Schlagzeilen der Blick

Schlagzeilen der Schweizerischen Boulevardzeitung Blick.

Vorschau 17: «Mario Kart 8 Deluxe»: Mario bezwingt nochmals die Schwerkraft

Das Spiel hat zwar bereits drei Jahre auf dem Buckel. Trotzdem gibt es viele Gründe, «Mario Kart 8» in der Deluxe-Edition für die Switch nochmals in Angriff zu nehmen.

Darum gehts bei «Mario Kart 8 Deluxe»

Seit «Super Mario Kart» für den Super Nintendo erschien für jede neue Plattform des japanischen Gameherstellers eine Ausgabe des Fun-Racers. Bei der nun erschienenen Switch ist der Fall allerdings speziell. Denn bei «Mario Kart 8 ? Deluxe» handelt es sich um eine aufgemotzte Version des Wii-U-Titels. Trotzdem könnte es sich lohnen, das Game nochmals zu kaufen.

Screenshots zu «Mario Kart 8 Deluxe»

 

Darum freuen wir uns auf «Mario Kart 8 Deluxe»

Obwohl das Grundspiel natürlich das gleiche ist, dürfen wir uns bei der «Deluxe»-Version doch auf einige Neuerungen freuen. Die wichtigste: Die 42 zur Wahl stehenden Rennfahrer können nun nicht nur ein sondern zwei Items besitzen und diese zum richtigen Zeitpunkt einsetzen. Dementsprechend gibt auf den Strecken auch Kisten, die zwei Gegenstände wie Bananenschalen, Schildkrötenpanzer oder Pilze enthalten. Unter den fünf neuen Piloten sind zwei Inklinge aus «Splatoon» und Bowser jr. zu finden.

Im Spiel enthalten sind sämtliche Strecken des Originals inklusive der erschienenen Zusatzinhalte. Das führt zu einer stolzen Zahl von 48 Kursen ? inklusive Fahrten entlang von Wänden und Decken. Komplett überarbeitet hat man zudem den Battle Mode, der im Original herbe Kritik einstecken musste. So sind im Demolition Derby nach Mario-Art nun neue Modi, aber auch ein verändertes Regelwerk zu finden. Auf der gleichen Switch können bis zu vier Spieler im Splitscreen-Modus gegeneinander antreten.

Darum sind wir noch skeptisch

Bereits in «Mario Kart 8» entschied wegen dem im Vergleich zu älteren Spielen hohen Einsatz der Items mehr das Glück als das Können über Sieg oder Niederlage. Mit Kisten, die zwei Gegenständen beinhalten, könnten die Rennen noch unberechenbarer werden.

Mario Kart 8 Deluxe, für Switch, ab 28. April 2017, ab 3 Jahren

 

Zweitwärmster März seit Messbeginn: Rekordtemperaturen im Wallis und im Engadin

In Bern blühen bereits die Kirschbäume - dem warmen März sei Dank.

BERN - BE - Der März sparte nicht mit frühlingshaften Temperaturen. Der Monat wird als zweitwärmster März seit Messbeginn in die Geschichte eingehen. An vereinzelten Orten wurden gar Rekordwerte gemessen.

Im Wallis und im Engadin wurden die höchsten je im Monat März gemessenen Temperaturen registriert: Aus Ulrichen im Oberwallis vermeldete MeteoSchweiz am Donnerstag 16,1 Grad, SRF Meteo mass 15,8 Grad. Der bisheriger Höchstwert aus dem Jahr 1989 lag dort bei 15,6 Grad.

Aus Samedan GR meldeten beide Wetterdienste 14,5 Grad. Damit wurde der bisherige Rekord von 14,1 Grad aus dem Jahr 1993 gebrochen. In Scuol GR wurde es übereinstimmend sogar 20,5 Grad warm (2005: 20,1 Grad).

3,9 Grad im Monats-Durchschnitt

Im landesweiten Mittel zeichnet sich eine durchschnittliche Monatstemperatur von 3,9 Grad ab, wie MeteoSchweiz am Donnerstag mitteilte. Wärmer war es nur im März 1994 mit einer Durchschnittstemperatur von 4,3 Grad gewesen. Ähnlich mild wie dieses Jahr war es in den Märzmonaten 1948 mit 3,6 Grad, 1957 mit 3,8 Grad und 2012 mit 3,7 Grad.

In La Chaux-de-Fonds wurden nach Angaben von MeteoSchweiz im Monatsschnitt 6,0 Grad gemessen. Das sind 0,4 Grad mehr als im bisherigen Rekordmärz 1994 und ein neuer Höchstwert seit 1901. Der markante Unterschied zwischen den Temperaturen in der Neuenburger Uhrenstadt und dem Schweizer Mittel erklärt sich dadurch, dass zahlreiche Messstationen auf Berggipfeln liegen und so den gesamtschweizerischen Durchschnitt drücken.

Gemäss SRF Meteo wird die Luft über der Schweiz am Freitag noch etwas milder. Zudem komme ein schwacher Föhn dazu. Sowohl in den Alpentälern als auch im Mittelland erwarten die Meteorologen am Freitag deshalb weitere Rekorde. (SDA)

 

Frontalcrash: Autofahrer stirbt bei Unfall mit Lastwagen

GRELLINGEN - BL - Auf der Autobahn A18 im Eggfluetunnel kam es heute Mittag zu einer Frontalkollision. Ein Mann starb dabei.

Die Frontalkollision zwischen einem Auto und einem Camion hat sich heute Mittag um 13 Uhr erreignet. Wie die Polizei Basel-Landschaft schreibt, starb der Autofahrer aufgrund des heftigen Zusammenstosses.

Ausserdem sei es zu einem Folgeunfall gekommen, in den weitere drei Autos verwickelt waren.

Bei allen Unfällen verletzten sich gesamthaft vier Menschen. Der Eggfluetunnel ist seit heute Mittag zu. Die Sperrung dürfte noch bis 18 Uhr dauern. (stj)

 

Staatsanwältin überzeugt: Roland W. (51) knechtete und schändete acht Buben: Das ist der Pfadi-Pädo!

In Dietikon ZH wird Ende April einer der schlimmsten Pädo-Fälle der Schweiz verhandelt. Ein Pfadileiter soll mehrere Knaben über hundert Mal missbraucht haben.

Es ist einer der schlimmsten Pädo-Fälle, mit der sich die Zürcher Justiz je befassen musste: Roland W.* (51) soll acht Knaben sexuell genötigt und geschändet haben. Die Anklageschrift füllt ganze 42 Seiten und zeigt in schockierender Weise auf, wie pervers der Angeklagte seine pädophile Neigung befriedigte.

Der Mann soll seit 1994 acht Buben geknechtet und geschändet haben. Kennengelernt hat er einen Teil der Kinder durch sein Amt als Pfadileiter.

Gemäss Anklageschrift machte er seine Opfer immer auf die gleiche Art und Weise gefügig: Er lud sie zu sich nach Hause ein, schaute sich mit ihnen im Bett Filme und Pornos an.

Schlafmittel in Süssgetränk

Besonders schlimm: Der Mann soll die Buben mit einem Süssgetränk betäubt haben. Dadurch schliefen die Opfer derart tief, dass sie nichts von den Taten bemerkten. So die Vermutung der Staatsanwaltschaft.

Bei einem Opfer gab er sich als «coolen Freund». Erstmals missbrauche Roland W. ihn, als er 9 Jahre war. In der Pubertät gab der Angeklagte dem Teenager Schnaps, Wodka und Joints. Auch er soll durch das Süssgetränk gefügig gemacht worden sein. Das jüngste Opfer war beim Sex erst 8 Jahre alt. An ihm vergriff er sich auch während eines Pfadilagers sowie auf Reisen in einem Hotelzimmer in Deutschland oder Spanien.  

In welchen Pfadis Roland W. tätig war, ist unklar. Die Pfadi Zürich schreibt in einer Mitteilung, dass ihr der Fall nicht bekannt ist. «Wir verurteilen jegliche Ausübung sexueller Gewalt. Unsere Gedanken sind bei den Opfern», so die Pfadileitung auf der Webseite.

Zehntausende Kinderpornos

Opfer fand Roland W. auch im Internet. Er sammelte nahezu jedes kinderpornografische Material im Internet, das ihm unter die Finger kam. Bei der Festnahme zählten die Ermittler 5072 Videos sowie 31'162 Bilddateien. Dazu sechs Videokassetten, die er beim Sex mit seinen Opfern selbst drehte.

Die Staatsanwaltschaft sieht den Fall als besonders aussergewöhnlich an: «Von den Zürcher Fällen im Bereich der sexuellen Gewalt an Kindern ist dies einer der grössten der letzten Jahre», sagte Sprecherin Simone Altenburger zur «Limmattaler Zeitung».

Ein Nachbar beschrieb Roland W. als «nett aber unauffällig». Man habe nie Kinder in Roland W.s Wohnung gesehen, er sei auch sonst nicht auffällig gewesen. Deshalb habe er anfangs auch keine Vermutung gehabt, wieso Roland W. verhaftet wurde. «Man sagte sich nur, dass es etwas Schlimmes sein musste», so der Nachbar.

Der Prozess gegen Roland W. beginnt am 25. April vor dem Dietiker Bezirksgericht. Noch ist unklar, welche Strafe die zuständige Staatsanwältin fordern wird.

Roland W. befindet sich seit Januar 2015 in Haft. (pma)

* Name der Redaktion bekannt

 

Magnesium-Verpuffung im Chemie-Unterricht in Muri AG: Lehrer (62) verletzt, sieben Schüler im Spital

MURI AG - In einer Schule in Muri AG kam es heute Nachmittag zu einer Verpuffung von Magnesium. Der Klassenlehrer ist verletzt, sieben Schüler wurden zur Kontrolle ins Spital gebracht.

Ein Grossaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Ambulanzen musste heute Nachmittag, kurz nach 14 Uhr zur Bachmatten-Schule in Muri AG ausrücken. Der Grund: Eine Verpuffung im Chemiunterricht.

Bei der «Mini-Explosion» im Umgang mit hochexplosivem Magnesium, habe sich der Lehrer (62) Brandverletzungen an den Extremitäten zugezogen. Wie die Kantonspolizei Aargau schreibt, wurden zudem sieben Schüler zur Kontrolle ins Spital gebracht. Sie hatten über Atembeschwerden geklagt.

Bei der Verpuffung entstanden Rauchschwaden, die Klasse musste das Schulzimmer sofort verlassen. Im Zimmer und im Korridor entstanden Russschäden.

Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden. Die Kantonspolizei hat Ermittlungen zum Fall aufgenommen. Die Schulpflege richtete eine Hotline für Angehörige der Schülerinnen und Schüler ein. (stj)

 

Türkei - USA: US-Aussenminister Tillerson in Ankara

Rex Tillerson (l) und Mevlüt Cavusoglu am Donnerstag Ankara.

Ankara ? US-Aussenminister Rex Tillerson hat sich bei einem Besuch in Ankara darum bemüht, die angespannten Beziehungen der USA zur Türkei zu verbessern. Ankara sei ein «Schlüsselpartner» im Kampf gegen die IS-Miliz in der Region, sagte Tillerson am Donnerstag vor den Medien.

Der US-Chefdiplomat traf in dem NATO-Partnerland neben seinem Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu auch Präsident Recep Tayyip Erdogan und Ministerpräsident Binali Yildirim. Bei einer gemeinsamen Medienkonferenz mit Cavusoglu in Ankara sagte Tillerson, beide Länder seien sich einig, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekämpft werden müsse.

Zum Syrien-Konflikt sagte der US-Diplomat, dass letztlich das syrische Volk über das Schicksal des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu entscheiden habe. Der frühere US-Präsident Barack Obama hatte Assads Rückzug von der Macht lange Zeit ebenso wie die syrischen Aufständischen zu einem politischen Ziel erklärt.

Die neue US-Regierung unter Präsident Donald Trump konzentriert sich indes eher auf den Kampf gegen die IS-Miliz, die in Syrien sowie im Irak aktiv ist.

Cavusoglu sagte dazu, die Türkei erwarte eine bessere Kooperation mit der Trump-Regierung, was die syrischen Kurden angehe. Es sei «nicht gut oder realistisch, mit einer Terrorgruppe zusammenzuarbeiten und gleichzeitig eine andere Terrorgruppe zu bekämpfen».

Die in Nordsyrien aktiven syrisch-kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) sind eng mit der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbunden. Ankara betrachtet die PKK und die YPG als terroristische Vereinigungen. Washington sieht in den YPG hingegen eine nützliche Schlagkraft gegen den IS.

Tillerson besprach sich auch mehr als zwei Stunden lang mit Staatschef Erdogan. Wie aus dem Umfeld des Präsidenten verlautete, betonte Erdogan dabei, dass der Kampf gegen den Terrorismus mit «legitimen Akteuren» geführt werden müsse.

Auch mit Regierungschef Yildirim traf sich Tillerson. Wie aus Aussenamtskreisen verlautete, debattierten die Politiker darüber, wie die sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Verbindungen in der Region gestärkt werden könnten.

Die bilateralen Beziehungen beider Länder sind auch wegen des Streits über den Prediger Fethullah Gülen getrübt, der in den USA im Exil lebt und den Ankara für den Putschversuch im Juli verantwortlich macht. Ankara fordert seit langem die Auslieferung des Geistlichen.

Nach Angaben von Yildirims Büro sprachen der Regierungschef und der US-Aussenminister auch über die nächsten Schritte im Fall Gülen. Ankara hofft auf eine Verbesserung des Verhältnisses unter Präsident Trump - auch hinsichtlich Gülen.

 

«Soldaten, bitte aufstehen und Platz machen!»: Armee ist hässig auf die SBB

In einem vollen Zug forderte ein Kondukteur Armeeangehörige auf, zahlenden Passagieren Platz zu machen. Die Armee hat kein Verständnis für dieses Vorgehen.

Montagmorgen: Der Intercity von Genf nach Bern ist rappelvoll. Da ertönt über den Lautsprecher die Durchsage: «Inhaber eines SBB-Mitarbeiter-GAs und Armeeangehörige mit Marschbefehl: Bitte geben Sie Ihre Plätze zahlenden Passagieren frei.» In der ersten Klasse fordert ein Kondukteur zudem einen Offizier auf, seinen Sitzplatz einem anderen Pendler zu überlassen.

Eine Frechheit, findet der Waadtländer Armeeoffizier Simon Hostettler (35). «Ich bin schockiert über dieses diskriminierende Verhalten gegenüber Menschen, die ihre Zeit und Energie für die Zivilbevölkerung hergeben», schreibt er in einem öffentlichen Facebook-Post. Hostettler war am Montag in Zivil im Intercity unterwegs und wurde Zeuge der Szene in der ersten Klasse und der Lautsprecherdurchsage.

«Armeeangehörige sind wie normale Passagiere zu behandeln»

«Ich habe nichts gegen die SBB», sagt Hostettler zu BLICK. «Aber das Verhalten des Kondukteurs war in diesem Fall nicht in Ordnung.» Als er den Kontrolleur darauf ansprach, habe dieser die Aktion wie folgt begründet: Normale Pendler zahlten im Gegensatz zu Armeeangehörigen 7000 Franken für ein GA.

Hostettler hofft auf eine Entschuldigung der SBB. Doch diese verteidigen auf Facebook das Vorgehen des Kondukteurs. In einem zweiten Kommentar heisst es, er solle sich beim Kundendienst melden, damit der Vorfall geprüft werden könne.

Die SBB nehmen den Kontrolleur in Schutz. «Es gibt keine spezifischen Vorschriften für solche Fälle», sagt Sprecher Jean-Philippe Schmidt zu «20 Minutes». In dem konkreten Fall habe der Kondukteur den jungen und gesunden Armeeangehörigen wohl zugemutet, einen Teil der Fahrt stehend zu verbringen.

Das Militär sieht es anders. «Armeeangehörige sollten für ältere und gebrechliche Menschen aufstehen, wie alle anderen auch», sagt Armeesprecher Daniel Reist zu BLICK. «Ansonsten sind sie ganz normale Passagiere und so sollten sie auch behandelt werden.» Manchmal hätten die Armeeangehörigen einen Sitzplatz nötiger als andere: «Sie haben vielleicht sogar grössere körperliche Belastungen hinter sich, sind todmüde und froh, sitzen zu können.»

«Die Züge sind überall voll, das liegt nicht an uns»

Beschwerden von Passagieren, die sich durch Armeeangehörige gestört fühlen, gebe es selten, so Reist. Höchstens wenn sie sich danebenbenehmen oder mit ihrem Gepäck die Sitzplätze verstopfen. Die SBB bekommen allerdings nach eigenen Angaben keine Beschwerden von Pendlern über Armeeangehörige in Zügen.

Von Forderungen, die Armee solle Soldaten und Rekruten zu Randzeiten ein- und ausrücken lassen, um die Züge in Stosszeiten zu entlasten, hält Reist nichts. «Die Züge sind überall voll, das liegt nicht an uns», so der Sprecher. Man könne doch Rekruten nicht am Freitag um elf Uhr gehen lassen, nur damit sie in leeren Zügen fahren können. «Sie dürfen gehen, wenn ihre Arbeit erledigt ist.»

Auch wenn Angehörige der Armee ihre Zugfahrten nicht selber bezahlen, lassen sie die SBB nicht gratis fahren. Das Departement für Verteidigung zahlte dem Transportunternehmen im letzten Jahr 47 Millionen Franken dafür. Je nach Dienstgrad erlaubt der Marschbefehl Fahrten in der zweiten oder ersten Klasse.

Auf Facebook hat Simon Hostettler vorwiegend positive Reaktionen bekommen. Einige User stellten sich aber auf die Seite der SBB. Ein Argument, das mehrmals genannt wurde: Armeeangehörige seien im Dienst der Bevölkerung und sollen deshalb für andere Passagiere aufstehen.

Wie sehen Sie das? Wurden die Armeeangehörigen vom Kontrolleur unfair behandelt? Oder kann man von ihnen erwarten, Platz zu machen? Haben Sie selber schon Erfahrungen mit Soldaten und Rekruten in Zügen gemacht? Lassen Sie es uns in der Kommentarspalte wissen.

 

Grünes Licht: VW darf umgerüstete Dieselautos verkaufen

Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat nach Angaben von Volkswagen grünes Licht für den Verkauf von bis zu 67'000 Dieselmodellen aus dem Jahr 2015 gegeben, deren Abgasvorrichtungen nach dem Emissionsskandal umgerüstet wurden.

Die Autos seien von einem Verkaufsstopp betroffen gewesen, den VW im September 2015 verhängt habe. Damals hatte VW Manipulationen an Dieselmotoren zugegeben.

Unter den Fahrzeugen seien auch etwa 12'000 Autos, die bei Händlern lagerten, sagte eine VW-Sprecherin in den USA am Mittwoch.

Eine illegale Software sorgte dafür, dass Grenzwerte für gesundheitsschädliches Stickoxid nur auf dem Prüfstand eingehalten werden.

Im normalen Strassenverkehr ist der Schadstoffausstoss um ein Vielfaches höher. Weltweit sind rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen. (SDA)

 

Das sagt Burka-Verbieter Wobmann zum Ösi-Gesetz: «Die Schweiz wird zum Burka-Mekka»

Nationalrat Walter Wobmann (rechts) bei der Unterschfitensammlung für die Verhüllungsverbots-Initiative am 15. März 2016 auf dem Berner Bundesplatz.

BERN - Österreich will das Tragen einer Burka unter Strafe stellen. BLICK zeigt, wie das gehen soll ? und hat den Schweizer Initianten Walter Wobmann (SVP) gefragt, was er davon hält.

Nun also auch Österreich: Unser Nachbar will das Burka-Tragen verbieten und unter Strafe stellen. Damit folgen die Ösis einem internationalen Trend. In Frankreich, Belgien und Bulgarien gilt bereits ein Verschleierungsverbot. In Deutschland und den Niederlanden dürfte es in der einen oder andern Form auch kommen. Und in der Schweiz gilt im Kanton Tessin ein Verhüllungsverbot.

Das umstrittene «Bundesgesetz über das Verbot der Verhüllung des Gesichts in der Öffentlichkeit» der Österreicher sieht Bussen bis zu 150 Euro ? rund 160 Franken ? vor. Doch was verlangt das Gesetz im Detail?

Österreich: Verbot soll Integration fördern

Das Ziel der neuen Regeln ist die «Förderung der Integration», heisst es im ersten Paragrafen. Die Integration beruhe auf persönlicher Interaktion und dem Mitwirken aller Menschen, die im Land leben.

Das Verbot soll an öffentlichen Orten und in öffentlichen Gebäuden sowie im Verkehr gelten. Verboten ist dabei nicht ausdrücklich die Burka. Strafbar macht sich, wer seine Gesichtszüge «durch Kleidung oder andere Gegenstände» verhüllt.

Eine Ausnahme wollen die Ösis machen, falls die Verhüllung im Rahmen künstlerischer, sportlicher oder kultureller Veranstaltungen stattfindet. Ebenfalls ausgeschlossen vom Verbot sind Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen «verhüllen», also etwa Chirurgen oder Bauarbeiter.

Beim Initianten der schweizerischen Verhüllungsverbots-Initiative, SVP-Nationalrat Walter Wobmann, kommen diese Bestimmungen gut an. «Ich teile die Ansicht, dass ein Verhüllungsverbot die Integration fördert», sagt er.

Schweiz: Dank Minarettverbot eine «Vorreiterrolle»?

Als zu tief bewertet der Solothurner hingegen die Busse in Höhe von 150 Euro. «Schliesslich ist unser Preisniveau auch höher als in Österreich», so Wobmann. Ihm schweben «eher 500 als 200 Franken» Busse vor, falls das Begehren dereinst angenommen werden sollte.

 

Zwar begrüsst der Vater des Minarettverbots, dass immer mehr Staaten die Burka verbieten. Es sei allerdings «tragisch», dass der Ständerat nicht mitgezogen habe. Der SVP-Mann sagt: «Rund um die Schweiz erlässt ein Land nach dem anderen ein Burkaverbot. Die Schweiz wird so zu einem Burka-Mekka und isoliert sich international.»

Dank der direkten Demokratie habe die Schweiz mit dem Minarettverbot eine «Vorreiterrolle» eingenommen. Das habe für andere Staaten in Bezug auf die Burka «das Eis gebrochen», ist er überzeugt. 

Er setzt nun auf die Schweizer Bevölkerung. «Die Initiative wird zustande kommen», sagt Wobmann. Nach einem kurzen Unterbruch im Winter laufe die Unterschriftensammlung wieder auf Hochtouren.

 

Österreichs Minister Kurz erklärt seine Asyl-Massnahmen: «Klare Regeln für Flüchtlinge»

Österreichs Integrations- und Aussenminister Sebastian Kurz (30) verbietet Burka und Koran-Verteilaktionen. Jeder Flüchtling muss Integrationskurse besuchen und arbeiten. Wer dagegen verstösst, erhält weniger Geld.

Der Shootingstar der österreichischen Politik findet klare Worte: «Es gibt in ­Europa bestimmte Spielregeln, und die sind uneingeschränkt zu re­spektieren. Mit unserem Gesetz wird eine Pflicht zur Integration festgeschrieben.» Aussen- und Integrationsminister Sebastian Kurz (30) ist der Vater dieses neuen ­Gesetzes. Es sieht scharfe Massnahmen vor: Burka und Koran-Verteilung werden verboten, Integra­tionskurse und Arbeit für Asylbewerber obligatorisch.

Wer dauerhaft in Österreich bleiben darf, muss die westlichen Werte akzeptieren. Deshalb hat Kurz ein Burkaverbot durchgesetzt. Er sagt: «Eine komplette ­Verschleierung steht nicht im Einklang mit unseren Grundwerten. Sie untergräbt die Gleichstellung zwischen Mann und Frau.»

BLICK hat das neue österreichische Gesetz mit den Regeln in der Schweiz verglichen. Fazit: Bei uns ist vieles Sache der Kantone oder gar der Gemeinden, was zu un­zähligen verschiedenen Lösungen führt. Könnte Österreich nun zum Vorbild für die Schweiz werden?

BLICK: Herr Minister, wollen Sie mit dem neuen Gesetz Flüchtlinge abschrecken, damit sie gar nicht erst nach Österreich kommen? 
Sebastian Kurz: Wir haben das Ziel, den Zustrom von Flüchtlingen zu reduzieren. Das erfolgt aber nicht mit dem neuen Gesetz, sondern mit der Schliessung der Westbalkanroute. Dadurch gelangen 98 Prozent weniger Menschen über diesen Weg zu uns als zuvor. Das Ziel des neuen Gesetzes dagegen besteht in der Integration derjenigen, die hierbleiben dürfen.

Welche Überlegung steckt hinter dem neuen Integrationsgesetz?
Es sollen sehr klare Spielregeln für die Integration von Flüchtlingen gelten. In den vergangenen Jahren wurden in Österreich weit über 150'000 Asylanträge gestellt ? das sind mehr Anträge als Bern Einwohner hat. Wir können davon ausgehen, dass 40 bis 50 Prozent dieser Asylbewerber dauerhaft in unserem Land bleiben werden. Damit müssen wir umgehen. Ich habe lange gekämpft für dieses Gesetz. Nun bin ich froh, dass es durchgekommen ist.

Ist es ein Modell für ganz Europa und auch für die Schweiz?
Jedes Land muss für sich entscheiden, welche Regeln gut sind. Es gibt in Europa bestimmte Spielregeln, und die sind uneingeschränkt zu respektieren. Mit unserem Gesetz wird eine Pflicht zur Integration festgeschrieben. Damit stellen wir klar, dass es in Österreich und Europa eine ganz bestimmte Werte- und Gesellschaftsordnung gibt. Und diese ist von allen, die dauerhaft in unserem Land leben wollen, uneingeschränkt zu respektieren. Zudem verbieten wir Symbole einer Gegengesellschaft.

Wie zum Beispiel die Burka. Aber ist sie wirklich ein Problem?
Die Burka ist im Alltag in Österreich kein Problem, der Nikab schon. Die Anzahl Frauen, die einen Nikab tragen, ist deutlich gestiegen. Vor fünf Jahren war das noch kein Thema. Heute wird es mehr und mehr zu einem. Ich halte es für richtig, diese Symbole einer Gegengesellschaft zu verbieten. Eine komplette Verschleierung steht nicht im Einklang mit unseren Grundwerten. Sie untergräbt die Gleichstellung zwischen Mann und Frau.

Ist es nicht ein Eingriff in die Religionsfreiheit?
Die Burka ist kein religiöses Symbol, sondern das Symbol des politischen Islamismus und gehört daher verboten. Die Vollverschleierung hat bei uns definitiv keinen Platz. Sie ist ein klarer Angriff auf die Gleichstellung zwischen Mann und Frau. Das passt nicht in unser Wertesystem.

Sie verbieten auch das Verteilen des Korans. Zielen Sie damit auf Radikalisierungsnetzwerke, die Jugendliche für den Dschihad begeistern wollen?
Die Radikalisierungstendenzen haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Wir haben in Österreich rund 300 Menschen, die sich in den Irak und nach Syrien aufgemacht haben und dort mit dem IS morden und vergewaltigen. Salafisten haben in Österreich immer wieder auf öffentlichen Plätzen radikale Schriften verteilt. Mit dem Gesetz wird genau das in Zukunft verboten.

Aber reicht da das Verbot von Koran-Verteilung? Gehen diese Leute nicht einfach in den Untergrund?
Die Rekrutierung findet auf allen Ebenen statt. Auch im Untergrund, in Moscheen und im Internet. Wir kämpfen überall und auf allen Ebenen dagegen an. Wir sind auch mit der islamischen Gemeinschaft im Kontakt und arbeiten mit ihr zusammen. Gläubige Muslime, die sich klar gegen Terrorismus aussprechen, leisten einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den politischen Islam.

Integrationskurse werden obligatorisch. Ab wann soll man Flüchtlinge integrieren?
Menschen, die im Land bleiben dürfen, müssen möglichst schnell integriert werden. Wenn hingegen jemand keine Chance hat, in Österreich zu bleiben, geht es nicht um Integration. Sondern um die schnelle Rückschaffung.

Welche Werte werden vermittelt?
Unsere Verfassung, unsere Gesetze und Grundwerte, die uns verbinden. Natürlich der Zugang zum Rechtsstaat, die Demokratie und die Gleichstellung von Mann und Frau. Wir zeigen in Werte- und Orientierungskursen unsere Spielregeln auf: Wie man sich begrüsst zum Beispiel, dass Mädchen frei sind in ihrer Partnerwahl und ob sie heiraten wollen. Es sind keine abstrakten Kurse, sondern sehr praxisbezogene.

Wer die Kurse nicht besucht, dem wird die Sozialhilfe gestrichen. Funktioniert Zwang?
Wer bei uns leben möchte ? in Sicherheit, geschützt vor Verfolgung ?, wer hier um Asyl bittet, der muss sich an unsere Regeln halten. Deshalb müssen diese Menschen unsere Sprache lernen und diesen Kurs besuchen. Und wer auf dem regulären Arbeitsmarkt keinen Job findet, der muss gemeinnützige Arbeit leisten und damit einen Beitrag für das Land. Wer sich verweigert, dem werden die Sozialleistungen gestrichen. Ich finde: Integration muss durch Fördern und Fordern erfolgen.

Nehmen Flüchtlinge nicht Österreichern den Job weg?
Viele Asylberechtigte finden keinen Job und beziehen Sozialleistungen. Diese sind in Österreich durchaus attraktiv. Da setzen wir mit unserem Integrationsgesetz an: Wer nicht arbeitet, erhält weniger. So werden auch Jobs im niedrig qualifizierten Bereich attraktiv. Und alle, die trotzdem keinen Job finden, leisten gemeinnützige Arbeit. Das fördert die Integration, die Menschen werden beschäftigt. Sie kommen nicht auf falsche Gedanken.

Wenn jeder eine Beschäftigung hat: Macht das Österreich nicht noch attraktiver als Asylland?
Wenn es uns nicht gelingt, die Menschen besser zu integrieren, werden die Spannungen zunehmen. Entscheidend ist aber auch, dass wir gleichzeitig den Zustrom nach Europa und nach Österreich reduzieren. Dafür kämpfe ich weiter.

 

Fit oder fett: Wie uns Zucker das Leben schwer macht

 

Offenbar genügt eine durchschnittliche Dosis Zucker, um sich in wenigen Wochen die Gesundheit zu ruinieren.

So viel braucht es gar nicht: Eine Dose Limo, zwei Schokoriegel, 200 Gramm Fruchtjoghurt, 50 Gramm Cornflakes und drei Tassen Kaffee mit Zucker, und schon sind wir auf 160 Gramm Zucker angelangt und haben noch kaum die Hälfte unseres Kalorienbedarfs gedeckt.

160 Gramm Zucker pro Tag sind das, was ein australischer Jugendlicher laut Statistik zu sich nimmt, und an diese Menge hat sich auch Damon Gameau bei seinem 60-tägigen Selbstversuch gehalten. Er hatte zuvor jahrelang gar keine zuckerhaltigen Lebensmittel gegessen und mit mässig Sport und täglich 2300 Kalorien sein Gewicht gehalten. An diesen Lebensgewohnheiten änderte er ? bis auf die 160 Gramm «versteckte» Zucker ? nichts.

WHO empfiehlt 25 Gramm - pro Tag

Extrem ist das nicht. Zwar empfiehlt die Weltgesundheitsbehörde WHO, den Zuckerverbrauch auf 25 Gramm täglich zu geschränken, doch die Realität sieht anders aus. Gemäss Gastromed verbraucht der durchschnittliche Schweizer pro Jahr 52 Kilo Zucker. Das sind sogar in einem Schaltjahr 142 Gramm pro Tag. Über den Daumen gepeilt kann man also davon ausgehen, dass mindestens jeder dritte Erwachsene Schweizer die von Gameau getesteten 160 Gramm übertrifft.

Dieser ganz normale Wahnsinn hatte Folgen: Schon nach 12 Tagen hat Gameau 3 Kilo zugenommen, nach 60 Tagen waren es 8,5 Kilo und 11 Zentimeter mehr Bauchumfang. Gameau hatte eine Fettleber, litt unter Bluthochdruck und Diabetes 2 im Frühstadium und die Ärzte.

 

Sind diese Ergebnisse allgemeingültig? Nein, meint Isabelle Keller, Ernährungswissenschaftlerin bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Dies sei bloss ein Einzelfall und keine wissenschaftliche Studie. Doch das heisst auch, dass es in anderen Einzelfällen noch schlimmer heraus kommen könnte. Dafür dass Gameau Fall nicht untypisch ist, spricht auch die Tatsache, dass Blutdrucksenker und Statine (gegen einen zu hohen Cholesterin-Spiegel zu den meistverschriebenen Medikamenten gehören. Inzwischen leben und leiden fast die meisten Menschen über 40 wie Gameau in der neunten Woche, doch sie haben sich daran gewöhnt.

Heisshunger nach einer Stunde

Gameaus Selbstversuch ist nicht ganz neu und auch nicht das einzige Experiment dieser Art. Berühmt wurde etwa auch Super Size Me (30 Tage nur Fastfood). Eindrücklich sind vor allem Gameaus Schilderungen seiner Befindlichkeit: Nach einer Stunde setzte immer wieder der Heisshunger ein, seine Wahrnehmung wurde unscharf, er war oft müde und lustlos. Der Entzug nach 60 Tagen sei reinste Folter gewesen. Kopf- und Bauchschmerzen. Er habe es nur durchgehalten, weil er sich noch daran erinnern konnte, um wie viel besser seine Lebensqualität in der Vor-Zuckerzeit gewesen sei.

Hormone haben einen Einfluss

Doch warum hat Gameau bei gleich viel Kalorien und gleich viel Sport 8,5 Kilo zugenommen? Heisst das nicht, dass er heimlich doch mehr gegessen hat? Kann sein. Schliesslich wurde sein Experiment nicht wissenschaftlich begleitet. Doch mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt es daran, dass die Ernährung unseren Hormonhaushalt ganz schön durcheinander bringt. Unser Gewicht hängt nicht (nur) von den zuführten Kalorien, sondern von den Hormonen ab. Diese bestimmen, ob Kalorien als Fett gespeichert oder als Energie verbrannt werden.

Und das Hungergefühl hängt nicht nur von den Kalorien, sondern auch von den Nährstoffen ab. Bekommt der Körper zu wenig davon (Vitamine, Mineralstoffe etc.), aktiviert er das Hungerhormon Ghrelin und verlangt nach mehr Nahrung, in der Hoffnung, dass da etwas Brauchbares dabei sei. Beim Zucker ist nichts dabei ? also Hungerrrr!!

Das alles, ist wie gesagt nicht neu: Aber weil wir uns inzwischen so sehr an den Zucker gewöhnt haben, sollten wir Herrn Gameau dankbar sein, dass er uns mit seinen spektakulären Selbstversuch wieder daran erinnert, dass ein besseres Leben möglich ist. Klinische Versuche sind da weit weniger hilfreich.

 

Weit mehr als ein lästiges Unkraut: Nährstoffbombe Brennnessel

Tea with fresh nettles on a wooden background

Brennnesseln können schon bei der kleinsten Berührung starke Schmerzen hervorrufen. Dabei ist die Pflanze für unseren Körper ein wahres Wundermittel.

Als Kind haben wir alle die schmerzliche Erfahrung mit Brennnesseln gemacht. Die Pflanze wird meist als lästiges Unkraut betitelt - zu Unrecht!

Doppelt so viel Eisen wie Spinat

In der Naturheilkunde gilt die Brennnessel als «Königin der Heilpflanzen». Kein Wunder, enthält sie mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Sie ist reich an Mineralien wie Magnesium, Eisen und Kalium. Frische Brennnesselblätter enthalten doppelt so viel Eisen wie Spinat und fünfmal mehr Kalzium als Milch.

Zudem sind sie reich an Eiweiss. 100 Gramm enthalten etwa gleich viel Eiweiss wie die gleiche Menge frischer Hülsenfrüchte. Ausserdem wirkt die Brennnessel blutreinigend und verdauungsfördernd.

Vorsicht bei der Ernte

Brennnesseln spriessen noch vor dem Bärlauch, ihre Saison dauert bis Mitte September. Die ganze Pflanze ist essbar, sprich Wurzel, Stängel, Blätter, Blüten und Samen. Wegen der Brennhaare sollte man beim Ernten jedoch vorsichtig sein. Dicke Handschuhe sind ein Muss.

Frische Brennnesselblätter eignen sich wegen ihrem herb-aromatischen Geschmack gut für Salate, gekocht in Suppen oder als Nährstoffbombe für grüne Smoothies. Die Samen schmecken mild nussig, perfekt fürs Butterbrot oder geröstet ins Müesli gestreut.

 

Brennnesseltee hervorragend für Detox

Brennnesseltee wirkt entwässernd, blutreinigend und entschlackend. Eignet sich also hervorragend für Detox-Kuren. Wer Probleme mit den Harnwegen, der Blase oder den Nieren hat, sollte öfter zu Brennnesseltee greifen. Er sorgt dafür, dass die Harnwege durchgespült werden. Auf diese Weise können sich weder Krankheitserreger festsetzen noch Blasen- oder Nierensteine bilden.

Gut gegen Akne

Wer lästige Pickel loswerden will, kann sich einzelne Mitesser mit einer Tinktur aus frisch aufgegossenem Brennnesseltee abtupfen. Oder das Gesicht einfach 15 Minuten über ein Dampfbad aus Brennnesseltee halten. Die Poren werden geöffnet, die Schweissproduktion angeregt und die Entzündung vermindert.

Netter Nebeneffekt der Heilpflanze: Brennnesseln sollen auf Männer und Frauen aphrodisierend wirken. En Guete! (gru)

 

Ukraine: Kiew: Waffenruhe in Ostukraine ab Samstag

Zerstörungen in der Ostukraine nach neuen Kämpfen. Der ukrainische Präsident hat eine neue Waffenruhe für das Gebiet angeordnet, die ab Samstag gelten soll.

San Giljan ? Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat für diesen Samstag eine Waffenruhe im Kriegsgebiet Donbass angeordnet. Damit widerlege die Ukraine Vorwürfe aus Russland, nichts für eine friedliche Lösung des Konfliktes mit Separatisten in der Ostukraine zu tun.

«Leider sind wir nicht sehr optimistisch, dass sich die andere Seite an die Absprache halten wird», sagte Poroschenko Kiewer Medien zufolge am Donnerstag in Malta. Die Konfliktparteien hatten sich am Mittwoch bei einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe im weissrussischen Minsk auf die Feuerpause geeinigt.

Die prowestliche Führung in Kiew und die prorussischen Separatisten hatten seit dem Beginn der Kämpfe im April 2014 zahlreiche Anläufe für eine Waffenruhe unternommen. Meist brachen schon nach kurzer Zeit wieder neue Kämpfe aus.

Die Umsetzung eines Friedensplans kommt seit Monaten nicht voran. Das ukrainische Militär berichtete am Donnerstag von zwei getöteten und drei verletzten Soldaten im Donbass.

Poroschenko sagte nach Gesprächen mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker am Rande eines Treffens der Europäischen Volkspartei in Malta, in der kommenden Woche erhalte sein Land 600 Millionen Euro Finanzhilfe von der EU. Die Ex-Sowjetrepublik erwartet zudem weitere Kredite vom Internationalen Währungsfonds.

 

Viertelfinal-Gegner in Miami: Gegen Berdych nahm Federers Abenteuer seinen Lauf

Roger Federers nächster Rivale im Miami-Viertelfinal heisst am Donnerstag Tomas Berdych. Der Tscheche stand an den Australian Open im Januar am Ursprung von Rogers Super-Comeback.

Zwei Monate nach ihrem letzten Duell stehen sich Roger Federer (ATP 6) und Tomas Berdych (ATP 14) wieder gegenüber. Im Miami-Viertelfinal gehts am Donnerstag zum 24. Mal um den Sieg. Federer liegt in der Bilanz mit 17:6-Erfolgen vorne.

Ans letzte Match in der dritten Runde der Australian Open im Januar hat der Maestro besonders gute Erinnerungen. Damals wusste Roger kurz nach dem Comeback nicht genau, wies um seine Form steht.

Auf dem Spiel stand viel. Hätte Federer gegen Berdych verloren, wäre er aus den Top 30 gefallen. Stattdessen putzte Roger den Tschechen souverän in drei Sätzen vom Platz (6:2, 6:4, 6:4) ? und legte den Grundstein zum späteren Titel. 

«Dieser Match war der Beginn des Abenteuers. Ich sagte mir danach, dass ich vielleicht ein bisschen besser bin, als ich dachte. Ich glaube aber nicht, dass der nächste Match ähnlich wird wie in Melbourne. Tomas und Goran Ivanisevic haben ihre Lehren daraus ziehen müssen», sagt Roger.

Ob dies wirklich so ist, werden wir auf dem Platz sehen. Noch steht Federer in Miami ohne Satzverlust da. (rib)

Verfolgen Sie den Viertelfinal Federer ? Berdych live ab 21.00 Uhr im Ticker auf BLICK!

 

Integrations-Offensive: Der grosse Vergleich Österreich-Schweiz

Österreich verbietet die Vollverschleierung von Frauen im öffentlichen Raum.

ZÜRICH - Die Österreicher haben ein umfassendes Integrationsgesetz beschlossen. Es sieht unter anderem ein Burkaverbot und Arbeitstrainings für Flüchtlinge vor. Wie sehen die Regelungen in der Schweiz aus? Überholen uns unsere Nachbarn jetzt rechts?

Die österreichische Regierung will für mehr Integration sorgen. Das Paket betrifft vier Bereiche, die auch in der Schweiz heiss diskutiert werden.

Burkaverbot

Österreich verbietet die Vollverschleierung von Frauen im öffentlichen Raum. Neben der Burka sind noch weitere Kleidungsstücke, die das Gesicht verhüllen, verboten. Bei Verstössen droht eine Strafe von 150 Euro. 

In der Schweiz sind Burka und Gesichtsschleier seit Juli 2016 im Kanton Tessin verboten. Frauen, die sich nicht daran halten, werden gebüsst. Die Erfahrung zeigt: Viele verschleierte Frauen, die von der Polizei auf das Verbot aufmerksam gemacht wurden, legten den Schleier ohne Probleme ab. Auf nationaler Ebene läuft die Unterschriftensammlung für ein nationales Burkaverbot. Beobachter gehen davon aus, dass das Burkaverbot gute Chancen vor dem Volk hat.

 

Koran-Verteilaktionen

In Österreich ist das Verteilen von Schriften künftig bewilligungspflichtig. Radikale Organisationen sollen diese Bewilligungen nicht erhalten. Hintergrund: Salafisten rekrutieren im Umfeld solcher Verteilaktionen neue Unterstützer.

In der Schweiz sind die Verteilaktionen auf Gemeindestufe bewilligungspflichtig. Doch viele Gemeinden finden die Hürden, um eine Bewilligung nicht zu erteilen, zu hoch. Das meint auch der Präsident der kantonalen Polizeidirektoren, der Berner Regierungsrat Hans-Jürg Käser. Er forderte im Februar sogar eine Diskussion über ein Verbot der Organisationen, die solche Koran-Verteilaktionen durchführen.

Integration

In Österreich müssen Flüchtlinge, vorläufig Aufgenommene und Ausländer, die mit dem Familiennachzug ins Land kommen, eine Integrationsvereinbarung unterzeichnen. Damit verpflichten sie sich, Sprach-, Werte- und Orientierungskurse zu besuchen. Kommen sie dieser Pflicht nicht nach, droht beispielsweise die Kürzung der Sozialhilfe. Über ihre Fortschritte müssen sie eine Prüfung ablegen.

In der Schweiz sieht das Ausländergesetz seit 2008 die Möglichkeit vor, dass die Behörden Vorgaben für die Integration machen. Darunter sind Vereinbarungen, welche Sprach- oder Integrationskurse Ausländer besuchen müssen. Zuständig sind die Kantone, die unterschiedliche Lösungen erarbeitet haben. Während die einen fast flächendeckend Integrationsvereinbarungen abschliessen, sind andere dabei zurückhaltender.

Arbeitsmarkt

Für Flüchtlinge und Asylbewerber mit grossen Chancen auf einen positiven Entscheid führt Österreich ein Pflicht-Jobtraining ein. Das umfasst Bewerbungskurse, aber auch gemeinnützige Gratis-Praktika. Auch hier droht die Kürzung der Sozialhilfe, wenn jemand sich verweigert.

Die Schweiz fördert ebenfalls mit verschiedenen Massnahmen die Integration in den Arbeitsmarkt, denn heute beziehen zu viele Sozialhilfe. Mit speziellen Programmen, wie etwa in der Landwirtschaft, wird versucht, Flüchtlingen Arbeitspraxis zu ermöglichen. Im neuen Integrationsgesetz werden zudem die bürokratischen Hürden gesenkt, damit es einfacher wird, Flüchtlinge anzustellen.

 

Gegen illegale Streaming-Plattformen: Premier League lanciert grosse Polizei-Aktion

Die englische Premier League will gegen illegale Streaming-Plattformen vorgehen. Bereits mehrere Personen wurden verhaftet.

Wer keine Gebühren für Privat-Sender zahlen will, um im TV Fussball aus aller Welt zu schauen, der kann die Spiele heutzutage ganz einfach gratis im Internet geniessen. Unzählige Plattformen streamen die Partien online. 

Das Anschauen der Streams ist rechtlich eine Grau-Zone ? das Betreiben der Plattformen aber klar illegal, da die Urheberrechte verletzt werden. Für die Premier League sind die Dienste deshalb verständlicherweise ein Dorn im Auge. Kommt dazu, dass über die TV-Rechte für das nächste Jahr in England demnächst verhandelt wird.

Die Liga will nun gegen diese Streaming-Plattformen vorgehen. In Zusammenarbeit mit der Polizei und verschiedenen Internetdienstanbietern ist auf der Insel eine riesige Kampagne gestartet worden. Bereits mehrere Personen wurden verhaftet.

«Auf Grund dieser TV-Rechte ist es den englischen Klubs möglich, in talentierte Spieler zu investieren und diese zu fördern», erklärt ein Sprecher der Liga die In­ves­ti­ga­ti­on.

Auch die Privat-Sender wollen gegen die Streaming-Dienste ankämpfen. So stellt beispielsweise «Sky Sports» die Highlights der Premier-League-Spiele jeweils am Montag-Morgen gratis auf «Snapchat». Weitere solche Gratis-Angebote sollen folgen. 

 

Liebes-Aus bei Fabienne Bratschi und ihrem Millionär: Sturm im Paradies

Es hat sich ausgeträumt. Nach zehn Jahren Ehe haben sich Fabienne und Adrian Bratschi getrennt.

Auf der Liebesinsel Bora Bora sind dunkle Wolken aufgezogen. Nach fast zehn Jahren Ehe gibt Fabienne Bratschi (36) die Trennung von Ehemann Adrian (40) bekannt. «Wir haben uns privat in gutem Einvernehmen getrennt», bestätigt die Ex-Miss-Kandidatin dem BLICK. 

Sie fanden das «Paradies auf Erden»

2012 wanderte das Paar nach Bora Bora aus, wo es das «persönliche Paradies auf Erden» fand. Auf der Pazifikinsel genossen sie die sieben Sonnenstunden am Tag. Am liebsten während einer Bootstour. Das Model publizierte sein erstes Kinderbuch «Lilu und Dudu» und brachte sein eigenes Meersalz, «Bora Bora Sea Salt», auf den Markt. Adrian eröffnete ein Luxusresort mit 400 Metern Privatstrand.

Das Glück schien vollendet, als sich das Paar im vergangenen Jahr über Baby Nummer zwei freuen durfte. Nun wollen Fabienne und ihr Gatte trotz Trennung «gemeinsam zu den Kindern Lilou (7) und Leo (1) schauen». (srf/rla)

 

Mädchen schwer verletzt: Bauer überfährt Tochter (4) mit Traktor

 

Schock auf einem Bauernhof in Goldau SZ: Ein Bauer (44) ist mit seinem Traktor rückwärts über seine Tochter gerollt. Das Mädchen wurde mittelschwer verletzt.

Ein vierjähriges Mädchen ist am Donnerstag bei einem Verkehrsunfall auf einem Bauernhof in Goldau SZ mittelschwer verletzt worden. Sein 44-jähriger Vater war mit einem Traktor rückwärts gefahren und hatte es übersehen.

Wie die Schwyzer Kantonspolizei mitteilte, ereignete sich der Unfall kurz vor dem Mittag. Das Mädchen habe sich unbemerkt hinter das Fahrzeug begeben.

Die Verunfallte wurde vom Rettungsdienst in eine Spezialklinik gebracht.

 

Illustrator Schenardi (39) am Comix-Festival Fumetto: Kunst aus Fehlern im Teletext

Der Urner Illustrator Luca Schenardi (39) kritisiert in seinem neuen Buch den unreflektierten Newskonsum. Vernissage feiert er am Luzerner Comic-Festival Fumetto.

Er liebt den Teletext und erkennt Vogelarten an ihren Stimmen. Was nach einem veschrobenen Kauz klingt, ist einer der erfolgreichsten Illustratoren des Landes: der Urner Luca Schenardi (39).

Und der serviert erst mal Espresso für die Gäste. Nur nichts überstürzen an diesem sonnigen Frühlingsmorgen, in diesem umwerfenden Atelier in Flüelen UR direkt am Ufer des Urnersees. Schenardi nimmt sich Zeit, obwohl er keine hat.

Aus den Lautsprechern pumpt Hip-Hop, am Boden liegen Skizzen, Scheren, Filzstifte, Spraydosen, Leim. Willkommen in der Mundo Schenardi ? bunt, wild, bestimmt. An der Wand hängen kolorierte Illustrationen aus seinem neuen Buch «Meyer spricht von Gratiskaffee». Am Fumetto, dem Internationalen Comix-Festival Luzern (siehe Box), feiert er nächsten Samstag die Vernissage seines jüngsten Werks. Deshalb der Stress.

Es ist für Schenardi eine Rückkehr, am Fumetto 2009 gewann er den Förderpreis «Schleuder». «Der Preis hat den Namen wirklich verdient, er hat mich und meine Arbeit enorm weitergebracht», sagt Schenardi, der mittlerweile schon für die Neue Zürcher Zeitung, Die Zeit und Rolling Stone illustrierte. «Es war deshalb immer ein Ziel, wieder einmal dort auszustellen.»

Er füllte 23 Notizbücher mit Teletext-Fehlern

Es ist 22:42:05 Uhr am 22. Dezember 2014. Schenardi sitzt zu Hause auf dem Sofa, die Füsse hochgelegt, und wählt sich im Teletext ein. Ein tägliches Ritual. «Ich mag Teletext, weil er ein einfaches, langsames Medium ohne Bilder ist», sagt er. Er ertrage flackernde Bilder schlecht. «Das Teletext-Layout ist seit jeher gleich, dieses Konstante im Leben gefällt mir.»

Schenardi gibt im Teletext der ARD die Nummer 003 ein, Nachrichten. «In Dresden haben am Abend erneut Anhänger und Gegner des Pegida-Bündnisses demonstriert. Nach Polizeiangaben waren etwa 17'500 Pegida-Aktivisten zur Semperoper gekommen. Meyer spricht von Gratiskaffee. Zu einer Veranstaltung...»

Schenardi liess an diesem Abend die Fernbedienung sinken. «Das war die Entdeckung! Ist doch sagenhaft, Pegida-Anhänger kommen zusammen, und es gibt Gratiskaffee», sagt er. Seit der Umstellung vom analogen aufs digitale Fernsehen sind ihm immer wieder solche fehlerhaften Kombinationen im Teletext aufgefallen.

Mit Meyers Gratiskaffee begann aber schliesslich, was in nahezu manische Sammelwut mündete: Schenardi durchforstete sein Lieblingsmedium jeden Tag auf Fehler hin und fotografierte sie ab. In einem zweiten Schritt transkribierte er diese in selbst gebastelte Notizhefte und illustrierte sie spontan. Daraus entstanden sind in zwei Jahren 23 Hefte mit 800 Zeichnungen.

Es gehe ihm nicht um den Teletext als Medium. «Er ist für mich ein Vehikel, um zu zeigen, wie zerstückelt und unreflektiert unser Nachrichtenkonsum geworden ist.» Terroristische Anschläge neben dem neusten Babygerücht aus der Promi-Welt. «Das kann doch keiner mehr verarbeiten», sagt Schenardi. «Wir collagieren in unserem Hirn, was wir lesen, hören, sehen. Aber wir denken kaum mehr darüber nach, noch versuchen wir es einzuordnen.»

Schenardi ist immer politisch, getrieben, bewegt

Er selber stiess letzten Sommer an seine Grenzen: Kleinere und grössere Terroranschläge reihten sich aneinander, Newsportale bildeten Versatzstücke davon ab. Täglich wühlte sich Schenardi durch Newsseiten, las, was es zu lesen gab.

Die Welt wurde ihm unheimlich. «Ich war durchgeschüttelt und musste herausfinden, was ich konsumieren kann, damit ich mich vor lauter Angst nicht nur noch verkrieche.» Er untersagt sich seither die tägliche Newstour, verzichtet auf Boulevardmedien.

Wenn Schenardi spricht, tut er das enerviert, engagiert. Aufgekratzt auch. Er ist ein Getriebener. Die Welt, das Leben geht ihm nahe, es bewegt ihn. «Ich bin immer auf der politischen Welle. Was da ist, treibt mich an», sagt er. «Ich sehe es als Berufung, mit meiner Arbeit aufmerksam zu machen auf das, was mich stört.»

Wenn das Innen laut ist, tut ein leises Aussen gut. Letzten Sommer zügelte er zusammen mit seiner Lebens- und Kunstpartnerin Lina Müller (35) das Atelier weg aus der Luzerner Innenstadt ans andere Ende des Vierwaldstättersees. Ein Glücksfall: Sie können den Speisesaal eines ausgedienten Hotels in Flüelen nutzen, Stuck, Säulen und Kronleuchter inklusive, «der Wahnsinn».

Bereits früher hat das Paar die Wohnung in die Urner Kantonshauptstadt Altdorf verlegt. «Die Ruhe tut mir wahnsinnig gut. Ich bekomme den Lauf der Natur wieder viel mehr mit.» Schenardi ist wieder in unmittelbarer Nähe jenes Deltas, in dem er als Bub so viel Zeit verbracht hat.

«1989, als die Mauer in Berlin fiel, fiel der Damm im Reussdelta. Das fand ich wunderbar», sagt Schenardi. Es war eines der grössten Schweizer Renaturierungsprojekte jener Zeit. Stundenlang hat er hier Vögel beobachtet, ihrem Gesang gelauscht. Seit seiner Kindheit ist er ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Vogelwarte Sempach LU.

Ein Jahr lang hat er 45 Vögel grafisch nachgezeichnet

Die menschengemachte Bedrohung des Lebensraums von einheimischen Tieren beschäftigt ihn. Drei Jahre lang arbeitete er an seinem Buch «An Vogelhäuschen mangelt es jedoch nicht», das 2012 erschien. Es ist sein Kommentar gegen die Zersiedelung, gegen die Ökonomisierung der Landwirtschaft. «Es ist schwere Kost», sagt Schenardi. «Aber für mich ist es mein absolutes Werk. Es vereint vieles, was mich beschäftigt.»

Ein Jahr ging drauf für die Abbildungen von 45 gefährdeten und ausgestorbenen Vögeln. Ausgehend von Präparaten hat er die Tiere grafisch nachgezeichnet und modelliert ? Feder für Feder. Er schlägt eine der fast dreihundert Seiten auf, fährt mit dem Finger über den gefiederten Bauch des Steinkauzes. «Ich wollte, dass es perfekt wird. Die leichte Manie ist wohl schon meine Art.»

Die Gefahr, dass er es sich in der Beschaulichkeit dieses Ateliers, dieser Kleinräumigkeit einst bequem einrichtet, besteht nicht. Schon im Herbst bricht er ein nächstes Mal aus, zieht von der kleinen in die grosse Welt. Zusammen mit Lina Müller geht er vier Monate nach New York, ins Atelier der Innerschweizer Kantone. «Wir wollen für eine Weile dort arbeiten, wo es wirklich abgeht», sagt er.

Ein Güterzug ruckelt vor dem Atelierfenster vorbei und bestimmt kurz die Geräuschkulisse. Schenardi lehnt sich zurück, lächelt. Er ist froh, dass der laute Zug da ist. Zu viel Ruhe macht ihn unruhig.

Buchtipp: Luca Schenardi, «Meyer spricht von Gratiskaffee», Edition Patrick Frey, 208 Seiten, ca. 36 Franken

 

Zwei Kumpels kämpfen um NLB-Titel: «Während diesen Wochen sind wir keine Freunde»

Die kanadischen Kumpels Jeff Tomlinson (Lakers) und Jason O?Leary (Langenthal) balgen sich um den NLB-Titel.

Wenn aus Freunde Rivalen werden. Dann bleiben die Telefone still. Insbesondere in einem Playoff-Final. In der NLB kämpfen derzeit Quali-Sieger Langenthal und die Lakers um den Titel. Die beiden Trainer schieben sich gegenseitig die Favoritenrolle dafür zu.

Doch Langenthal-Trainer Jason O?Leary (38) und Lakers-Coach Jeff Tomlinson (46) verbindet mehr als nur ihre Herkunft, die Gier nach dem Meister-Triumph und die Leidenschaft fürs Eishockey. Die beiden Kanadier sind in den letzten Jahren zu Kumpels geworden. Getroffen und besser kennengelernt haben sie sich, als Tomlinson bei der WM 2015 in Tschechien als Assistenzcoach Deutschlands amtete und O?Leary sich die Spiele anschaute.

Damals noch ohne neuen Klub, weil er Mitte Dezember 2014 bei den Eisbären Berlin entlassen worden war, bekam Tomlinson von O?Leary sogar ein Angebot: «Jason fragte mich, ob ich ihn in Langenthal als Berater unterstützen möchte», erzählt Tomlinson. Der noch junge Trainer O?Leary war in Langenthal vom Assitenten zum Headcoach befördert worden, erstmals trug er für Männer, nicht für Junioren die Verantwortung. Tomlinson aber nahm die Herausforderung beim Absteiger Rapperswil-Jona an.

Die beiden Trainer, die zu Gegner wurden, hielten fortan Kontakt. O?Leary macht auch kein Geheimnis daraus, dass er sich beim erfahreneren Landsmann schon oft Ratschläge geholt hat. Tomlinson sagt dazu schmunzelnd: «Manchmal entdecke ich in Langenthals Spielweise umgesetzte Tipps von mir.»

Die beiden kennen sich und ihr Hockey bestens. «Wir sind beide leidenschaftliche Trainer», so Tomlinson. «Aber ich würde nichts mehr lieben, als Jeff in diesem Final zu besiegen», sagt O?Leary herausfordernd. Immerhin hat er mit Langenthal in der Serie nun auf 2:2 ausgeglichen.

Kontakt haben die Kanadier während dieser Final-Serie natürlich nicht. «Während diesen Wochen sind wir keine Freunde», stellt Tomlinson klar. Denn Ambitionen auf den Titel haben beide.

 

Polizei-Einsatz in Kriens LU: Teenager gehen in Asylheim aufeinander los

KRIENS - In einer Asylunterkunft in Kriens LU geriet ein Streit ausser Kontrolle. Die Polizei musste mit mehreren Fahrzeugen ausrücken.

Heute kurz nach Mittag kam es zum Streit im Asylzentrum des ehemaligen Motels Pilatusblick in Kriens im Kanton Luzern. Fünf Personen wurden dabei leicht verletzt, schreibt die Polizei.

Bei der Luzerner Polizei ging um 13.15 eine entsprechende Meldung ein. Sie rückte mit mehreren Patrouillen aus. In der Unterkunft sind unbegleitete Minderjährige untergebracht.

Die Situation ist unter Kontrolle 

Laut Kurt Graf, Mediensprecher der Luzerner Polizei, ist die Situation aktuell unter Kontrolle. Die Polizei sei noch vor Ort, sowie auch Asylbetreuer. 

Ob jemand verhaftet wurde, konnte der Polizeisprecher vorerst nicht sagen. Gemäss Radio Pilatus gebe es aber mehrere Leichtverletzte. Auch sollen laut Anwohner 2 - 3 Personen in Handschellen abgeführt worden sein.

Die Leiterin des Luzerner Asylwesens, Silvia Bolliger sagte, man sei daran, die Situation zu klären. Die Polizei will am späteren Nachmittag die Öffentlichkeit genauer informieren. 

Temporäre Unterkunft 

Bei der Asylunterkunft handelt es sich um ein Zentrum für unbegleitete Minderjährige, das im Oktober 2015 eröffnet wurde. Bis zu 70 Minderjährige wohnen in der Unterkunft. Es wird nur temporär betrieben und soll bis zur Eröffnung des Asylzentrums Grosshof im Herbst 2017 geschlossen werden. (SDA/maz) 

 

Quelle: blick.ch

 

Scannen Sie den Barcode um die Webseite zu öffnen


Quelle: http://www.trinler.net/de/news/boulevard/blick.html
Gedruckt am: 30.03.2017 18:36 GMT+0200 (2017-03-30T18:36:41+02:00)