Schlagzeilen der Blick

Schlagzeilen der Schweizerischen Boulevardzeitung Blick.

A1 war komplett gesperrt: Lastwagen nach fünf Stunden geborgen

ST. MARGRETHEN SG - Die Autobahn A1 war heute Morgen fünf Stunden lang komplett gesperrt. Grund war ein Sattelschlepper, der vor der Fahrbahn abgekommen und neben der Autobahn in der Erde steckengeblieben war.

Fünf Stunden dauerte die Bergung eines 40 Tonnen schweren Sattelschleppers auf der A1 in Richtung St. Gallen heute Morgen. Der Lastwagen war gegen 6.30 Uhr bei St. Margrethen SG mit dem Wildschutzzaun rechts von der Fahrbahn kollidiert, von der Spur abgekommen und im Wiesland steckengeblieben. 

Wie die Kantonspolizei St. Gallen schreibt, mussten für die Bergung des Lastwagens und des Chauffeurs (51) Bergungsfahrzeuge aufgeboten werden. Die Autobahn musste während der Arbeiten gesperrt werden ? während gesamthaft fünf Stunden.

Der Verkehr hat sich mittlerweile wieder normalisiert. Es entstand ein Sachschaden von rund 10'000 Franken. (stj)

 

Zugriff mitten auf der Autobahn in Zürich-Oerlikon: Polizei stoppt Masken-Fahrer auf der A1

ZÜRICH - Die Kantonspolizei Zürich hat heute zwei Männer auf der Autobahn A1 verhaftet. Deswegen kam es dort zu einem längeren Stau. Ein BLICK-Leserreporter war vor Ort.

Ein langer Stau bildete sich heute Nachmittag kurz nach 16 Uhr auf der A1 bei Zürich-Oerlikon. Nur zögerlich ging es voran. Der Grund: Die Polizei stoppte ein Auto auf der Fahrbahn. Ein BLICK-Leserreporter fuhr an der Kontrolle vorbei und sah, wie einer der Ordnungshüter seine Waffe in der Hand hielt.

Es handelte sich nicht um eine normale Polizeikontrolle, wie die Kantonspolizei Zürich auf Anfrage von BLICK bestätigt. Denn im Fahrzeug sassen zwei Männer, die zuvor auf der Autobahn maskiert unterwegs waren. Beunruhigte Bürger hatten daher die Polizei gerufen.

Die Beamten nahmen die zwei Männer fest. Mehr ist zurzeit noch nicht bekannt. (jmh)

 

Bundesrat rasiert heute Rasa: Die Geschichte der Trotz-Initiative

Bundesrätin Simonetta Sommaruga ist einer der Stargäste der diesjährigen BuchBasel: Sie diskutiert mit zum Festivalmotto #Heimat. (Archivbild)

BERN - Heute muss die Landesregierung entscheiden, ob sie einen Gegenvorschlag zur Initiative «Raus aus der Sackgasse» lancieren will. Diese möchte das Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative rückgängig machen.

Der Schock ausserhalb der SVP am 9. Februar 2014 war gross: Knapp hatten Volk und Stände der Masseneinwanderungs-Initiative zugestimmt. Und damit einen Konflikt mit der EU in Kauf genommen.

Die unterlegenen Parteien agierten hilflos. Die FDP forderte noch am Abend des Abstimmungssonntags, dass SVP-Stratege Christoph Blocher als Sonder-Staatssekretär die Verhandlungen in Brüssel zu führen habe.

Aus dem Ja soll ein Nein werden

Aktiv wurde dafür eine Gruppe von Intellektuellen. Über Monate formierten sich Künstler, Professoren und Wirtschaftsvertreter in der Gruppe «Raus aus der Sackgasse», kurz Rasa.

Rund ein halbes Jahr nach dem Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative kommunizierten die Initianten ihre Pläne exklusiv im BLICK: Artikel 121a der Bundesverfassung soll gestrichen werden. Aus dem Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative sollte nachträglich also ein Nein werden.

Für das Anliegen setzen sich an vorderster Front Arbeitsrechtsexperte Thomas Geiser und der Staatsrechtler Andreas Auer ein. Unterstützt wurde das Anliegen auch von alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, Fussballexperte Andy Egli oder dem mittlerweile verstorbenem Clown Dimitri.

Die ungewöhnliche Initiative kam auch dank finanzieller Unterstützung des Schweizer Milliardärs Hansjörg Wyss zustande. Support aus dem Bundeshaus gab es dabei keinen.

Dennoch beschäftigt das Volksbegehren die Politik nun seit langer Zeit. Heute ist für den Bundesrat der Tag der Wahrheit. Dass er die Initiative ablehnt, hat er schon länger kommuniziert. Er muss nun aber entscheiden, ob er einen Gegenvorschlag zu Rasa lanciert.

Ein Nein könnte der SVP helfen

Justizministerin Simonetta Sommaruga (SP) plädierte lange dafür, präsentierte gar mehrere Varianten. Damit möchte sie den Verfassungstext der Umsetzung durch das Parlament anpassen. Eine Möglichkeit sah sie darin, den bilateralen Verträgen einen Vorrang einzuräumen.

Doch der Support aus den Parteien ist gering. Gut möglich also, dass der Bundesrat seine Pläne fallen lässt.

Zu gross ist die Angst, dass ein allfälliges Nein die Position der SVP stärken würde. Hinzu kommt, dass die Masseneinwanderungs-Initiative mittlerweile umgesetzt ist ? wenn auch mehr schlecht als recht.

Verzichtet die Regierung auf einen eigenen Vorschlag, schiebt sie die Initiative heute mit einer Nein-Empfehlung ans Parlament. Dieses wird die gleiche «Parole» herausgeben.

Im Fokus steht das elfköpfige Initiativkomitee. Dieses steht seit Monaten unter Druck, das Begehren zurückzuziehen. Bis anhin will aber eine Mehrheit daran festhalten. (vuc)

 

Kein Rasa-Gegenvorschlag: Bundesrat hat kalte Füsse!

BERN - Wie erwartet, verzichtet der Bundesrat nach der vernichtenden Vernehmlassung auf einen Gegenvorschlag zur Rasa-Initiative. Justizministerin Simonetta Sommaruga erläutert die Gründe. BLICK berichtet live.

Die Initiative «Raus aus der Sackgasse» (Rasa) will den Zuwanderungsartikel aus der Verfassung streichen. Das lehnt der Bundesrat ab. Ursprünglich wollte er dem Stimmvolk aber einen direkten Gegenvorschlag vorlegen.

Das Ziel war es, die Verfassung mit dem Gesetz zur Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative in Einklang bringen. Das Parlament hatte sich gegen Kontingente und Inländervorrang entschieden - und damit für eine Umsetzung, die vom Verfassungstext abweicht.

Dieser Entscheid des Parlaments sollte in der Bundesverfassung abgebildet werden, sagte Justizministerin Simonetta Sommaruga im Dezember. Der Bundesrat stellte zwei Varianten für einen Gegenvorschlag zur Diskussion.

Diese Varianten stellte der Bundesrat zur Diskussion

Die erste sah eine Ergänzung des Zuwanderungsartikels vor: Bei der Steuerung der Zuwanderung sollten völkerrechtliche Verträge berücksichtigt werden müssen, die von grosser Tragweite für die Stellung der Schweiz in Europa sind. Zudem wäre die Frist von drei Jahren für die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative gestrichen worden.

Die zweite Variante beschränkte sich auf die Streichung der Frist. Damit wäre die Steuerung der Zuwanderung beziehungsweise die Neuverhandlung des Freizügigkeitsabkommens (FZA) zu einer Art Daueraufgabe geworden.

In der Vernehmlassung wurden die Vorschläge fast durchs Band abgelehnt. Eine Abstimmung über einen solchen Gegenvorschlag bringe keine Klärung, hiess es. Manche Teilnehmer schlugen neue Varianten vor. Allerdings gingen die Vorstellungen über deren Inhalt weit auseinander, schreibt der Bundesrat.

Angesichts dieses Ergebnisses sei nicht davon auszugehen, dass ein mehrheitsfähiger Gegenentwurf gefunden werden könne. Deshalb und aufgrund der Tatsache, dass in der Zwischenzeit auch kein Referendum gegen das Umsetzungsgesetz zustande gekommen sei, verzichte er auf einen direkten Gegenentwurf.

Parlament befasst sich jetzt mit Rasa

Rechtlich ist die Kehrtwende problematisch: Wegen des ursprünglichen Entscheids, dem Parlament einen Gegenentwurf vorzulegen, hat sich die Behandlung der Initiative verzögert. Ohne Gegenvorschlag muss der Bundesrat dem Parlament spätestens ein Jahr nach Einreichen der Unterschriften eine Botschaft vorlegen, mit Gegenvorschlag hat er 18 Monate Zeit.

Diese Verlängerung hat der Bundesrat in Anspruch genommen. Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass er einen Gegenvorschlag ankündigt und nach der Vernehmlassung darauf verzichtet. Bei der Volksinitiative «Für eine öffentliche Krankenkasse» war das ebenfalls der Fall.

Als nächstes befasst sich nun das Parlament mit der Rasa-Initiative. Es hat bis zum 27. April 2018 Zeit, eine Abstimmungsempfehlung zu beschliessen. Entscheidet sich ein Rat für einen Gegenvorschlag, kann die Frist um ein Jahr verlängert werden. Denkbar ist auch, dass die Urheber die Initiative zurückziehen. Bisher haben sie sich alle Türen offengelassen.

Das Nein zur Rasa-Initiative hatte der Bundesrat bereits letzten Herbst im Grundsatz beschlossen. In der Botschaft ans Parlament hält er fest, er teile das Anliegen der Initianten, das FZA und die bilateralen Verträge mit der EU zu erhalten. Mit der FZA-konformen Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative erachte er das Anliegen aber als erfüllt.

Was würde ein JA bedeuten? Was ein Nein?

Bei einem Ja zur Rasa-Initiative würde der Auftrag zur Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung sowie für einen Inländervorrang wegfallen, gibt der Bundesrat zu bedenken. Er sei aber der Ansicht, dass die Zuwanderung mit geeigneten Massnahmen gesteuert und begrenzt werden solle. Auch lehne er es aus demokratiepolitischen Gründen ab, nach so kurzer Zeit einen Entscheid von Volk und Ständen rückgängig zu machen.

Der Bundesrat geht indes davon aus, dass bei einer Annahme der Rasa-Initiative am Umsetzungsgesetz zur Masseneinwanderungsinitiative festgehalten werden könnte. Dieses sieht eine Vorzugsbehandlung für Stellensuchende vor, die bei der Arbeitsvermittlung gemeldet sind.

Bei einem Nein würde der Zuwanderungsartikel in der Verfassung bestehen bleiben. Der Bundesrat weist darauf hin, dass sich dieser nicht zur Frage äussert, was geschehen soll, wenn das FZA nicht angepasst werden kann. Insbesondere habe die Masseneinwanderungsinitiative keine Kündigung gefordert.

Würde die Rasa-Initiative abgelehnt, bestehe daher nach wie vor kein expliziter Auftrag zur Kündigung des FZA, schreibt der Bundesrat. Fraglich sei, ob weiterhin völkerrechtliche Verträge abgeschlossen werden dürften, die weder Kontingente noch Höchstzahlen beinhalteten. Bei einer allfälligen künftigen Erweiterung der EU müsste das geprüft werden.

Ein Auftrag zur Kündigung des Freizügigkeitsabkommens könnte mit einer Initiative aufs Tapet kommen, welche die AUNS in Aussicht gestellt hat. Sie will am 6. Mai über die Lancierung entscheiden. (SDA)

 

Skandal-Video der Schweizer Armee aufgetaucht: Vorgesetzter ruft Soldaten zu Mord auf!

Bei einer Schiessübung macht ein Vorgesetzter seine Soldaten mit einer geschmacklosen Geschichte über eine Freundin, die mit einem anderen Mann im Bett liegt, scharf. «Wie reagieren Sie?», fragt er. Dann ballern die Soldaten drauflos.

Der Vorgesetzte heizt seinen Soldaten auf dem Schiessplatz richtig ein: «Sie sind gerade vom Militär zurückgekehrt. Und jetzt liegt ein anderer Mann bei Ihnen zu Hause im Bett.» In typisch militärischem Ton brüllt er: «Ihre Freundin fragt: Schatz, weshalb bist du schon so früh zu Hause?»

Die Soldaten liegen bäuchlings auf dem Boden. Mit dem Sturmgewehr im Anschlag. «Sie rasten komplett aus», schreit der Vorgesetzte auf dem Video weiter. «Ihre Freundin sagt, das ist doch nicht so schlimm. Das ist ja nicht der Erste.» Dann fragt der Vorgesetzte seine Untergebenen: «Wie reagieren Sie?» Die Antwort der Soldaten: Sie ballern ohne zu zögern drauflos.

Der Vorgesetzte filmt offenbar selbst, als er seine Soldaten mit dieser geschmacklosen Geschichte scharf macht ? und scheinbar zum Spass zu häuslicher Gewalt mit der Armeewaffe aufruft. Ein Leserreporter spielte das Video, das in einem Whatsapp-Chat kursierte und in der Region Thun BE aufgenommen worden sein soll, dem BLICK zu.

«Absolut nicht tolerierbar»

Armeesprecher Daniel Reist zeigt sich auf Anfrage von BLICK schockiert über den Inhalt: «Dieses Video ? wenn es denn echt und nicht von irgendwem mit Voice-Over nachvertont wurde ? ist aus Sicht Verteidigung und Armeeführung geschmacklos und absolut nicht tolerierbar.»

Es sei schwierig, herauszufinden, wo das Video aufgenommen worden sei. Diese Schiessanlagen, sogenannte Kurzdistanzboxen, sähen einander alle sehr ähnlich.

Reist: «Wir werden versuchen herauszufinden, wo diese Szene stattgefunden hat und wer dafür verantwortlich ist. Wenn uns das gelingt, wird der zuständige Kommandant die geeigneten Sanktionen ergreifen.»

Das Kommando Heer ist damit beauftragt worden, den fehlbaren Einheizer ausfindig zu machen. Anschliessend wird sich entweder die Militärjustiz mit dem Fall beschäftigen müssen, wie Reist erklärt, oder aber die Sache wird auf disziplinarischem Weg ? etwa durch Arrest ? geregelt.

Hitlergruss, Doppeladler-Embleme an Uniformen

In den vergangenen Monaten gab es bereits andere Vorfälle, bei denen Armee-Angehörige mit deplatziertem Verhalten auffielen. Anfang Jahr sorgten sechs junge Soldaten für Negativschlagzeilen, weil sie in Schweizer Armeeuniform den rechten Arm zum Hitlergruss ausstreckten. Vor einem in den Schnee gestampften Hakenkreuz posierten sie ? vermutlich auf dem Waffenplatz in Wangen an der Aare BE ? für ein Foto.

Im Februar sorgten Fotos für Aufsehen, auf denen sich junge Männer in Schweizer Armeeuniform mit albanischen Doppeladler-Emblemen zeigten. Laut Angaben der Armee handelte es sich um einen Zug der Sanitätsrekrutenschule in Airolo TI. Die Embleme auf ihren Uniformen waren mit Klettverschluss befestigt worden.

 

 

BDP-Natonalrätin Rosmarie Quadranti zum Skandal-Video der Armee: «Ein klarer Aufruf zur Gewalt!»

Rosmarie Quadranti (59), Fraktionspräsidentin der BDP und Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommissionen (SIK), verlangt nach den geschmacklosen Äusserungen eines Armeevorgesetzten Sanktionen.

BLICK: Bei einer militärischen Schiessübung macht ein Vorgesetzter seine Soldaten mit einer Geschichte über eine untreue Freundin heiss (BLICK berichtete). Stört Sie das?
Rosmarie Quadranti:
Das geht überhaupt nicht. Das kann in der Schweizer Armee niemand ernsthaft gutheissen. Derjenige, der die Aussagen gemacht hat, sollte umgehend zur Verantwortung gezogen werden. 

Inwiefern?
Die Armee sollte ein Disziplinarstrafverfahren gegen den Verantwortlichen eröffnen. 

Was finden Sie an den Aussagen besonders stossend?
Gleich zwei Punkte gehen gar nicht. Einerseits sollte das Militär niemals reale Menschen, und schon gar nicht Frauen, zur Zielscheibe machen ? auch bei Übungen. Andererseits ist es für mich ein klarer Aufruf zur Gewalt mit dem Ziel Mord. Das hat im Militär nichts zu suchen. 

Könnte man das Ganze nicht auch als missratenen Scherz sehen?
In dieser Kategorie gibt es keine Scherze, vor allem dann nicht, wenn man eine Waffe in den Händen hält. 

Schadet das Skandal-Video der Armee?
Ich finde es viel eher traurig als skandalös. Traurig, dass das in unserer Armee offenbar als Scherz durchgeht. Für mich ist ein solches Verhalten untragbar. (gr)

 

«Outlast 2» im Test: Versteckspiel unter verschärften Bedingungen

Der Indie-Horror-Schocker «Outlast» hat einen Nachfolger erhalten. Dieser sieht besser aus als das Original. Allerdings erweisen sich einige Ideen auch als Rohrkrepierer.

Darum gehts bei «Outlast 2»

Das Journalisten-Pärchen Blake und Lynn Langerman begeben sich per Helikopter in Richtung Arizona, um den Tod einer jungen schwangeren Frau zu untersuchen. Laut offiziellen Angaben soll sie sich erhängt haben. Allerdings gibt es Hinweise, dass jemand dabei nachgeholfen hat. Die Reise zum Tatort verläuft für die beiden Protagonisten äusserst unerfreulich. Der Helikopter stürzt ab und als Blake verletzt aus seiner Ohnmacht aufwacht, stellt er fest, dass von seiner Frau jede Spur fehlt. Auf seiner Suche trifft er schon bald auf einen religiösen Kult, der auch vor Menschenopfer nicht zurückschreckt.

Trailer zu «Outlast 2»

 

Das hat uns gefallen

Bereits kurz nach dem Start gibt das Spiel den Tarif durch. So trifft Blake als erstes auf den Piloten, der gehäutet und tot von einem Holzkreuz hängt. Auch sonst schreckt das Game vor schockierenden Szenen nicht zurück, die allerdings mit der eher mittelmässigen Grafik nicht ganz so zu ekeln vermögen, wie man es sich aufgrund der reinen Beschreibung vorstellt. Trotzdem gelingt es «Outlast 2» oft, eine verstörende Atmosphäre zu erzeugen. Dazu trägt auch bei, dass viele Abschnitte in stockdunkler Umgebung spielen. Blake ist allerdings mit einer Kamera «bewaffnet», die neben einem Mikrofon auch einen Nachtsichtfilter besitzt. So gibt es viele Szenen nur durch das Objektiv in schwarz-grün-weisser Optik zu sehen.

Spielerisch setzt das Game auf drei Elemente, von denen eine super, eine mittelmässig und eine gar nicht funktioniert. Den grössten Nervenkitzel bieten die eher ruhigen Sequenzen, in denen man in der Umgebung Notizen finden oder mit der Kamera Hinweise filmen darf. Diese geben weiteren Aufschluss über die Motiviationen des Kults oder bieten Tipps, welche Aufgabe Blake als nächstes angehen sollte. Zusätzlich erleidet Blake auch Flashbacks, die ihn an seine Zeit in einem christlichen Internat zurückversetzen. Diese Abschnitte erinnern mit ihren endlosen Korridoren oft etwas an Stanley Kubricks Horrorklassiker «The Shining»

 

«Outlast 2» ist kein Stealth-Spiel. Stattdessen ist es oft vorgegeben, dass unsere Held von den oft hinterwäldlerischen Kultisten entdeckt wird. Da er keine Möglichkeit hat, sich zu wehren, bleiben ihm nur die Optionen, sich zu verstecken oder zu fliehen. Hier wirkt das Ganze wie ein Parcouring-Game, indem Blake mit hüpfen, springen und rutschen Hindernisse überwindet, um sich in Sicherheit zu bringen ? oder in die nächste Zwischensequenz zu flüchten.

Das hat uns genervt

Bei den Fluchtsequenzen ist oft leider nicht ganz klar, wohin man als nächstes zu gehen hat. So artet das Spiel manchmal in Arbeit aus, um schliesslich nach wiederholtem Sterben den richtigen Weg zu finden. Wenn der Weg aus einem Kornfeld nur durch eine kleine Öffnung irgendwo in einem elendslangen Zaun führt, dann kann das Nervenkostüm des Spieler schon mal aus den falschen Gründen leiden.

 

Noch schlimmer sind Abschnitte, in denen man zum Beispiel eine Kiste verschieben muss, während die Gegner um einen herum die Gegend absuchen. Entweder beobachtet man hier viel zu lange die Wachrouten der Feinde ? oder man versucht es auf gut Glück, was oft etwa gleich schnell zum Erfolg führt. Wenn dann auch noch irgendwo in einer entfernten Ecke eine Notiz versteckt ist, fragt man sich, ob diese den Abstecher wert ist, mit dem Risiko, nochmals geschätzte fünf Mal zu sterben.

Fazit

«Outlast 2» vermag vor allem mit seiner düsteren und morbiden Atmosphäre zu überzeugen. Statt billigen Jump-Scares setzt das Spiel vor allem auf krasse und ziemlich blutrünstige Szenen, die einem ? etwa wenn der Held in vollem Tempo in einen Stacheldraht rutscht ? schon mal durch Mark und Bein gehen. Für einige Abschnitte des Spiels sollte man allerdings eine gewisse Frustresistenz mitbringen. Oft scheint Meister Zufall zu entscheiden, ob Blake eine Flucht erfolgreich überlebt oder vor Erreichen des sicheren Orts ins Gras beisst. Ebenfalls der Motivation abträglich ist die eher laue Story, die abseits der gefundenen Notizen erst in den letzten 30 Minuten des rund zehnstündigen Abenteuers so richtig in Fahrt kommt und auch dann lange nicht alle aufgeworfenen Fragen beantwortet.

Fazit: 6 von 10 machetenschwingenden Hinterwäldler-Kultisten

Outlast 2, für PC, PS4 und Xbox One, ab 18 Jahren

 

Behörden töten Schweizer Büsi: So streng ist Island

Weil ein Schweizer Pärchen seine Katze illegal nach Island brachte, musste das Tier sterben. Denn die Einfuhrbestimmungen auf der Insel sind streng. Die Verbotsliste ist lang.

Letzte Woche musste das Büsi eines Schweizer Pärchens auf Island sterben. Die beiden hatten ihre Katze illegal per Fähre nach Island gebracht. Ein einheimischer Tierarzt entdeckte das Tier in der Stadt Höfn und alarmierte den Amtstierarzt. Zwei Stunden später nahm die Polizei die Schweizer fest, der Amtstierarzt schläferte die Katze ein (BLICK berichtete).

Doch ganz unschuldig ist das Paar nicht. Denn wer mit der Fähre nach Island reist, wird auf dem Schiff mehrmals davor gewarnt, ein Tier unangemeldet einzuführen. 2003 gab es schon mal einen ähnlichen Fall. Damals versuchte ein französisches Paar ihr Büsi illegal ins Land zu schleusen. Auch hier wurde die Katze getötet. Doch die isländischen Behörden können auch anders. 2011 büchste eine Katze aus einem Privat-Jet aus. Das Tier wurde nicht einschläfert ? ausnahmsweise.

Will man ein Haustier nach Island mitnehmen, braucht es eine Genehmigung des Amtstierarztes. Dafür kommt das Tier zunächst in Quarantäne, die bis zu vier Monate dauern kann.

Strikter Eigenschutz

Die strengen Einreisebestimmungen sollen das empfindliche insulare Ökosystem schützen. Um bedrohlichen Bakterien und Viren vorzubeugen, gibt es eine lange Liste von Importverboten.

So dürfen zum Beispiel keine Lederhandschuhe und -schuhe auf die Insel. Gebrauchte Angel- und Reitausrüstungen können nur nach geprüfter Desinfektion mitgenommen werden. Sättel, Zaumzeug oder Halfter dürfen dagegen überhaupt nicht eingeführt werden.

Aber auch im Inland herrschen strenge Regeln, besonders zum Seuchenschutz. So gibt es 26 Seuchenschutzbezirke, die mittels Zäunen voneinander getrennt sind.

Wer Rinder, Schafe oder Ziegen zwischen den Bereichen transportieren möchte, braucht eine spezielle Genehmigung. Wenn ein Tier aus einem Stall ausbüxt und in einen anderen Bezirk gelangt, wird es sofort getötet. Selbst der Transport von Heu in andere Bezirke ist verboten. 

Milde Schweiz

Dennoch hat der Zürcher Tierarzt Ivan Seidl für das Vorgehen in Island kein Verständnis. «Gleich die Katze einzuschläfern, halte ich für sehr bedenklich», sagt er dem BLICK. Eventuell wollten die isländischen Behörden ein Exempel statuieren, vermutet Seidl.

In der Schweiz sind die Bestimmungen wesentlich weniger streng als auf Island. Hierzulande muss kein Tourist um sein mitgebrachtes Haustier bangen. «So schnell würde man in der Schweiz kein Tier einschläfern. Da ist Island viel strenger», sagt Eva van Beek vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen dem BLICK.

«Ein beschlagnahmtes Haustier würde in der Schweiz erst dann eingeschläfert, wenn keine anderen Massnahmen möglich sind, oder auch bei akuter Seuchen- oder Tollwutgefahr», erklärt van Beek. Denn die Schweiz ist bis heute tollwutfrei. Und das soll auch so bleiben. (jmh)

 

Schweizer Auto-Lady unterrichtet Rad-Star: Surer zeigt Sagan den Meister

Auf dem Rad ist Peter Sagan ein Künstler. Und im Auto? Lehrerin Christina Surer ist von ihm begeistert!

Beide sind sie Vollblut-Rennfahrer: Christina Surer (43) und Peter Sagan (27). Während die Schweizerin aber meist auf vier Rädern unterwegs ist, kann der Slowake in seinem Beruf nur auf zwei Rädern zählen. Auf dem Salzburg-Ring trafen die Beiden im Surer-Territorium nun aufeinander. Und hatten sichtlich Spass!

«Das war ein toller Nachmittag. So etwas habe ich noch nie gemacht», zeigt sich Sagan nach der Auto-Session begeistert. Egal ob im kleinen Ford Focus RS mit 350 PS oder mit dem gewaltigen V8-Motor des Ford Mustang, Sagan entpuppte sich vor allem beim Driften als Naturtalent. So wie auf dem Rad, wo der Doppel-Weltmeister (2015, 2016) als bester Akrobat im Rad-Zirkus gilt.

«Konnte gar nicht genug bekommen»

Surer ist begeistert: «Radsportler haben einfach ein intuitives Gespür für Grenzen bei hohem Speed aber eben auch für das Handling in Kurven. Da ist der Radsport dann wohl nicht ganz so weit vom Motorsport entfernt.»

Auf Einladung von Auto Eder, dem Fahrzeugsponsor von Sagans Team Bora, gab der Rad-Star später ? nach einer «Taxifahrt» mit Lehrmeisterin Surer ? Vollgas. Sagan: «Ich war wirklich gespannt und neugierig, mit einem Profi so schnelle Autos auf einer freien Rennstrecke zu testen. Ich konnte gar nicht genug bekommen.»

Und Surer? Auch die bildhübsche Schweizerin ? 2005 war sie Playboy-Cover-Girl ? ist aus dem Häusschen: «Es hat Riesen-Spass gemacht!»

 

Er lässt die Schlacht gegen Trump proben: Der irre Kim ist parat für den Krieg

Nordkorea hat gestern gewaltig die Muskeln spielen lassen und eine grosse Militär-Übung veranstaltet. Damit will Kim der USA einmal mehr Stärke demonstrieren.

Der Machtpoker zwischen den USA und Nordkorea verschärft sich weiter. Während Trump ein Atom-U-Boot losschickt, übt Kim Jong Un schon mal den Ernstfall Krieg. Gestern zum 85. Jahrestag von Nordkoreas Volksarmee liess die Regierung an der Ostküste nahe Wosan ein Artillerie-Feuerwerk veranstalten.

Bereit für Trumps Armada

Kim Jong Un soll höchstpersönlich die Militär-Übung überwacht haben. In einem Kommentar der staatlichen nordkoreanischen Zeitung «Rodong Sinmun» wurde die Schlagkraft der Armee mit ihren «verschiedenen Präzisions- und Miniatur-Kernwaffen» gelobt. Die Armee stehe bereit, «die Geschichte der amerikanischen Ränkespiele und atomaren Erpressung zu Ende zu bringen».

Die USA haben einen Flugzeugträger-Verband in Richtung Korea geschickt. Am Dienstag legte zudem das atombetriebene US-amerikanische U-Boot «Michigan» am südkoreanischen Hafen Busan an. 

Lage ist angespannt

Angesichts der verstärkten Spannungen im Konflikt mit Nordkorea haben  die USA und die südkoreanische Regierung früher als erwartet damit begonnen, Teile des sogenannten THAAD-Abwehrsystems zum 250 Kilometer südlich von Seoul gelegenen Standort zu bringen.

Die ersten Container mit Bauteilen des Systems THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) seien am Mittwochmorgen auf ein Gelände in der östlichen Provinz Nord-Gyeongsang gebracht worden, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit.

China hat den beschleunigten Aufbau eines US-Raketenabwehrsystems in Südkorea massiv kritisiert. Peking forderte die USA und Südkorea am Mittwoch auf, das System zurückzuziehen. (SDA/jmh)

 

Angela zeigt ihr verfrühtes Geburtstagsgeschenk: Eine Schleife für Martini

LOS ANGELES - Angela Martini ist glücklich mit ihrem Hollywood-Beau Dragos Savulescu liiert. Die Beziehung zu dem Filmproduzenten hat diverse Vorteile, wie die Schönheit auf Instagram zeigt. Savulescu beschenkte sie einen Monat vor ihrem Geburstag mit einem verfrühten Geschenk - einem brandneuen Mercedes! «Mein Liebling hat mich mit meinem Lieblingsauto verwöhnt!», schreibt sie zu dem Bild.

Angela Martini freut sich über eine grosszügige Überraschung, Sarah Lombardi und Michal T. stehen zu ihrer Liebe und Selena Gomez zeigt ihre neue Frisur. Willkommen zu den Foto-Storys des Tages.

 

3 Verkehrsunfälle, 4 verletzte Tiere und 3 Totalschäden: Unglückstag im Kanton Obwalden

Gestern hatte Kantonspolizei Obwalden viel zu tun. Innerhalb weniger Stunden kam es zu drei Unfällen. Der Schaden beläuft sich auf mehrere zehntausend Franken.

Manchmal gibt es Tage, da läuft einfach alles schief. Gestern war im Kanton Obwalden solch ein Tag. 3 Verkehrsunfälle, 4 verletzte Tiere und 3 Abbruchfahrzeuge sind das Ergebnis. Und das innerhalb von 9 Stunden.

Eine Besonderheit für die Kantonspolizei Obwalden. Normalerweise geht es nämlich dort ruhiger zu. «In so kurzer Zeit ist das wirklich viel für den Kanton», sagt ein Sprecher der KaPo dem BLICK. Solch eine Anhäufung sei schon aussergewöhnlich.

Vier Kälber und  drei kaputte Autos

Um 15 Uhr kam die erste Meldung. Ein Viehanhänger mit vier Kälbern an Bord kippte während der Fahrt um. Die Gründe sind bislang ungeklärt. Die Tiere wurden leicht verletzt.

Nur zwei Stunden später, die nächste Meldung. Dieses Mal auf der Autobahn A8 Richtung Luzern. Dort kam es zu einem Selbstunfall mit Totalschaden. Ein Lenker fuhr plötzlich gegen die Mittelleitplanke und musste danach abgeschleppt werden.

Kurz vor Mitternacht dann die letzte Meldung des Tages: Wieder ein Selbstunfall. Ein wohl alkoholisierter Lenker verlor die Kontrolle über sein Auto, knallte gegen ein Geländer und dann in zwei parkierte Fahrzeuge. Danach beging der Lenker Fahrerflucht. Erst am nächsten Morgen konnte die Polizei den Mann festnehmen. Die parkierten Autos erlitten einen Totalschaden. (jmh)

 

Todesfall: US-Regisseur Jonathan Demme tot

Jonathan Demme im Januar 2015 in New York.

New York ? Der Oscar-gekrönte US-Regisseur Jonathan Demme ist tot. Demme, der bei Erfolgsfilmen wie «Das Schweigen der Lämmer» und «Philadelphia» Regie geführt hatte, sei am Mittwochmorgen im Alter von 73 Jahren in seiner Wohnung in New York gestorben, sagte seine Sprecherin.

Demme habe an Speiseröhrenkrebs gelitten. Seine Frau und seine drei Kinder seien bei ihm gewesen. Die Familie habe eine kleine Beerdigung im privaten Kreis geplant, sagte Demmes Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa weiter.

Der 1944 im Bundesstaat New York geborene Demme hatte jahrzehntelang als Regisseur, Schauspieler und Produzent gearbeitet und war für seinen grössten Erfolg «Das Schweigen der Lämmer» Anfang der 1990er Jahre unter anderem mit dem Oscar und dem Silbernen Bären der Berlinale ausgezeichnet worden.

 

Mit über 1,5 Promille: Besoffene Töfflifahrerin (47) fährt Fussgängerinnen um

EMMENBRÜCKE LU - Eine betrunkene Mofafahrerin krachte gestern Abend im luzernischen Emmenbrücke in zwei Frauen. Eine Fussgängerin (70) wurde dabei schwer verletzt.

Eine 70-jährige Fussgängerin ist am Dienstagabend in Emmenbrücke von einem Mofa angefahren und schwer verletzt worden. Die Mofafahrerin, eine 47-jährige alkoholisierte Frau, blieb unverletzt, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte.

Der Unfall ereignete sich kurz vor 17.30 Uhr in der Bahnunterführung bei der Abzweigung Titlisstrasse. Die Mofafahrerin sei in zwei Fussgängerinnen gefahren, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Eine der beiden sei dabei zu Boden geschleudert und schwer verletzt worden. Das Opfer habe notoperiert werden müssen.

Die Polizei sucht Zeugen des Unfalls. Noch offen ist, ob die Mofafahrerin auf dem Trottoir unterwegs war. Der Atemlufttest vor Ort ergab nach Auskunft der Staatsanwaltschaft 1,58 Promille. Die Luzerner Polizei sucht Zeugen, welche den Unfall beobachtet haben. (SDA/kra)

 

BLICK-Journalisten erhalten Swiss Press Award: Parmelin-Enthüllung ist preiswürdig

Joël Widmer (links) und Christoph Lenz erhielten den Swiss Press Award.

BERN - Die Journalisten Christoph Lenz und Joël Widmer wurden heute Abend mit dem Swiss Press Award ausgezeichnet. Den Preis erhalten sie für die Enthüllung des Bauland-Skandals um Bundesrat Guy Parmelin.

Grosse Ehre für BLICK. Heute Abend hat die Jury des renommierten Medienpreises Swiss Press Award die Arbeit von zwei BLICK-Journalisten ausgezeichnet. Christoph Lenz und Joël Widmer deckten im Mai 2016 auf, dass der frisch gewählte SVP-Bundesrat Guy Parmelin im Bundesrat resolut für ein Steuerprivileg gekämpft hatte.

 

Dies, obschon er und seine Familie ganz direkt davon profitiert hätten. Dass ein Magistrat in der Schweiz seine Interessen derart direkt und unverfroren in der Regierung einbringt, war neu. Dass er dabei erwischt wurde, ist das Verdienst der Journalisten Lenz und Widmer. Im Berner Bellevue nahmen sie heute Abend im Beisein von viel Prominenz den begehrten Medienpreis entgegen.

Die Parmelins und ihr teures Grundstück

Das Bauland der Parmelins befindet sich in der Zone Villa ihres Wohnorts Bursins VD. Kenner schätzten den Wert des Rebbergs auf gegen eine Million Franken. Beim Verkauf als Bauland unter der von Parmelin propagierten Steuerbefreiung hätten der Bundesrat und seine Familie rund 200'000 Franken Steuern gespart.

 

BLICK kritisierte Parmelin darum als «Bundesrat schamlos». Er brach seine Auffahrtsferien ab, lud kurzfristig zu einer Pressekonferenz und gab die rückwirkende Übertragung der Parzelle an seinen Bruder bekannt.

Neugierde stand am Anfang

Wie BLICK an die Informationen gekommen war? Nicht durch einen Tipp von aussen, sondern durch Neugierde. Am Anfang stand die einfache Frage, wer im Bundeshaus vom Steuergeschenk profitiert. Bei der akribischen Überprüfung aller Landwirte fiel das Landstück von Parmelin auf.

Danach mussten Christoph Lenz, der heute für den «Tages-Anzeiger» arbeitet, und BLICK-Co-Politchef Joël Widmer aber auch belegen, dass der SVP-Mann direkt zugunsten des Steuerprivilegs interveniert hatte. Sie recherchierten im Bundeshaus und konnten einen vertraulichen Mitbericht einsehen. Dieser belegte die schamlose Einflussnahme.

BLICK freut sich sehr über die ehrenvolle Auszeichnung und gratuliert den Kollegen zum Swiss Press Award.

 

Nikolaj Ehlers trifft in der WM-Vorbereitung auf die Schweiz: Dänemark hofft auf einen NHL-Star aus Biel

Nikolaj Ehlers (21) hat eine starke NHL-Saison hinter sich. Und nun als Star der Dänen die WM vor sich.

Voller spezieller Momente ist die Ankunft von Nikolaj Ehlers in der Schweiz. Mit dem Teambus gehts von Kloten nach Neuenburg, wo die ­dänische Nati ihr Camp aufgeschlagen hat. «Wieder mal an Biel vorbeizufahren, war lässig», sagt der 21-Jährige. Begegnungen mit Schweizer Weggefährten aus Juniorenzeiten ? Denis Malgin und Gaëtan Haas ? warten nun bei den beiden Vorbereitungsspielen auf ihn.

Ehlers Karriere beginnt beim EHC Biel. 2014 wird er von den Winnipeg Jets in der 1. Runde als Nummer 9 gedraftet. In seiner zweiten Saison spielt er stark: 64 Skorerpunkte (25 Tore, 39 Assists) in 82 Spielen. «Mir ist es super gelaufen», sagt der Sohn von Langnau-Trainer Heinz Ehlers (51), «aber dass wir die Playoffs verpassten, war enttäuschend.»

Für seine persönliche Leistungssteigerung holte sich der Däne Tipps bei routinierten Akteuren und legte sich auch neben dem Eis hart ins Zeug. Dass jeder NHL-Spieler, der derzeit mit den Nationalteams unterwegs ist, das WM-Abenteuer gegen die NHL-Playoffs tauschen würde, verstehe sich aber von selbst.

Dennoch ist Ehlers stolz, sein Land vertreten zu können. Dass von ihm als dänischer NHL-Star sowohl gegen die Schweiz als auch an der WM viel erwartet wird, damit kann er umgehen. «Das macht mich nicht nervös.»

 

Das meint BLICK zum Box-Kracher: Darum muss Joshua Klitschko weghauen

Anthony Joshua hat das Zeug zum Champion. Aber er muss Klitschko schlagen, solange der Sieg noch etwas wert ist, schreibt BLICK-Reporter Emanuel Gisi.

Er ist jung, er sieht gut aus, er ist unbesiegt. Und wenn er kämpft, dann fliegen die Späne.

Anthony Joshua (27) ist das aufregendste Gesicht der neuen Generation im Schwergewicht. Wenn der Brite in den Ring steigt und den Hammer auspackt, geraten die Fans ins Träumen ? und die Vermarkter reiben sich die Hände.

Joshua hat das Zeug, die bleierne Dominanz der Klitschkos zu beenden und ein neues, aufregendes Zeitalter einzuläuten.

Weil Joshua mitbringt, was der Königsklasse im Boxen lange fehlte: Charisma. Joshua ist cool. Sein Gegner Wladimir Klitschko war das nie. Höchstens kühl. Der Ukrainer wirkte auch zu Beginn seiner Karriere, als er sich seine ersten Titel krallte, mehr wie ein Streber denn wie ein Boxer.

Klar ist Klitschko ein Meister seines Fachs, schon heute einer der Grössten aller Zeiten. Man zollt ihm Respekt. Aber man liebt ihn nicht. Klitschko ist zu kontrolliert, zu kalkuliert, zu klinisch. Lange war er zu gut für die Konkurrenz.

Dafür kann er nichts. Langweilig war es trotzdem.

Anthony Joshua soll eine neue Ära einläuten, nachdem Box-Clown Tyson Fury mit Depres­sionen und Drogenproblemen aus dem Rennen ist. Skeptiker wenden ein, dass IBF-Weltmeister Joshua mit 18 Profi-Fights wenig Erfahrung hat.

Tatsächlich könnte der Klitschko-Kampf zu früh kommen. ­Anderseits hat Joshua bislang jede Aufgabe überzeugend gelöst, und zwar auf jedem Level. Er hat das Zeug zum grossen Cham­pion.

Aber er muss Klitschko bezwingen, solange ein Sieg ­gegen den langjährigen Dominator etwas wert ist. Sprich: ­solange der Ukrainer noch auf Top-Level boxt. Die Zeit drängt ? Klitschko ist 41 Jahre alt.

 

Strafrecht: 200-Franken-Busse für Littering

Wer nach dem Picknick seinen Abfall einfach liegen lässt, soll künftig mit einer Ordnungsbusse bestraft werden können. (Archivbild)

Wer geschützte Pflanzen sammelt, zu kleine Fische fischt oder nach dem Picknick seinen Abfall liegen lässt, kann künftig mit einer Ordnungsbusse bestraft werden. Heute werden solche Delikte in einem aufwendigeren und komplizierteren Verfahren geahndet.

Mit einer Ordnungsbusse können heute nur Verkehrssünder und Kiffer bestraft werden. Das Parlament hat im März 2016 aber entschieden, das einfachere Verfahren auch auf andere Gesetze auszuweiten. Neu soll das Ordnungsbussenverfahren für insgesamt 17 Gesetze gelten, darunter das Ausländergesetz, das Waffengesetz sowie das Lebensmittel- und Umweltschutzgesetz.

Die genaue Liste aller betroffenen Delikte soll der Bundesrat in einer Verordnung festlegen. Einen ersten Vorschlag hat dieser am Mittwoch vorgelegt und bis zum 16. August in die Vernehmlassung geschickt. Insgesamt umfasst die Bussenliste gut zwanzig Seiten, darin enthalten sind allerdings auch die bereits heute geltenden Bussen im Strassenverkehrs- und Betäubungsmittelgesetz.

Mit einer Ordnungsbusse von 100 Franken soll neu unter anderem bestraft werden, wer beim Fischen das «Fangmindestmass» unterschreitet, die Leinenpflicht in einem Jagdbanngebiet missachtet oder geschützte Pflanzen pflückt. Auch Ausländer, die gegen An- oder Abmeldepflichten verstossen, sollen mit 100 Franken gebüsst werden.

Eine Busse von 200 Franken erhält nach dem Vorschlag des Bundesrates künftig, wer nach einem Picknick seinen Abfall verbrennt oder liegen lässt, wer Alkohol an unter 16-Jährige ausschenkt oder den Verlust einer Waffe nicht sofort der Polizei meldet.

Die maximale Ordnungsbusse von 300 Franken ist unter anderem vorgesehen für Personen, die Feuerwaffen nicht von der Munition getrennt transportieren. Wer sein Altglas ausserhalb der erlaubten Zeiten entsorgt, wird mit 50 Franken gebüsst, 80 Franken kostet das Rauchen in geschlossenen, öffentlich zugänglichen Räumen.

Nach dem Willen des Parlamentes soll das Ordnungsbussenverfahren wie bisher nur bei leicht feststellbaren Bagatelldelikten zur Anwendung kommen. Der Täter kann die Strafe an Ort und Stelle oder innerhalb einer Frist zahlen. Anders als im ordentlichen Strafverfahren werden Vorleben und persönliche Verhältnisse nicht berücksichtigt, es gibt auch keine Verfahrenskosten.

Der Bundesrat plant, die neue Verordnung mit dem totalrevidierten Ordnungsbussengesetz auf den 1. Januar 2018 in Kraft zu setzen.

 

Hakenkreuz, Albaner-Emblem und Koks-Soldaten: Schweizer Armee hat ein Händchen für Skandale

 

BERN - Die Armee poliert gerade ihr Image mit einer Kampagne auf Social-Media-Kanälen auf. Doch wenn immer neue Skandale auftauchen, geht der Schuss nach hinten los.

Die Schweizer Armee will mehr Junge für den Dienst begeistern. Anfang Jahr lancierte man darum eine Social-Media-Kampagne auf Twitter, Facebook und Instagram. Dumm nur, dass gleichzeitig laufend neue Skandale ans Licht kommen.

So macht ein Video die Runde, auf dem ein Vorgesetzter bei einer Schiessübung zum Mord an Zivilisten aufruft. Ein unangebrachter Scherz, über den das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) nicht lacht.  Armeesprecher Daniel Reist ist schockiert: «Das Video ist geschmacklos und nicht tolerierbar.» Das Kommando Heer sucht deshalb die Verantwortlichen.

Empörung über «Zug-Shipi»

Doch das jüngste Video ist kein Einzelfall. Im Februar wurde bekannt, dass Schweizer Sanitätssoldaten Badges mit einem albanischen Nationalhelden an ihrer Uniform montierten. Der Aufschrei war gross. Selbst auf politischer Ebene nervte man sich über den selbst ernannten «Zug-Shipi». SVP-Nationalrat Beat Arnold bezeichnete die Aktion als «kindischen Blödsinn». Für ihn war klar: «Anscheinend haben sie zu wenig zu tun.»

Im Januar staunte die Schweiz über ein Bild, auf dem Schweizer Rekruten vor einem Hakenkreuz ihren rechten Arm zum Hitlergruss ausstrecken. Der Vorfall ist seither bekannt als die Nazi-Schande von Wangen an der Aare BE. Die Schuldigen erhielten scharfen Arrest. Zwar dürfen sie ihre RS beenden. Karriere-Chancen in der Armee haben sie aber keine mehr.

Munition verschwindet

Im November 2016 wurde publik, dass in einer Kaserne in Kloten ZH 500 Schuss fehlen. Es bleibt unklar, ob die Munition verloren, gestohlen oder in der Buchhaltung vergessen wurde. Klar ist: So etwas darf nicht passieren. 

Selbst Drogenmissbrauch kommt in der Schweizer Armee immer wieder vor. Ein Vorfall am World Economic Forum 2016 in Davos GR machte landesweit Schlagzeilen. Die Militärpolizei erwischte zwölf Soldaten, die trotz Ernstauftrag kifften und sogar koksten. Die Kokser mussten umgehend nach Hause.

Schützenhilfe für Nordkorea

Lange unvergessen bleibt sicher «Das Camp der Schande». Schweizer Offiziere liessen im Mai 2014 Studenten des Genfer Zentrums für Sicherheitspolitik (GCSP) mit dem Sturmgewehr 90 trainieren. Die Zivilisten hatten ihren Spass auf dem Schiessplatz bei Chancy GE. Das Brisante daran: Im GCSP drückten sogar Menschen aus totalitären Staaten die Schulbank ? etwa aus Nordkorea.

In Bezug auf solche Skandale bleibt zu hoffen, dass die Armee eine wirksame Social-Media-Kampagne führt. 

 

Zweithöchste Stufe ausgerufen: In den Alpen droht grosse Lawinengefahr

In der Schweiz starben diesen Winter so wenige Personen bei Lawinenunfällen wie zuletzt vor zehn Jahren (Symbolbild)

DAVOS - Für den Alpensüdhang und den Alpenhauptkamm hat das WSL-Institut in Davos grossen Lawinen-Alarm ausgelöst.

In den Alpen herrscht derzeit grosse Lawinengefahr. Die zweithöchste Stufe gilt für Donnerstag am zentralen Alpensüdhang ohne Sottoceneri sowie am Alpenhauptkamm vom Oberalppass bis ins Puschlav, wie das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) am Mittwoch mitteilte.

Die Gefahrenstellen befinden sich vor allem an Expositionen West über Nord bis Ost oberhalb von rund 2400 Meter über Meer. Mit Neuschnee und starkem Wind seien dort umfangreiche Triebschneeansammlungen entstanden, heisst es.

Schon einzelne Wintersportler können gemäss Lawineninstitut leicht Lawinen auslösen, auch solche mittlerer Grösse. Erwartet wurden auch spontane Lawinen, die vor allem an Nordhängen bis in tiefe Schichten durchreissen und vereinzelt gross werden könnten.

Besonders aus hoch gelegenen Einzugsgebieten müsse vereinzelt mit Lawinen gerechnet werden, die bis in mittlere Lagen vorstossen. Auch exponierte Teile von Verkehrswegen könnten gefährdet sein. Für Touren seien die Verhältnisse ungünstig, schreibt das Lawineninstitut weiter. Unterhalb von rund 2200 Meter seien zudem feuchte und nasse Rutsche möglich.

In den übrigen Gebieten der Alpen herrscht zudem verbreitet erhebliche und mässige Lawinengefahr, wie das Institut weiter warnte. (SDA/nbb)

 

DFB-Pokal-Halbfinal: Tuchel kann den Bayern die Saison endgültig vermiesen

Für Bayern München steht heute Abend extrem viel auf dem Spiel ? und ein motivierter BVB-Trainer gegenüber.

Ein FC Bayern München ist stets in Bewegung, wandelt sich, passt sich an, geht neue Wege. Was aber immer gleich bleibt: Ein FC Bayern München will das Triple. Saison für Saison. Champions League, Meisterschaft, DFB Pokal.

Nur: Daraus wird diese Saison nichts. Die Königlichen von Real Madrid haben die Bayern-Träume im Viertelfinal der Königsklasse beendet. Das FCB-Triple 2017 ist gestorben.

Und der Double-Totengräber steht schon bereit: Thomas Tuchel reist mit seinen nach dem Bomben-Schock wiedererstarkten Dortmundern heute für den Pokal-Halbfinal nach München. Mit einem Ziel: Finale in Berlin (am 27. Mai gegen Frankfurt).

Für Tuchel steht in der Allianz Arena gar noch mehr auf dem Spiel. Deutsche Medien spekulieren, dass sich der 43-Jährige mit einem Sieg gegen den FC Hollywood seine Vertragsverlängerung im Sommer sichern kann. (fan)

Der Halbfinal des DFB-Pokals zwischen Bayern und Dortmund gibts bei uns ab 20.45 Uhr live im Ticker und Stream!

 

Quelle: blick.ch

 

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Quelle: http://www.trinler.net/de/news/boulevard/blick.html
Gedruckt am: 26.04.2017 19:46 GMT+0200 (2017-04-26T19:46:35+02:00)