess eine Liste von Fragen zu den Vorwürfen gestern unbeantwortet. 

 

IS bekennt sich zum Anschlag: Geiselnahme in Australien war Terror

Die Polizei hat den Geiselnehmer erschossen.

Die australische Polizei hat eine Geiselnahme in Melbourne vom Montag als Terror-Attacke eingestuft. Bei dem Vorfall, den inzwischen die Terrormiliz Islamischer Staat für sich beansprucht hat, waren zwei Männer ums Leben gekommen.

Eine als Geisel genommene Frau blieb unversehrt. Die Tat sei von einem «Soldaten» des IS verübt worden, teilte die Miliz über ihr Propagandasprachrohr Amak mit.

Polizeichef Graham Ashton sagte, der Fall werde als Terror-Attacke eingestuft, allerdings nicht als Teil einer grösseren Verschwörung. Zum Bekenntnis des IS sagte er, dieser «springt immer auf und erklärt sich verantwortlich, sobald etwas passiert».

Ein 29-jähriger Australier somalischer Abstammung hatte am Montag eine Frau in einem Wohnhaus als Geisel genommen. Zuvor hatte er einen Angestellten der Hausverwaltung erschossen. Während der Geiselnahme bekannte er sich zum IS und zum Terrornetzwerk Al-Kaida. Die Polizei stürmte schliesslich die Wohnung und erschoss den Mann. Drei Polizisten wurden bei der Aktion verletzt. (SDA/gru)

 

Mit gutem Beispiel voran: Thierry Burkart (41): Dieser Nationalrat meldet sich wieder zum Dienst

Vor drei Jahren quittierte der FDP-Nationalrat seinen Dienst. Jetzt will der Aargauer wieder zurück in die Armee.

Und plötzlich ist er da, der Tag des Abschieds. Nochmals in der Formation vor der Kaserne aufstellen, Rucksack, Gewehr, Helm, Kampfstiefel, Dienstreglemente und so weiter in einen bereitgestellten Container entsorgen, eine kurlige Rede eines Lokalpolitikers über sich ergehen lassen, und dann heisst es Ade sagen: Die Militärzeit ist passé. Diesen Tag haben schon Hunderttausende und Generationen von Schweizer Wehrmännern erlebt.

Auch für Thierry Burkart (41) war es vor drei Jahren so weit. Der FDP-Nationalrat quittierte seinen Dienst. Einen Entscheid, den der Fachoffizier Major im Führungsstab der Armee heute bedauert. Der Aargauer will deshalb wieder zurück in die Armee! «Ich habe mit dem VBS Kontakt aufgenommen und erklärt, dass ich meine Dienstzeit gerne verlängern möchte», sagt Burkart zu SonntagsBlick. Er habe das Gefühl, sein persönlicher Beitrag für die Landesverteidigung sei zu klein gewesen.

Geplant ist jetzt, dass der Politiker, der 1995 seine Rekruten-schule als Füsilier der Infanterie in Aarau absolvierte, wieder seine Ausrüstung fasst und 2018 einzelne Diensttage absolvieren wird. «Damit könnte ich etwas Kleines zur Sicherheit beitragen, was mich sehr freuen würde», so der Politiker.

«Der Milizgedanke ist mir heilig»

Der viel beschäftigte Rechtsanwalt und Vizepräsident des Touring Club Schweiz will mit seinem Comeback auch ein Zeichen setzen: «Der Milizgedanke ist mir heilig. Wenn Unternehmen heute Mitarbeiter diskriminieren, weil sie Militärdienst leisten, ist das unter jeder Kanone.»

Armeeangehörige übernähmen Verantwortung für die Gesellschaft, wovon auch die Wirtschaft profitieren würde. «Einfach Trittbrett fahren ist völlig daneben.» Schliesslich würden die Firmen auch von der militärischen Erfahrung ihres Personals profitieren. «Ich verstehe Zusammenhänge besser und schliesse viele wertvolle neue Kontakte.»

Dazu hat Burkart nun alle Zeit. Zurück in der Armee, kann er locker bis zu seinem 50. Lebensjahr Dienst leisten. Bis dann wird er sich bestimmt auch im Bundeshaus bei sicherheitspolitischen Anliegen noch stärker positionieren. Themen gibt es genug. Ob die aktuelle Diskussion über neue Kampfjets oder die steigende Beliebtheit des zivilen Ersatzdienstes: Burkart will sich im Parlament einbringen.

 

 

Sogar Linke und Junge sehen sie positiv: Die Armee verliert ihre Feinde

Die Schweizer stehen wieder hinter ihrer Armee. Sogar Linke und Junge sehen sie positiv. Damit bekommt das VBS Aufwind für den Kampfjet-Ersatz.

Für Linke und Junge war die Armee ein Übel, das es abzuschaffen galt: 1989 stimmten 35,6 Prozent für eine Schweiz ohne Armee. Und noch vor drei Jahren holte eine linke Allianz den Gripen vom Himmel.

Doch nun hat die Stimmung gedreht. Die Armee verliert gerade ihren letzten Feind ? den Feind im Innern.

Die Jungen weniger armeekritisch als früher

58 Prozent der politisch links eingestellten Schweizer Bürger halten die Armee inzwischen für nötig. Dies geht aus der Studie «Sicherheit 2017» hervor. «Die Linken sind so armeefreundlich wie nie seit Anfang der 90er-Jahre», sagt Tibor Szvircsev Tresch (50), Dozent an der Militärakademie der ETH Zürich und Autor der Studie. Neben den Linken hat auch eine weitere Bevölkerungsgruppe ihre Einstellung zur Armee geändert: die Jungen.



70 Prozent der 20- bis 29-Jährigen sind der Armee gegenüber positiv gestimmt. Szvircsev Tresch: «Die junge Generation ist geprägt durch 9/11 und hat dadurch eine positivere Einstellung zur Armee als die früheren jungen Generationen.»

Ein Heer im Umfragehoch, mit Zustimmungswerten wie zuletzt im Kalten Krieg: 82 Prozent der Bevölkerung finden die Schweizer Armee notwendig, 46 Prozent sagen, sie nehme in der Gesellschaft eine zentrale Rolle ein. So viele wie seit 40 Jahren nicht mehr. Früher sah sich das Land als Armee, heute steht es zumindest wieder hinter ihr.

Reaktion auf internationale Konflikte

Gemäss Szvircsev Tresch haben den Stimmungsumschwung massgeblich der Ukraine-Konflikt und die Flüchtlingskrise beeinflusst: «Beide erhöhen in der Bevölkerung den Wunsch nach einer starken Armee.»

Tatsächlich begann sich das Sicherheitsempfinden in der Bevölkerung kurz nach dem Gripen-Debakel 2014 zu verschlechtern. Heute blicken die Schweizer pessimistisch in die Zukunft: 73 Prozent glauben, dass sich die weltpolitische Lage weiter verdüstern wird.

Schlechte Zeiten sind gut für die Armee. Und sie sind gut für Rüstungsprojekte. Beim Ersatz der F/A-18-Jets könnte der Stimmungsumschwung entscheidend werden, erklärt Hans Ulrich Jost (76). Nach Einschätzung des emeritierten Professors für Geschichte an der Universität Lausanne mussten in der jüngeren Schweizer Geschichte zwei Bedingungen für eine erfolgreiche Flugzeugbeschaffung erfüllt sein: «Eine gefühlte Bedrohung bei der Bevölkerung. Und eine gesunde Finanzlage. Beides trifft derzeit grundsätzlich zu.»

Eine Mehrheit akzeptiert das Budget der Armee

Die Bevölkerung ist bereit, für die Sicherheit Geld auszugeben. 66 Prozent der Befragten sind gemäss der ETH-Studie zufrieden mit dem Verteidigungsbudget oder wollen es gar erhöhen. Nur gerade 34 Prozent halten es für zu hoch ? der tiefste Wert seit Beginn der Messung 1986. Ein Selbstläufer wird der Ersatz der F/A-18 Flotte dennoch nicht.

Bei der Gripen-Abstimmung sorgten unklare Anforderungsprofile an das Kampfflugzeug für Verwirrung in der Stimmbevölkerung. Gemäss Historiker Jost, einst selbst Militärpilot, sei die Luftwaffe seit ihrer Gründung einem «Wechselbad der Einsatzdoktrin» ausgesetzt.

«Das Militärdepartement wechselt alle paar Monate die Strategie der Luftwaffe. Es gibt dort zu viele Beamte, die nicht wissen, was sie mit der Zeit anfangen sollen ? und dann am Schreibtisch Planspiele durchführen.» Einst wollten die Armeestrategen einen Jet, der fähig sei, eine Atombombe nach Moskau zu bringen. Heute stünden Erdkampftauglichkeit, Luftpolizeidienst und Abfangfähigkeiten auf dem Wunschzettel.

Fast scheint es, als könne heute nur noch die Armee einen neuen Kampfjet verhindern.

 

Neueste Erkenntnisse der britischen Polizei: Identität von zwei London-Attentätern veröffentlicht

Zwei der drei Attentäter von London: Khuram Shazad Butt (l.) und Rachid Redouane.

LONDON (GB) - In Grossbritannien ist es erneut zu einem tödlichen Terroranschlag gekommen. Ein Transporter fuhr in eine Menschenmenge an der London Bridge, danach stachen die Täter auf Passanten ein. Sechs Menschen kamen ums Leben, drei Angreifer wurden von der Polizei getötet.

Bei Terror-Attacken in London sind nach Polizeiangaben in der Nacht zum Sonntag mehrere Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt habe es drei Zwischenfälle gegeben, teilte die Polizei mit. Zwei davon werden als Terroranschläge eingestuft. (SDA)

 

Philippinen: Armee findet bei Kämpfen in Marawi viel Geld

Von den Kämpfen rund um Marawi vertriebene Menschen in einer Halle mit Hilfsgütern

Marawi ? Bei den Kämpfen zwischen militanten Islamisten und der Armee im Süden der Philippinen haben Soldaten in einem Extremisten-Haus viel Bargeld entdeckt. In dem eingenommenen Gebäude in Marawi seien mehr als 52 Millionen Pesos (etwa eine Million Franken) gefunden worden.

Dies zeige, dass die örtlichen Extremisten Unterstützer hätten und mit internationalen Terrorgruppen in Verbindung stünden, sagte , Armeesprecher Jo-Ar Herrera am Dienstag auf einer Medienkonferenz.

Seit gut zwei Wochen halten die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen in der Stadt auf der Insel Mindanao rund 800 Kilometer südlich von Manila an. Auslöser war der Versuch der Armee gewesen, in Marawi einen berüchtigten Anführer der Terrorgruppe Abu Sayyaf festzunehmen.

Extremisten verschiedener örtlichen Gruppen, die der Terrormiliz Islamischer Staat Treue geschworen haben, schlossen sich daraufhin zusammen. Die Armee vermutet, dass sich geschätzte 100 Kämpfer immer noch in der Innenstadt von Marawi verschanzt halten.

Das Gebäude, in dem sich das Bargeld sowie Schecks befanden, war von den Aufständischen als Scharfschützenposten genutzt worden. Die Armee habe es nach heftigen Schiessereien einnehmen können, sagte Major Rowan Rimas.

Nun soll festgestellt werden, woher genau das Geld stammte. Bei den Kämpfen starben bisher mehr als 180 Menschen. Von den mehr als 200'000 Einwohnern Marawis sind bis auf einige tausend alle vertrieben. Auf Anordnung von Präsident Rodrigo Duterte gilt für die gesamte Insel mit mehr als 20 Millionen Bewohnern das Kriegsrecht.

 

Heisser Transfer-Sommer im Ticker: Übernimmt Sforza beim FC Wil?

CIRI SFORZA 
ARBEITSLOSER TRAINER 
HARDTURM STADION

Auch in diesem Sommer dreht sich das Transfer-Karussell in der Fussball-Welt. Wer wechselt wann wohin? Sie erfahren es bei uns im Ticker!

 

«Noch herrscht keine Ruhe wie in Sumiswald»: IKRK-Chef Maurer traf Assad

IKRK-Präsident Peter Maurer begrüsst es, wenn sich die USA und Russland bei ihren Positionen in Syrien annähern. In mehreren Konfliktregionen im Land beobachtete er jüngst eine gewisse Beruhigung.

Unlängst ist IKRK-Präsident Peter Maurer zum fünften Mal aus Syrien zurückgekehrt. «Es gibt verschiedene Orte, in denen heute mehr Ruhe herrscht als noch vor einigen Monaten», sagte Maurer in einem Interview, das der «Tages-Anzeiger» und der «Bund» am Dienstag veröffentlichten.

Mögliche Gründe dafür seien, dass eine Seite Terrain stabiler besetzt habe, dass lokale Versöhnungsbemühungen zum Tragen kämen, oder dass sich diplomatische Bemühungen zwischen den Mächten positiv auswirkten. «Noch herrscht in Syrien aber keine Ruhe wie in Sumiswald», sagte der Berner. 

«Völkerrecht einhalten»

Der Konflikt in Syrien müsse politische angegangen werden. Dazu brauche es neben Russland und den USA auch Saudi-Arabien, den Iran und die Türkei. Denn humanitäre Probleme könnten nicht durch humanitäre Massnahmen aus der Welt geschaffen werden. Ziel des IKRK sei es, das Verhalten der Kriegsparteien zu ändern. «Die Akteure sollen das Völkerrecht einhalten.»

Maurer war zum fünften Mal seit Amtsantritt ins Kriegsgebiet nach Syrien gereist. Dort traf er auch mit Präsident Baschar al-Assad zusammen. Dabei seien sämtliche Themen angesprochen worden, die das IKRK beschäftigten: der Zugang zu schwierig erreichbaren Gebieten, der Besuch von Gefangenen, der Respekt des humanitären Völkerrechts durch alle Akteure und die Zusammenarbeit mit dem Syrischen Roten Halbmond. 

«Offene Gespräche»

Auch der Chemiewaffeneinsatz kam zur Sprache. Über Details der Unterredung schwieg sich Maurer aus. «Mit syrischen Vertretern führen wir offene Gespräche, die es uns immer erlaubt haben, eine namhafte Operation in diesem schwierigen Umfeld zu unterhalten.»

Der Syrien-Konflikt hatte im Frühjahr 2011 mit zunächst friedlichen Protesten gegen Assad begonnen. Seither wurden mehr als 320'000 Personen bei den Kämpfen getötet und Millionen Syrer in die Flucht getrieben. (SDA)

 

Ausgeraubte Familie kann wieder lachen: Neuer Camper für die Marks

IGIS GR - Der Familie Mark wurden Fahrzeug und Wohnwagen in ihren Ferien in Rom geklaut. Nun hilft der Amag-Chef Morten Hannesbo (54) persönlich ? der Autoimporteur stellt Marks einem VW T6 California zur Verfügung.

Der Schreck sitzt immer noch tief. Die Familie Mark aus Igis GR wurde auf ihrer Reise durch Italien beklaut. Während einer Einkaufstour vor zwei Wochen verschwindet ihr VW California mit dem angekoppelten Wohnwagen. Für Vater Raffael (46), Mutter Irena (45) und die vier Kinder Flurin (7), Rafaela (11), Livio (13) sowie Giuliano (15) ein Schock. Die Ferien sind abrupt zu Ende. Noch am selben Abend steigen sie in den Flieger Richtung Zürich. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur (BLICK berichtete).

 

«Ich kann die Fotos von unserer Italien-Reise immer noch nicht ansehen. Sie würden mich zu sehr an das schreckliche Ende erinnern», sagt Irena Mark. «Wir haben auch viele persönliche Dinge verloren, wie beispielweise das Elefantenkissen von unserem Jüngsten.»

Kostenloser Leihwagen für die nächste Reise

Doch jetzt gibts endlich wieder Grund zu lachen für die Marks! Nachdem BLICK vom Ferienhorror der Familie berichtet hatte, meldete sich Amag-Chef Morten Hannesbo (54) persönlich. Mit einem grossen Geschenk! Die Amag Automobil- und Motoren AG stellt der Familie für ihre nächsten Ferien einen VW T6 California als Leihwagen kostenlos zur Verfügung.

Das Auto hat vier Schlafplätze, eine Küche und alles, was das Camper-Herz begehrt. «Was auch immer sie wünschen. Die Familie Mark sagt uns einfach ab wann und bis wann», so Hannesbo. Der Chef des Autoimporteurs ist selbst dreifacher Vater und hat schon Ähnliches in Italien erlebt. «Unser Audi wurde vor zehn Jahren in Mailand leer geräumt, das Auto blieb uns aber erhalten.»

Nach Rom geht es nicht mehr

Für die Familie Mark ist die Überraschung riesig. «Vielen Dank! Das Geschenk nehmen wir gerne an. Wir sind absolut begeistert», sagt Irena Mark. «Jetzt können wir unsere Ferien doch noch zu Ende bringen», sagt Vater Raffael Mark. Rom komme aber nicht in Frage. «Wir müssen nicht dort beginnen, wo uns alles genommen wurde», sagt Mutter Irena Mark.

 

Weil sie wieder Auto fuhr? Saudis verhaften Aktivistin Hathlul erneut

Hat wieder Ärger mit den saudischen Behörden: Aktivistin Ludschain Hathlul wurde in Damman festgenommen.

Die saudische Frauenrechtlerin Ludschain Hathlul ist nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten erneut festgenommen worden. Vor drei Jahren wurde sie bereits verhaftet, weil sie hinterm Steuern sass.

Die Festnahme sei am Sonntag auf dem Flughafen in Damman erfolgt, erklärte Amnesty International. Hathlul war 2014 schon einmal verhaftet worden. Damals hatte sie gegen das strikte Autofahrverbot für Frauen in Saudi-Arabien verstossen.

«Es scheint, dass sie erneut wegen ihrer friedlichen Arbeit als Verteidigerin der Menschenrechte ins Visier genommen wurde, bei der sie sich für die Frauenrechte einsetzt, die in dem Königreich immer wieder eingeschränkt werden», erklärte Samah Hadid von Amnesty. Wenn dem so sei, müsse Hathlul «sofort und bedingungslos freigelassen» werden.

Ende 2014 war Hathlul zwei Monate lang inhaftiert worden. Die genauen Anschuldigungen gegen sie wurden nicht bekannt. Nach Angaben ihrer Unterstützer konzentrierten sich die Ermittler damals aber mehr auf Hathluls Nutzung von sozialen Online-Medien statt auf ihren Verstoss gegen das Fahrverbot für Frauen. (SDA/gru)

 

Angriff aufs Lautsprecher-Geschäft: Apple präsentiert seinen «HomePod»

SAN JOSE (USA) - Updates, mehr Leistung und ein neues Produkt mit dem Namen «HomePod»: Apple hat seine Neuheiten der Öffentlichkeit präsentiert.

Mit Spannung wurde Apples Präsentation an der diesjährigen Entwicklerkonferenz WWDC in San José im US-Bundesstaat Kalifornien erwartet. Eigentlich dreht sich bei der Messe alles um die jüngsten Software-Entwicklungen in der Branche. Aber Apple wäre nicht Apple, wenn das Technologie-Unternehmen die grosse Bühne nicht auch für die Vorstellung von einigen Produkte-Neuheiten nutzen würde.

Tatsächlich präsentierte das Unternehmen aus Cupertino in einer über zweistündige Vorstellung diverse neue Modelle sowie Updates vor. Eine Liste mit den wichtigsten Ankündigungen:

1. Der «HomePod»
Wie von Experten erwartet, wagt Apple den Schritt ins Geschäft mit vernetzten Lautsprechern. Gelingen soll dies mit dem sogenannten HomePod, einem Zylinder-förmigen Lautsprecher, in dem auch die Assistenzsoftware Siri integriert ist. Der HomePod ist auch als Angriff auf Amazon und Google zu werten. Beide Konkurrenten sind in diesem Bereich bereits mit Produkten vertreten.

Der Apple-Lautsprecher wird im Dezember zum Preis von 349 Dollar zunächst in den USA, Grossbritannien und Australien auf den Markt kommen. Der Start in weiteren Ländern ist für kommendes Jahr geplant.

2. Mehr künstliche Intelligenz

Ähnlich wie Google setzt auch Apple immer stärker auf die künstliche Intelligenz seiner Produkte. So gibt es für dier Apple Watch künftig ein Siri-Zifferblatt, das automatisch die gerade vom Besitzer benötigte Information anzeigen soll. Auch Siri soll sich dank eines Updates noch besser auf die einzelnen Nutzer einstellen können.

3. Tuning für Notebooks und iMacs
Für die gesamte Produktepalette der Laptops und iMacs verspricht Apple noch mehr Leistung, insbesondere für die professionelle Nutzung. Die Entwickler versprechen bis Ende Jahr den «bisher schnellsten Mac» überhaupt. Möglich machen das die schnelleren Intel-Prozessoren sowie eine verbesserte Grafik. Beim iPad-Tablet gibt es künftig ein neues Pro-Modell mit einer Bildschirmdiagonalen von 10,5 Zoll statt der bisherigen 9,7 Zoll.

4. Was ist sonst noch neu?
Mit dem Bezahldienst Apple Pay kann künftig auch Geld zwischen einzelnen Nutzern verschickt werden. Damit greift Apple das Geschäft von Konkurrenten wie Paypal an. Und: Wie erwartet kommt Amazons Videostreaming-Dienst auf die TV-Box Apple TV. Möglicherweise wird man nun auch wieder ein Apple TV bei Amazon kaufen können. (cat/SDA)

 

Quelle: blick.ch

 

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Quelle: http://www.trinler.net/de/news/boulevard/blick.html
Gedruckt am: 22.08.2017 03:37 GMT+0200 (2017-08-22T03:37:32+02:00)